Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

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shorty
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von shorty »

Marion hat geschrieben:
saselie hat geschrieben:Das Pastrami-Sandwich ist ja ein Mörderteil! Mir würde da 1/4 der Fleischmenge reichen :mrgreen:
Also, mir hat das leider so gar nicht geschmeckt, da für mich der Anteil Fleisch/Brot irgendwie nicht stimmte. Wie du sagst - ¼ der Menge an Pastrami hätte auch gereicht und wenn sie das dann noch zu einem zivileren Preis verkaufen würden...
ich habe mir ständig Brot nachbestellt, daraus ergab sich dann noch ein nettes Gespräch mit der Bedienung :daumen1: ....und die Hälfte eingepackt, soviel Fleisch kann ja kein Mensch auf einmal essen :wink:
StarsAndStripes
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Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von StarsAndStripes »

Toller Bericht bis her und tolle Bilder!!

Bei dem Pastrami dreht sich mir ja der Magen um ..(abgesehen davon dass ich Veg bin). So eine Maße kann doch nicht mehr schmecken oder? Und ein heftiger Preis.

Schade, dass du so "schlechtes" Wetter hattest.

Für mich gehört ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge unbedingt dazu, es war das allererste was ich beim ersten Mal gemacht habe und wieder machen werde im Februar. Irgendwie symbolisiert es mich das Tor zur Stadt ..
Alexander_P
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von Alexander_P »

So ein Mini-Sandwich geht doch locker runter. ;)

Der Preis ist sehr heftig, aber ich fand's auch total lecker!
Marion
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von Marion »

Alexander_P hat geschrieben:So ein Mini-Sandwich geht doch locker runter. ;)

Der Preis ist sehr heftig, aber ich fand's auch total lecker!
Ach du! Bei dir ist Essen doch ein Hobby! :mrgreen:
Alexander_P
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Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von Alexander_P »

Nein, kein Hobby. Lebenseinstellung!:D
StarsAndStripes
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Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von StarsAndStripes »

Ich muss gestehen, ich bin auch immer auf Ausschau nach kulinarischen Highlights :D
Oli88
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von Oli88 »

Tag 3: Freitag, 13.11.2015

An diesem Tag klingelte der Wecker wieder um 6:55 Uhr. Die Nacht war auch schon besser als die zuvor. Ich konnte aus meinem Zimmer nicht sehen, wie das Wetter war, aber die Vorhersage war ganz gut, was auch gut war für mein angedachtes Programm für diesen Tag. Also schnell aufgestanden, meine Sachen gepackt und raus auf die Straße bei wirklich viel besserem Wetter, nur der Wind wehte recht stark, aber hauptsache der Himmel war blau.
Mein Weg führte mich zuerst quer über den Times Square, weiter den Broadway hoch bis zum Columbus Circle und dort ins Time Warner Center. Hier wollte ich mir mal Wholefoods ansehen und eventuell mein Früstück kaufen. Der Laden ist der totale Wahnsinn, dort sieht wirklich alles gut aus, mal vom Preis abgesehen. Dementsprechend schwer fiel mir die Auswahl, entschieden habe ich mich letztendlich für zwei Chocolate Chip Cookies und einen Blueberry Muffin, was auch alles sehr sehr gut geschmeckt hat.

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Ich bewegte mich weiter den Broadway hoch bis zum Lincoln Center. Ich vermute das wirkt eindrucksvoller wenn dunkel und beleuchtet.


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Mein nächstes Ziel war der Central Park, den ich auch relativ schnell erreichte. Betreten habe ich den Park an der Tavern on the Green und bin dann erstmal zur ersten großen Wiese, die ich gesehen habe, wo man Blick nach Süden auf die Skyline hatte. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Park wirklich einer meiner liebsten Orte war, hing vielleicht auch mit dem Wetter zusammen, aber dort ist es echt schön.

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Ich bin dann weiter Richtung Norden zur Bethesda Fountain und von dort aus zu den Strawberry Fields, wo ich kurz den Park am Dakota Building verließ, welches aber leider komplett mit einem Baugerüst zugestellt war, sodass man überhaupt nichts sehen konnte.
Also direkt wieder in den Park, zum Belvedere Castle und runter zum Turtle Pond.

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Mein nächster Tagespunkt war das American Museum of Natural History. Da dieses aber erst um 10 Uhr öffnet und ich wieder meinem Zeitplan voraus war änderte ich mein Programm etwas ab und lief im Park weiter Richtung Norden hinter dem Metropolitan Museum of Art vorbei bis zum Parkausgang an der 90th St auf der Ostseite, von wo es dann nicht mehr weit war zum Guggenheim Museum.

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Nach kurzem Fotostopp lief ich wieder nach Süden, diesmal auf der Vorderseite des Metropolitan Museum of Art vorbei, wo ich teilweise fast stand, weil der Wind so stark war, dass ich kaum vorwärts kam. Um zum Museum of Natural History zu kommen musste ich einmal den Park durchqueren, sodass ich gut eine viertel Stunde vor Öffnung dort war. Es waren auch schon einige Leute dort und warteten, ich stellte mich in die Reihe dazu und wartete. Hier war es von Vorteil, dass ich meine Karte vorher im Internet gekauft und ausgedruckt hatte. Nach der Öffnung konnte ich direkt an allen Leuten vorbei und direkt ins Museum.
Rückblickend wäre das Museum wohl die einzige von allen Sachen, die ich während meine Aufenthalts gemacht habe, die ich nicht wiederholen würde. Ich fands einfach nur riesengroß und total unübersichtlich. Im Endeffekt bin ich mit dem Aufzug ganz nach oben gefahren, einmal rund und dann von Etage zu Etage weitergearbeitet. Keine Ahnung ob ich alles gesehen habe. Was mich am meisten interessiert hatte war das Hayden Planetarium, das war auch wirklich gut gemacht und sehenswert.
Da ich dann statt eingeplanten 3 Stunden nur knapp über eine Stunde im Museum war musste ich wieder meinen Plan umbauen. Aber erstmal wollte ich etwas essen und da konnte ich dann doch noch im Plan bleiben. Also ging ich vom Museum bis zum Dakota Building und bog dort ab nach Westen bis ich wieder zum Broadway kam und direkt mein Ziel entdeckte: Gray's Papaya.
Den Laden hatte ich vor Jahren mal bei Galileo gesehen und das blieb mir irgendwie immer im Gedächtnis hängen. Nur hätte ich mir das etwas größer vorgestellt, es war doch wirklich klein, aber eigentlich völlig ausreichend. Ich bestellte das Recession Special: 2 Hot Dogs + 1 Getränk, in meinem Fall Papayasaft. Auf die Hot Dogs kam noch etwas Sauerkraut und es hat wieder mal wirklich sehr gut geschmeckt, zumal es mehr oder weniger das erste Essen war, von dem mir nicht schlecht wurde, mein Magen hatte wohl so langsam die Landung verdaut :D

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Mein nächstes Ziel, war eigentlich Pier 83 und Circle Line. Die Landmark Cruise startete aber erst um 15:30 Uhr und es war glaube ich erst 12 Uhr. Ich bin dann erstmal den Broadway hinunter bis zum hiesigen Century 21, wo ich dann auch kurz mal rein bin, wobei ich dort ziemlich genau die gleichen Sachen gefunden habe, wie im Century 21 am World Trade Center. Also wieder nix gekauft und wieder raus auf die Straße und am Columbus Circle rein in den Central Park. Hier bin ich dann mehr oder weniger kreuz und quer durch den Südteil des Parks gelaufen, war am Wollmann Rink an der Eisbahn und am Central Park Zoo, wo ich mich über die Chili-Bepflanzung wunderte. Schlussendlich verließ ich dann den Park am Plaza Hotel.

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Ich wollte wieder zurück ins Hotel um mich kurz umzuziehen und meine Akkus zu tauschen, von daher lief ich die 5th Av hinunter und auf einmal lag die ganze Straße voll mit Bierdosen. Die Leute liefen auf der Straße rum, Obdachlose sammelten volle Dosen, Autos und Busse fuhren durch und das Bier spritzte durch die Gegend. Es war ein ziemliches Spektakel, schnell standen ziemlich viele Leute am Straßenrand und schauten sich das ganze an.
Zitat des Tages: "This is New York, there's beer on the streets".

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Am Bryant Park angekommen sah ich, dass die Public Library diesmal geöffnet war und sah mir diese dann auch noch an. Leider wird ja aktuell der große Lesesall renoviert, aber auch sonst ist das Gebäude sehr interessant.
Nach einer knappen halben Stunde im Hotel lief ich dann zum Pier 83, wo ich mir meine Karte für die Landmark Cruise gekauft habe. Ich war ziemlich früh dran, sodass ich noch zur Intrepid gelaufen bin und dann rechtzeitig zurück zur Circle Line.
Das Boarding begann dann doch ziemlich früh und ich suchte mir einen Randplatz ziemlich weit hinten, im Endeffekt eher auf der falschen Seite des Schiffes (ich saß hinten links, rechts wäre denke ich besser gewesen). Das Wetter war immernoch super, aber der Wind war eben ziemlich heftig. Und das das Boarding etwa 45 Minuten vor der Abfahrt war, saß ich schon bevor es überhaupt losging eine dreiviertel Stunde im Wind, sodass mir schon leicht kalt war, als es los ging.
Logisch, dass der Wind dann auf dem Wasser noch stärker war, gefühlte Windstärke 35. Was war das Ende vom Lied? Ich hab selten so gefroren, meine Hände waren Eisklötze, weil ich ja trotzdem Fotos machen wollte, zwischendurch spritzte dann auch noch Gischt hoch. Meine Kapuze hielt nicht weil der Wind zu stark war, eigentlich ein Wunder, dass die Fotos scharf geworden sind, ruhig halten konnte ich die Kamera nicht. Aber sonst war die Fahrt wirklich super, würde ich jederzeit nochmal machen, das Timing war aber auch perfekt. Die Landmark Cruise dauert knapp 1,5 Stunden und begann um 15:30 Uhr. Sonnenuntergang war etwa 16:40 Uhr, sodass dieser im Preis inbegriffen war und er kam wirklich zeitlich perfekt. Ich mag dieses eine Foto, etwas unter diesen Zeilen fast am liebsten von all meinen knapp 2.000 Fotos.

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Zu der Fahrt auch mal wieder ein kleines Video:




Nach dem Anlegen bin ich dann zitternd zum Hotel zurückgewackelt und habe mich erstmal umgezogen, um direkt wieder das Hotel zu verlassen. Mein persönliches Highlight stand auf dem Programm. Ich weiß nicht, ob man mit 27 schon eine Bucket List hat, aber das stand bei mir definitiv drauf.
Also die 7th Av. runter und rein in den Madison Square Garden.

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Auch hier erstmal ein Sicherheitscheck wie am Flughafen. Natürlich hat es bei keinem gepiepst, nur bei mir. Nach kurzem Einzelcheck durfte aber auch ich rein. Nach mehreren Ticketkontrollen war ich dann irgendwann im Innenraum und hatte die ganze Halle vor mir. Nach dem Blick auf den ersten Stand überlegte ich mir dann erstmal nichts zu essen, in Erinnerung blieb mir noch der Preis für einen Becher Bier: 11 $ :shock:
Aber das Gefühl im Madison Square Garden zu sein mit dem Blick auf das Spielfeld war schon klasse. Weitere große Beschreibungen spare ich mir, dafür einige Bilder und Videos. Wer kein Interesse an Basketball hat, dem würde ich aber zumindest das erste Video ans Herz legen, mit der Nationalhymne und der Vorstellung der Mannschaften, das war schon gigantisch.
Dieser Abend war bis dahin eine der besten Sachen überhaupt, ich war im Madison Square Garden, durfte Lebron James spielen sehen (natürlich auch Carmelo Anthony und weitere), in der Halle waren Leute wie Michael J. Fox und die Stimmung war wirklich super, abgesehen davon war auch das Spiel wirklich sehenswert, die Knicks haben lange geführt und im Endeffekt relativ knapp verloren. Von daher gings für mich persönlich kaum noch besser.

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Und dazu dann noch die Videos, beim ersten Video fehlt am Anfang teilweise der Ton, den musste ich löschen, da sonst das Video nicht verfügbar gewesen wäre.
Und am besten die Videos auf Vollbild ziehen, da sonst ziemlich klein und eigentlich alle HD.







Nach dem Spiel musste ich die Halle dann leider verlassen und bin noch in den Shop, wo ich ein T-Shirt zu finden hoffte, welches ich schon lange im Internet bestellen wollte, aber irgendwie nirgendwo finden konnte. Der Shop hatte das Shirt sogar, aber in Orange, was jetzt nicht grade meine Lieblingsfarbe ist, wäre mir aber egal gewesen. Nur sollte das Shirt knapp 40 $ kosten und das schien mir in dem Moment irgendwie zu viel. Also habe ich den Shop wieder verlassen (in dem Moment, wo ich draußen war hat es mich schon geärgert, dass ich das T-Shirt nicht gekauft hatte) und auch den Madison Square Garden. Auf dem Rückweg zum Hotel war ich noch kurz bei Modells Sporting Goods, aber dort gab es das Shirt auch nicht. Gegessen hatte ich dann im Endeffekt nichts mehr seit den beiden Hot Dogs am Mittag. Das sollte sich am nächsten Tag noch rächen, aber Hunger hatte ich erstmal nicht und ich ging dann im Hotel auch direkt ins Bett, weil der nächste Tag früh losgehen und lang werden sollte.

Zum Abschluss auch wieder die Tagesbilanz: 29,8 Kilometer.
supercoach
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von supercoach »

supercoach hat geschrieben:Ich hab ein Garmin Montana.
Hab mich übrigens vertan: Ich hab ein Garmin Dakota.
elsa
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von elsa »

Wahnsinn, dein Besichtigungstempo :shock: Für mich wäre das ja gar nix....aber der Bericht ist super! Danke fürs Teilen :daumen1:
saselie
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von saselie »

Wow, schon wieder knappe 30 km, du bist ja verrückt :mrgreen:
Ein wirklich schöner Bericht, deine Begeisterung kommt super rüber :)
nordlicht55
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von nordlicht55 »

die Fotos sind echt Spitze. Der Bericht liest sich super und steigert die Vorfreude bis nächsten März erheblich. Das Tempo haben wir bei unserem ersten NY Besuch auch an den Tag gelegt. Beim 2. Mal war es schon relaxter. Aber ich kann das gut verstehn, möchte man doch in der Zeit so viel wie möglich von dieser Stadt aufsaugen.

LG Nordlicht
Oli88
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Re: Das 1. Mal New York (11.11.2015-18.11.2015)

Beitrag von Oli88 »

Tag 4: Samstag, 14.11.2015

Bilder zum aktuellen Tag hänge ich am Ende des Tages an, nicht wie sonst zwischen den Zeilen, das hält irgendwie unnötig beim Schreiben auf.

Der Wecker klingelte an diesem Tag sehr früh, nämlich um 04:55 Uhr, denn heute sollte es nach Washington D.C. gehen. Da ich aufgrund von Wetter- und Zeitunsicherheit in der Vorplanung nicht mit Megabus fahren wollte, musste ich zum Zug in der Pennsylvania Station. Der Zug sollte um 06:05 Uhr fahren, ich war schon gegen 5:30 Uhr im Bahnhof, was aber ganz gut war, weil ich noch mein Online-Ticket an einem Automaten gegen ein anderes Ticket tauschen musste und mir auch nicht von Anfang an klar wo, wo dort die Bahnsteige sind und wie man hinkommt. Die Restzeit wartete ich vor der Anzeigetafel, bis das Gleis bekannt gegeben wurde und reihte mich dann an der Rolltreppe ein, die direkt zum Gleis führte. Zur Penn Station muss ich jetzt allerdings noch anmerken, dass morgens zu der frühen Zeit relativ viele merkwürdige Gestalten unterwegs sind und recht wenige andere Leute. Mir persönlich hat das wenig ausgemacht, aber als Frau alleine würde ich das glaube ich für keine so gute Idee halten.

Der Zug fuhr ziemlich pünktlich ab, die Sitze waren wirklich super, man hat richtig große, breite Sitze mit großem Reihenabstand und viel Platz für die Beine. War wirklich bequem und man hat auch noch eine Steckdose, um Smartphone,... aufzuladen. Aufgrund des freien WLAN im Zug konnte ich die Fahrt über ganz gut mit Deutschland kommunizieren, habe mir aber auch oft die Landschaft draußen angesehen. Super war auch die Aussicht auf Manhattan vom Zug aus in New Jersey, vor allem das World Trade Center im Morgengrauen. Ansonsten war die Fahrt recht kurzweilig, nach der Durchfahrt durch Philadelphia und Baltimore war ich knapp 3,5 Stunden später in Washington D.C.

In der Union Station hatte ich es dann verpennt was zu essen und ich hatte auch nichts dabei. Nach wie vor war mein letztes Essen die beiden Hot Dogs am Mittag vorher. Also bin ich erstmal raus aus dem Bahnhof und begann meine Tour. Erstes Ziel war die Rückseite des Capitols und die Library of Congress. Die Kuppel des Capitols war leider immernoch von einem Baugerüst verdeckt. Das Wetter war etwas ungemütlich, es war leicht bedeckt und recht windig, also eher kühl. Auf den Straßen war überhaupt nichts los und ich hatte dann auch mehr und mehr Hunger.

In dem Moment gefiel es mir hier überhaupt nicht, aber ich hatte ja noch viel vor, das Wetter war eigentlich auch ziemlich gut vorhergesagt und irgendwo würde es bestimmt auch mal nen Supermarkt oder sonst etwas zu essen geben. Ich habe dann erstmal das Capitol umrundet, um auf die Vorderseite zu gelangen, wo man auch einen Blick auf die "Mall" hat, was mir dann erstmal meinen weiteren Weg zeigte. Da die verhüllte Kuppel jetzt kein so besonders gutes Fotomotiv war bin ich erstmal weitergelaufen in Richtung Washington Monument.

Kurz davor entdeckte ich eine offene Imbissbude, die ich dann wohl oder übel anlaufen musste. Mir war schon recht mulmig und übel, von daher egal was. Natürlich sind die Buden da nur auf Touris ausgelegt und natürlich ist es dort nicht günstig. Es lief dann auf einen Hot Dog mit Pommes und Cola hinaus, das ganze für knapp 10 $. Geschmeckt hat es nicht wirklich, aber mir gings dann direkt besser, also Zweck erfüllt.

Ich bin dann auch direkt weiter den Hügel hoch zum Washington Monument. Dafür, dass es eigentlich nur ein weißer Stein ist, fand ich es schon sehr imposant. Eine Runde drumherum und da ich wieder vor meinem Zeitplan lag beschloss ich einen Abstecher von meiner Route zu machen und zum Weißen Haus zu gehen. Gar nicht so einfach durch die ganzen Absperrungen einen Weg zum Zaun zu finden, wo dann wieder einiges los war, vorrangig wieder Leute mit Selfie-Stick. Auch hier habe ich eine komplette Runde rundherum gemacht, wobei man da relativ weit außenrum muss. Die Straße auf der Vorderseite des Weißen Hauses ist soweit ich das gesehen habe für den Verkehr gesperrt, sodass dort Leute Rollhockey gespielt haben, nur ein paar Meter neben den Absperrgittern und Polizeitautos.

Um wieder zur meiner ursprünglichen Route zurückzukommen bin ich wieder zur "Mall" gelaufen und in Höhe des World War II Memorial rausgekommen. Von hier aus bin ich dann am Reflecting Pool vorbei bis zum Lincoln Memorial gelaufen. Ziemlich viele Treppen bis ganz oben, kam mir auf Bildern immer weniger vor. Aber eine schöne Aussicht hat man von oben.

Mein nächstes Ziel war der Nationalfriedhof in Arlington, also die Treppen wieder runter, einmal um das Memorial und dahinter die Brücke über den Potomac überquert. Gar nicht so kurz die Brücke und auch der Weg dahinter bis zum Friedhof zieht sich ganz schön. Aber ich lag gut in der Zeit und das Wetter wurde immer besser, von daher war es ganz angenehm.

Am Friedhof angekommen nahm ich den Weg durchs Visitor Center um dann der Beschilderung zum Grab von John F. Kennedy zu folgen. Ganz schön heftig wie viele Grabsteine da auf der Wiese stehen. Auch hier hat man wirklich einen schönen Blick über Washington, besser ist der Blick sogar noch oberhalb vom Kennedy-Grab am Arlington House. Von dort aus sieht man eigentlich die ganze Stadt und hat auch von einem bestimmten Punkt aus einen Blick auf das Pentagon. Und da ich noch genug Zeit hatte drehte ich eine etwas größere Runde über den Friedhof und kam am Grab des Unbekannten Soldaten an. Dort patrouilliert tatsächlich ein Soldat vor einem Steinsarg und läuft etwa jede Minute einmal von links nach rechts.

Kam mir etwas komisch vor, dass da etwa 200 Leute saßen und ihm dabei zusahen, dachte mir aber erstmal nichts dabei und machte mich auf den Weg den Berg hinunter, als mir zwei Leute entgegen kamen, die in Eile waren. Ich sah auf die Uhr und es war 12:58 Uhr. Ich folgte dann den beiden wieder zurück und sicherte mir einen Platz recht weit vorne und wartete ab, was passierte. Tatsächlich schlug um 13 Uhr eine Glocke, eine Absperrung wurde geöffnet und ein zweiter Soldat kam hinzu, der dann der wartenden Menge erklärte, dass der Wachwechsel vollzogen wird.
Hier die ganze Prozedur im Video:



Als die Wache gewechselt und die Zeremonie beendet war ging ich dann endgültig den Berg hinunter, an einem weiteren großen Gräberfeld vorbei und über eine größere Straße wieder zum Eingang/Ausgang des Friedhofs zurück und dann von dort aus wieder die Zufahrtsstraße und die Brücke über den Potomac bis zum Lincoln Memorial. Hier bin ich nochmal die ganzen Treppen hoch und kurz zur Lincoln-Statue, da das Wetter jetzt wirklich perfekt und der Himmel wolkenlos war, sodass gute Bilder möglich waren und setzte mich kurz vorm Memorial auf eine Bank, da Füße und Rücken schon wieder anfingen zu schmerzen.

Nach der kurzen Pause bin ich über das Korean War Veterans Memorial zum Martin Luther King Jr. Memorial am Tidal Basin, um dieses auch noch zu umrunden und auch noch das Franklin D. Roosevelt Memorial und das Jefferson Memorial zu sehen. Wetter war immernoch super, Temperatur auch sehr angenehm, aber Hunger kam jetzt schon wieder auf.

Nachdem ich das Tidal Basin verlassen hatte und am Bureau of Printing and Engraving vorbei war kam ich wieder zum Washington Monument, wo eine ganze Reihe von Street-Food-Trucks stand. Ich entschied mich für ein Philadelphia Cheese Steak Sandwich mit Pommes. Geschmack, Qualität und Menge deutlich besser als morgens, Preis recht ähnlich.

Von meiner Bank am Washington Monument lief ich danach weiter wieder zum Weißen Haus und wieder von der Rückseite zur Vorderseite, wo meine eigentlich geplante Route endete und von wo aus ich mich frei durch die Straßen zum Bahnhof bewegen wollte. Zuerst war ich noch im White House Shop, um dann kreuz und quer durch die Straßen zu laufen. Im Hard Rock Café war ich, in einem CVS noch für die Rückfahrt etwas zu trinken und M&M's gesichert, am Verizon Center Straßenmusikern zugesehen, um dann wieder an der Mall anzukommen. Die Sonne ging gerade unter, das Washington Monument ragte aus der Abendröte und die Beleuchtung der Kuppel des Capitols schien durch das Baugerüst.

Vom Capitol aus bin ich dann durch die Dunkelheit wieder zurück zur Union Station, wo ich dann gegen 17:30 Uhr ankam. Der Zug nach New York fuhr erst um 19:20 Uhr, aber ich hatte alles gesehen, was ich wollte und mehr als genug gelaufen, daher holte ich mir bei Starbucks noch einen Kaffee und setzte mich in den Wartebereich. Auch hier war kostenloses WLAN vorhanden, sodass die Zeit gut vorbeiging. Auch der Zug für die Rückfahrt war sehr pünktlich, der Blick aus dem Fenster jetzt leider weniger interessant, da draußen komplett dunkel, aber Philadelphia beleuchtet ist auch ganz nett anzusehen.

Schlussendlich war ich gegen 23 Uhr wieder in New York an der Penn Station, von wo aus ich den direkten Weg zurück zum Hotel gelaufen bin und dort die Füße direkt hochgelegt habe.

Bilanz des Tages: 32,8 km

Fazit: Die Fahrt hat sich für mich absolut gelohnt, Washington ist wirklich sehenswert, die äußeren Bedingungen taten ihr übriges dazu. Ich kann es nur jedem empfehlen und würde die Tour jederzeit wieder machen.

Analog zur Washington-Karte von ronny-bonny habe auch ich mal meine Route durch Washington bei Google Maps eingegeben.
Hierzu der Link: https://www.google.com/maps/d/edit?mid= ... sp=sharing
Vielleicht kann jemand etwas damit anfangen. Anmerken würde ich noch, dass ich nie in Eile durchgerannt bin oder von Ort zu Ort gehetzt bin und mir auch an den Sehenswürdigkeiten ausreichend Zeit gelassen habe. Die Runde sollte also machbar sein.

Zu diesem Tag nachfolgend noch die Bilder:

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Zuletzt geändert von Oli88 am 28.12.2015, 10:10, insgesamt 3-mal geändert.
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