Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

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Marion
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von Marion »

Die wichtigsten Dinge sind Reisepass, Geld, Kreditkarte, Auslandskrankenversicherung, ESTA, Tickets und eventuelle Voucher. Alles andere kann man notfalls vor Ort besorgen. Du fliegst ja in kein Entwicklungsland ;)
MediumTraveller
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von MediumTraveller »

Check, Check, Check - passt alles.. :)
bravejovi
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von bravejovi »

Na dann wünsche ich dir eine gute Reise und viele tolle Eindrücke, die du hier hoffentlich mit uns teilen wirst :-)
MediumTraveller
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von MediumTraveller »

So, bin seit vorhin zurück.

Jede Menge positive Eindrücke habe ich mitgebracht und ich habe doch so einiges sehen können und auch so mancher Traum hat sich (zumindest teilweise) erfüllt.. :)

Ich werde die Tage noch einen ausführlichen Bericht schreiben und nach und nach chronologisch posten. Jetzt werde ich erst mal weiter auspacken, essen und irgendwann mal Schlaf nachholen.. ;)
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gila
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von gila »

Bericht klingt gut :-)
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daumenhut
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von daumenhut »

Ja, bitte Bericht, bin gespannt! :)
Gruß daumenhut
New York City / 04 -11.05.14 / Reisebericht
MediumTraveller
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von MediumTraveller »

So, ich fange erst mal mit dem Prolog an, in dem es schon um den ersten Tag meiner Reise, aber noch nicht um New York geht.. ;)

Montag, 24. Februar 2014 – beinahe in Barcelona, noch nicht in New York
Um die Mittagszeit komme ich am Flughafen Stuttgart an. Der Koffer ist bei der Airline Vueling schnell eingecheckt. Aufgrund des milden und sonnigen Wetters beschließe ich, erstmals die Besucherterrasse aufzusuchen. Für 2 Euro kann man dort direkt auf die Landebahn sehen, außerdem sind ein paar historische Flugzeuge ausgestellt. Und die Entscheidung ist wirklich ihr Geld wert: Man kann von dort alles genau beobachten. Die Flugzeuge starten und landen vor dem prächtigen Hintergrund der Schwäbischen Alb, die Sonne wärmt. Eine knappe Stunde verbringe ich dort, bis ich mich dann zur Sicherheitskontrolle begebe.
Die Gates suche ich noch eine Weile ab, bis ich einen Ständer mit kostenlosen Zeitungen finde, eine Auswahl wandert für die Reise ins Handgepäck. Das Boarding verläuft reibungslos und schon bald sitze ich im Flieger nach Barcelona. Die Aussicht ist nicht die beste, aber man kann ja nicht alles haben. Bei rund 14 Grad landen wir gegen 17 Uhr auf dem Flughafen Barcelona-El Prat. Die Kofferausgabe wird allerdings zur Geduldsprobe: Nach rund einer Dreiviertelstunde laufen die ersten aufs Band. Kurz nach 18 Uhr geht’s dann los, durchs Terminal, den richtigen Bus finden.
Trotz nur 2 Kilometern Luftlinie zum Hotel zieht sich die Fahrt dann auch hin: Mittlerweile ist es 19 Uhr und ich stehe in der Endstufe der Dämmerung mitten in Spanien auf der Straße und ich weiß nicht genau, wohin. Diverse Runden durch den netten mit Vorstadtbauten zugepflasterten Ort El Prat del Llobregat werden mitsamt dem Koffer gedreht. Diejenigen, die ich anspreche, wissen nur ungefähr den Weg. Kurz vor 20 Uhr komme ich dann endlich am Hostal an, das nur 50 Meter von der Bushaltestelle entfernt liegt, an der ich ausgestiegen bin – das geht ja gut los. Das Zimmer ist eine einfache spartanisch eingerichtete Besenkammer ohne Fenster, aber ist ja nur für wenige Stunden. In einem Supermarkt kaufe ich noch ein Wasser für die Nacht und eine Packung Kekse und gehe zwischendrin einen Happen essen. In der Nacht kann ich zunächst nicht schlafen, gegen 1 Uhr mache ich noch mal einen Spaziergang, danach kann ich dann endlich schlafen..
MediumTraveller
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von MediumTraveller »

Weiter geht's mit der Reise..

Dienstag, 25. Februar 2014 – Welcome to New York (says the Homeland security)

Der Wecker klingelt unbarmherzig. Also schnell die Sachen zusammen gepackt und an der Bar unten noch einen Tee getrunken. Dann geht es mit dem Bus wieder zum Flughafen, wo ich gegen 8 Uhr einlaufe. Die Schalter sind bald gefunden, die Schlange verleitet jedoch zum Online-Checkin. Eine nette Dame vom Boden-Personal ist mir dabei sogar behilflich, allerdings weigert sich der Automat, mir ein Ticket auszustellen. Also dann doch an einem der Schalter anstehen.

Als ich an der Reihe bin, will die dortige Agentin wissen, wo ich herkomme, wo ich übernachtet habe und was ich alles mitnehme. Huch, gleich so viele Fragen. Als Belohnung dafür, dass ich alles richtig beantwortet habe, gibt’s dann eine Bordkarte – mit den berühmt-berüchtigten vier S drauf. Na, das kann ein Spaß werden als Passagier, der unter besonderer Beobachtung steht. Dementsprechend gehe ich auch etwas aufgeregt durch die Sicherheitskontrolle, doch dort passiert erst mal nichts. Auf dem Weg zum Gate nehme ich noch eine Flasche Wasser mit und sitze mich am Flieger angekommen, dann mit etwas zum Lesen hin. Die Aufregung ist allerdings noch nicht ganz verflogen und nach einer Weile werden dann mehrere Passagiere aufgerufen, darunter auch mein Name.

Neben dem Gate wurde vom Militär noch einmal ein Extra-Wartebereich aufgebaut. Ich darf zunächst auf einem Stuhl Platz nehmen und werde dann in einer improvisierten Kabine erneut befragt, muss Schuhe ausziehen und den Inhalt meines Rucksacks noch einmal genau herzeigen. Mit den anderen „Verdächtigen“ werde ich gebeten, wieder Platz zu nehmen. Ein Gutes hat die Sonderbehandlung dann doch: Wir dürfen nämlich als Erstes an Bord, was mir aufgrund meines Platzes im hinteren Teil des Flugzeugs doch recht gelegen kommt. In Ruhe kann ich mich ausbreiten und alles im Gepäckfach verstauen. Der Platz neben mir (in der Zweierreihe) bleibt dann sogar frei. Leider ist die Maschine noch relativ alt, so dass es kein IFE gibt – lediglich ein Fernsehprogramm mit verschiedenen TV-Sendungen und Filmen wird gezeigt.

Zum Glück habe ich vorgesorgt und einen Film auf dem Tablet mitgebracht. Die Flugroute führt über Irland und Grönland in die USA. Zwischendrin stehe ich immer wieder auf und mache gymnastische Übungen. Etwas nervös werde ich dann schon, als wir uns den Staaten nähern. Sicherlich werde ich dort auch noch mal gefilzt werden. Aus Nervosität stopfe ich einige der in Spanien gekauften Kekse in mich herein, die übrigens hervorragend sprechen. Njami! So bin ich gesättigt, als der zweite Gang, eine Mini-Pizza ausgeteilt wird. Die muss ich dann aber doch mitnehmen.

Natürlich beginnt es bald darauf in Magen und Darm zu drücken, doch wir sind schon im Landeanflug. Auch auf dem Flughafen ist zunächst keine Toilette zu finden. Dafür sind die Schlangen an der Immigration relativ kurz – nur 5-6 Leute pro Schalter. An meiner Schleuse sitzt unter anderem ein Beamter mit großem Bartwuchs und Turban. Wer so verdächtig aussieht, müsste mich doch eigentlich durchlassen? ;)

Es kommt anders: Ich werde zu seiner Kollegin gebeten, die meinen Pass scannt, um dann doch den Kollegen mit dem Turban zur Hilfe zu holen. Er beginnt gleich auf mich einzureden: „Is this your first time in the US?“ – „Yes, Sir.“ – „So for what reason are you here?“ – “I’m on holiday and visiting friends.” – “So how does it come that you have friends here if you have never been in the US?” – “Because I am German and they are German too.” Gnaaah, was für ein Arschloch.

Es hilft alles nichts, ich muss ins Büro der Homeland Security mitkommen. Nach 10 Minuten Warten werde ich dort an einen Schreibtisch gebeten, wo ein Schwarzer und ein Hispanic ihren Fragenkatalog abwälzen: Ob ich schon mal in einem arabischen Land war, welche Nationalität die Eltern haben, wann ich wieder ausreise, Name und Adresse des Arbeitgebers und vieles mehr. Nach wenigen Minuten darf ich dann aber gehen und werde mit einem „Enjoy your stay“ verabschiedet.

Am Kofferband sind schon alle weg, lediglich sechs Koffer stehen noch einsam und verwaist herum – die von den anderen „Verdächtigen“, die gerade noch verhört werden. Schnell zum Ausgang, der Officer dort schaut nur noch mal kurz in die Unterlagen und lässt mich passieren. Welcome to the USA!

Endlich wird eine Toilette gefunden, schlecht ist mir aber immer noch. Auf den Bus muss ich auch noch eine Weile warten, bis dieser gegen 13:50 Uhr endlich startet. Die Fahrt verbringe ich immer noch mit leichten Magenschmerzen und dem Blick auf die Häuser von Queens. Gerade als die ersten Hochhäuser von Manhattan auftauchen, geht es auch schon in den Tunnel. An der Central Station steige ich aus und versuche mich zu orientieren.
Während ich in Richtung der 45. Straße laufe, bin ich überwältigt von den Häuserschluchten und dem Treiben auf den Straßen. Im Roosevelt Hotel angekommen, kann ich sofort einchecken und begebe mich auf mein Zimmer in der 15. Etage. Geschafft!

Mir ist wieder deutlich besser, ich fühle mich fürs Erste geborgen. Da klopft es an der Zimmertür. Irgendein Manager hatte sich in der Tür geirrt und fragt aber nach, ob ich mit dem Zimmer zufrieden bin. Naja, so der Eindruck der ersten Minuten ist okay: Doppelbett und normal großes Bad. Was ich allerdings die Tage schmerzlich vermissen werde, ist ein richtiger Kleiderschrank. So werde ich teilweise auf dem Koffer leben, was dann doch immer ein wenig aufhält.

Auch ist das Zimmer sehr warm, das Fenster lässt sich aber nicht öffnen. Ich packe die wichtigsten Sachen aus und lege mich für ein paar Minuten aufs Bett. Neuer Schwung kommt in mir auf – ich möchte die Stadt sehen!!

Zunächst erkundige ich die 45. Straße und entdecke den Discountladen „Jacks“. Zwei 1,5 l-Wasserflaschen und eine Tüte Chips sind meine Beute, die ich kurz ins Hotel zurück bringe. Weiter geht’s. Als nächstes lande ich beim Rockefeller Center, beobachte die Menschen auf dem Eis, besuche den NBC-Store und das weitere Erdgeschoss des Gebäudes. Als ich wieder heraus komme, dröhnt mir ein lautes Geräusch entgegen: Fliegen die Flugzeuge hier so tief? Ich blicke zum Himmel, nichts ist zu entdecken. Da wird mir klar, dass das Geräusch nicht von einer einzigen Quelle stammt. Vielmehr ist es der gesamte Lärm der Stadt, der sich durch die Häuserschluchten regelrecht hindurch drängelt. Wow!

Gegen 17.30 Uhr lande ich dann zum ersten Mal auf dem Times Square. Ich fühle mich dort etwas orientierungslos. Zwar erkenne ich ihn wieder, aber es ist kalt, der Wind pfeift und ich bin doch etwas müde. Spontan erkläre ich jeden, der sich das an Silvester antut, für nicht ganz sauber. Für mich wäre das nichts! ;)

Ich schreite auf und ab, schaue mal hierhin und mal dort. Immer weiter treibt mich meine Neugier und bald bin ich in Hells Kitchen gelandet. Auch hier ist vieles befremdlich, aber die Häuser sind wenigstens nicht mehr so hoch. Ein junger Mann drückt mir zwei Flyer für eine Musikbar samt Menu in die Hand, ich bedanke mich und stecke diese tatsächlich ein. Kurz darauf entdecke einen Italiener, der sehr einladend aussieht und beschließe, noch ein wenig weiter zu suchen und ansonsten dorthin zurück zu kehren. Natürlich finde ich nichts Besseres und den Italiener auch nicht mehr.

Außerdem ist es immer noch kalt. Langsam gehe ich zurück Richtung Hotel und kehre schließlich bei einer Self-Service-Kneipe namens „Little Italy“ ein. Erschöpft warte ich auf das Essen. Müde kehre ich irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr ins Hotel zurück- im „Cafe 45“ habe ich mir noch einen Tee geholt. Duschen, Tee trinken und den Fernseher anmachen. Auf HBO läuft noch „Now you see me“ – wollte ich eigentlich auch im Kino sehen, also wird der im Liegen noch geguckt, bis die Augen kurz davor sind zuzufallen. Die Nacht wird sehr unruhig, das Zimmer ist warm, mir mal warm, mal kalt. Ich wache öfter auf.

To be continued..
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Miss C.R.E.A.M.
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Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von Miss C.R.E.A.M. »

Oh nein du Armer, diese Art von Extrabehandlung ist echt nicht wünschenswert :-( Aber Hauptsache gut an- und wieder heimgekommen und ich bin gespannt wie es weitergeht :-)
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Marion
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von Marion »

Die Secondary ist unangenehm, das kann ich ich mir gut vorstellen. Ich habe mir übrigens erlaubt, in deinen Bericht ein paar Absätze einzufügen, das macht das Ganze erheblich besser lesbar ;)
MediumTraveller
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Re: Das Abenteuer beginnt - Lost in New York..

Beitrag von MediumTraveller »

Danke, Marion. Eigentlich waren die im Original-Text auch, aber beim Rüberkopieren sind die wie so oft dann rausgeflogen. Der Bericht vom ersten richtigen Tag kommt dann bis übermorgen..
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