NY vom 25.1-1.2.2010

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hohoo
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NY vom 25.1-1.2.2010

Beitrag von hohoo »

Komme leider erst jetzt dazu, unsere Eindrücke des letzten NY-Trips wiederzugeben.

Wir sind zum dritten Mal in Jahresfolge vom 25.1.-1.2. 2010 nach New York geflogen. Und jeder Besuch war schöner, eindrucksvoller als der vorhergehende.
Neben der grandiosen Architektur sprechen mich die Klänge dieser Stadt besonders an: Ob der runde, fließende, vielfarbige Sound der Feuerwehrautos
http://www.youtube.com/watch?v=O3MbJXpm0DQ&feature=channel
http://www.youtube.com/watch?v=QGsGJlCpor4&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=THzLR6K5sFo&NR=1
(würde ich super gern mal mitfahren),
die Sirenen der Krankenwagen und das „Geblubber“ und Heulen der Polizeiautos
http://www.youtube.com/watch?v=opg67BBjbMw&feature=related
oder die rhythmisch-beschwingte, sehr melodiöse und kraftvolle Sprechweise vieler New Yorker, das unglaublich hohe musikalische Niveau in vielen Kirchen (Gospel wie Klassik) oder in der Subway – diese Stadt macht süchtig.

Wir waren im Wyndham Garden TSQ Hotel untergebracht und sehr zufrieden.
Auf den langen Aufzugsfahrten lernte ich 4 sympathische, spontane Freundinnen aus Michigan kennen, die mich mit „hi5“ begrüßten, was für ein Empfang!

Auch in diesem Jahr hat es wieder mit einem Big Apple Greeter geklappt:
Die sympathisch-herzliche Pat (weiblich) zeigte mir nahezu 4h lang in einer sehr interessanten Tour u.a. deutsche Spuren in dieser Stadt – z.B. im Rockefeller „Würschtel aus Hoyerswerda“,
oder die Vorderseite des Deutsch-Amerikanischen Schützenvereins – da habe ich nicht schlecht gestaunt – solche Traditionen kenne ich nur vom heimatlichen westfälischen Dorf.

Fortsetzung folgt (mit Fotos)
MarcusEF
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Re: NY vom 25.1-1.2.2010

Beitrag von MarcusEF »

Freue mich schon auf die Fotos. Gibts auch welche aus dem Hotel?
hohoo
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Re: NY vom 25.1-1.2.2010

Beitrag von hohoo »

vom Hotel habe ich leider nur "private" Fotos, die ich hier nicht einstelle,
aber tripadvisor wirst Du fündig :-))

Nun weiter mit dem Foto zum deutsch-amerikanischen Schützenverein:
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http://dasvorg.ning.com/

Pat und ich hatten anregende Diskussionen u.a. über Obama / Bush, Rechts-Radikalismus in USA / Deutschland. Sie ist farbig, war vor einigen Jahren im kölner Umland zu Besuch und hatte den rheinischen Frohsinn und köllsche Toleranz sehr genossen.

Sie führte mich durch ihre Lieblingsbibiliotheken, die z.T. mit zahlreichen Internet-Terminals ausgestattet sind:
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Pat empfahl mir den ihrer Meinung nach besten Käsekuchen New Yorks:
„Juniors“ in der Grand Central Station auf dem Lower Level Dining Concourse http://www.juniorscheesecake.com/ - zart-cremig, nicht zu süß– welch ein Genusssss!

Wie in den Jahren zuvor zog es meine Freundin und mich in die „Met“ – „Carmen“ von Bizet“. Die Inszenierung war sehr traditionell, die musikalische Qualität herausragend.
Sei es Brandon Jovanovich als Don José, der mit einer sehr beweglichen, aussdrucksstarken Stimme ein phantastisches Debüt in dieser Rolle lieferte,
sei es der sehr homogen und potent klingende Opernchor,
der musikalisch wie szenisch spielfreudige und hochprofessionelle Kinderchor,
das sehr gut differenzierende, leidenschaftlich aufspielende Orchester oder schließlich das Ballett mit seinem erotisch-sprühenden Tango / Flamenco –
einfach ein bewegender Höhepunkt.
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Die Sonne hat uns, wie in den Vorjahren, sehr verwöhnt.
Auch ruhige Momente gab es – der Vorteil in dieser Reisezeit:
z.B. an der South Ferry im mittäglichem Sonnenschein auf einer Bank sitzend mit Blick auf Miss Liberty –
im Hintergrund singt ein Kubaner im Halbplayback melancholische spanische Lieder – Entspannung pur.

Auch dieses Mal besuchten wir am Donnerstag die Hip-Hop-Chrch
http://www.nyc-guide.de/forum/viewtopic.php?p=171821#p171821
und am Sonntag den Gospel-Gottesdienst in der Brooklyn Tabernacle Church.
Am Tag zuvor lernte ich einen sympathischen Verkäufer im Century 21 kennen, der mich hervorragend bei der Anzug-Wahl beraten hat.
Ich staunte nicht schlecht, als ich ihn am folgenden Tag als einen der Vorsänger des Brooklyn Tabernacle Chores im Gottesdienst erblickte.

Am besagten Sonntag besuchten wir diverse Kirchen / Gottesdienste u.a. St. Patrick.
Der Erzbischof predigt - wirkt dabei angenehm natürlich, humorvoll, lebendig – wow! So lebensnah habe ich in Deutschland bislang keinen Bischof erlebt. Erstaunlich auch die Lektorin – so erfrischend authentisch, attraktiv, klar und mit warmer Stimme artikulierend - wie einladend, kurzweilig, lebendig doch Kirche sein kann :-)

Ein eindrucksvolles Erlebnis war auch der Gottesdienst in der St. Thomas Church in der Fifth Avenue.
http://www.saintthomaschurch.org/worship/overview
Kirchenmusikalisch begeisterte uns der sehr versierte, stimmlich starke und hochmusikalische Knabenchor.

Mittags besuchten wir dann den genannten Familien - Gottesdienst in der Brooklyn Tabernacle Church – wieder ein tolles, rührendes Erlebnis!
http://www.nyc-guide.de/forum/viewtopic.php?p=171824#p171824

Hier noch einige Fotos -querbeet ...
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Wir hoffen, dass wir baldestmöglich wieder in "unsere" Stadt kommen ...
zunächst ist der Ferne Osten angesagt (beruflich).
Hätte mir vor drei Jahren nicht träumen lassen,
dass wir im Jahresrhythmus diese wunderbare Stadt erkunden können :lol:
hohoo
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Re: NY vom 25.1-1.2.2010

Beitrag von hohoo »

Ein weiteres Highlight war der Jazz-Club "Birdland" http://www.birdlandjazz.com/,
in dem wir Tierney Sutton mit ihrer Combo erlebten.

Wir saßen direkt vor der Bühne, konnten die Band hautnah erleben,
vor allem aber den begnadeten Pianisten und Schlagzeuger bei einem guten Tropfen Shiraz und Chardonnay genießen.
Schon irre, wie ein Schlagzeuger mit seinen Drums quasi singen kann - sehr gefühlvoll, variabel, einfallsreich ...
Tierney Sutton wirkte etwas spröde und sehr angespannt, klopfte mit gespreizten Fingern den Rhythmus, ihre Stimme klang "eng" - sie machte einen kontrollierten Eindruck.
Dennoch war es toll, so unmittelbar in entspannter, gediegener Atmosphäre die ansprechenden Arrangements zu genießen.


Schön war es, spätabends noch einmal allein auf Streifzug zu gehen, um das nächtliche, magische New York aufzusaugen.

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Am letzten Tag gingen wir bei strahlendem Sonnenschein über die Brooklyn Bridge, um uns von NY zu verabschieden.
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Berührt hat uns der Besuch von St. Paul´s Chapel,
http://www.trinitywallstreet.org/congregation/spc/
"Sie war in den Tagen nach dem 11.Septemper Anlaufstelle für die Rettungskräfte die nach Überlebenden gesucht haben, daher wird diese Kirche seit dem auch "Kirche der Hoffnung" genannt. Es ist ein bewegender Ort an dem auch heute noch spürbar ist, wie groß dieses Trauma in New York ist und wohl immer sein wird! Der 11. September ist in New York auch heute noch allgegenwärtig!" http://www.ffw-gera.de/aktuelles/446-aermelabzeichen-in-der-qstpauls-chape-of-new-york-cityq-niedergelegt


Bewegend, wie groß seinerzeit die Solidarität war, wie stark das spontane Engagement.
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Schön zu sehen, wie tröstlich Musik sein kann ...
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