New York Reiseführer - NYC-Guide.de | New York City zum Dritten... | Teil 2

New York City zum Dritten...

Freitag, 31.12.2004

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von Florian Bachmann

Ja, über Nacht verwandelte sich die Stadt in eine Anti-Terror-Festung. Bewaffnete Soldaten bewachten u. a. die Penn Station. Polizei in Hundertschaften teilweise mit Helm, Knüppel und Maschinenpistolen oder auf Pferden machten Midtown zu einer Festung - für uns irgendwie unheimlich und unwirklich. Bringt dass absolute Sicherheit?

Aber von Anfang an, wir gingen morgens um 8.30 Uhr zum Empire, um uns früh genug anzustellen. Dank der vorbestellten Karten ging das alles sehr schnell, jedoch fanden wir den Skyride absolut nicht beeindruckend. Beim nächsten Mal, im September 2006, sind wir schlauer.

Die Aussicht war aufgrund des Wetters nicht so berauschend wie sonst, aber in diesem Moment war das natürlich Nebensache - die Stadt zu Füßen, ein absoluter Traum.

Danach liefen wir zur USS Intrepid, einem alten Flugzeugträger, und bestaunten diverse ausgestellte Flugzeuge und schauten Filme über die Geschichte dieses Schiffes, die 14 Dollar pro Personen lohnen sich wirklich.

Nach 2 Stunden fuhren wir mit dem Bus wieder Richtung Theater Distrikt und dort "entdeckten" wir zufälligerweise das Loewe Cinema.

Ein Tempel von Kino und es gab auch einen interessanten Film. "Meet the Fockers" sollte er heißen - damit war unser Nachmittag "gerettet", denn nach Laufen war uns langsam nicht mehr. Der Film köstlich, das Popcorn schmeckte sehr ungewohnt. Warmes, salziges und mit flüssiger Butter übergossenes Popcorn. Die Cola war jedoch um so besser.

Zwei Stunden später spazierten wir langsam wieder zu unserem Hotel. Es dämmerte langsam und wer dachte, mehr Polizei als vorhin, ging nicht, der irrte. Überall Polizei, die Hubschrauber donnerten über Midtown Manhattan - wir fühlten uns jetzt das erste Mal, seitdem wir New York besuchen, sehr unwohl. Man spürte die Anspannung und mir ging durch den Kopf, was wäre wenn jetzt irgendetwas passiert.

Im Hotel entspannten wir einige Stunden und bereiteten uns auf unsere "Party" vor. Wir fuhren um 22:00 Uhr mit der U-Bahn nach Downtown. Als wir ausstiegen, die Überraschung: Da unten war nix, aber auch gar nix los - wir gingen zum Aufgang der Brooklyn Bridge und schlenderten Richtung Brückenmitte. Wir mussten immer wieder stoppen, um uns die schöne Skyline anzuschauen. Als wir in der Mitte ankamen, die Überraschung: Max. 5 Leute und wir hatten noch 80 Minuten Zeit. Wir spazierten hin und her, schauten und staunten. Es gibt auch immer wieder neue Dinge zu entdecken in dieser Stadt. Um Mitternacht hatten sich ca. 300 Leute auf der Brücke versammelt, eine nette muntere Gesellschaft. Wir begrüßten das neue Jahr einmal ganz anders und in der Stadt, die niemals schläft, schien kurz Ruhe einzukehren. Ein kleines Feuerwerk in New Jersey konnten wir bewundern und auch von Midtown konnte man ein wenig Feuerwerk sehen - Sylvester einmal total anders.

Den Abend ließen wir dann noch mit 1-2 Budweiser ausklingen.

Samstag, 1.1.2005




Da es uns die Serie King of Queens schon seit einigen Jahren begeistert, wollten, nein, mussten wir unbedingt noch mal nach Queens. Ein Stadtteil, der wirklich nicht langweilig ist und auch sein Recht hat, erobert zu werden.

Als wir aus der U-Bahn stiegen, sahen wir gleich das was wir suchten - das Queens Center. Doch erst liefen wir los. Die Penelope Avenue zu suchen der fiktiven Heimat der beiden mit dem alten Mann im Keller. Durch meine Ungeduld und Faulheit verwarfen wir den Plan, nachdem wir den Queens Stadtplan genauer untersucht hatten - warum ist diese Stadt auch so groß?

Wir durchstreiften einige Reihenhausstraßen, wie die aus der genannten Serie, die alle einen gewissen Charme haben. Wir waren begeistert, ein wirklich schöner Ort bei schönem Wetter.

Später gingen wir ins Queens Center Shoppen - ein wahnsinns Teil.

Wir stärkten uns später in der Food Mall, einer ganzen Etage im Keller mit 20 verschiedenen Fastfood Ketten. Wir entschieden uns für KFC (ups Schleichwerbung).

Den Abend verbrachten wir wieder in Midtown Manhattan, denn morgen sollte ja der Höhepunkt unserer NYC Reise stattfinden.

Sonntag, 2.1.2005




Morgens um 8.00 Uhr klingelte das Telefon und Hermann Pichler war am Telefon. Wir hatten heute den Termin, mit ihm Brooklyn zu erkunden. Er musste aber dringend nach Philadelphia und die Tour absagen, es täte ihm auch sehr leid, aber es ergab sich spontan und wäre unumgänglich. Nun ja, wir versicherten ihm, dass es zwar schade wäre, aber nicht zu ändern - sodass wir unsere Tour mit ihm auf 2006 verschoben haben (Hermann das gilt! Wir melden uns!).

So, was macht man an einem Tag in NYC, den man in Brooklyn verplant hatte? RICHTIG, man geht in den Central Park (logisch). Wir stiefelten durch den schönen Park und bewunderten das rege Treiben und das, obwohl es ziemlich kalt und ungemütlich war. Wir lauschten den Musikern und bewunderten die Eisläufer. Ein Schandfleck in diesem Park ist allerdings definitiv die Pferdequälerei, zumindest eine sehr fragwürdiger Art, sich fortzubewegen.

Den Nachmittag verbrachten wir noch in der wunderschönen Upper Westside. Wir waren endlos traurig über die Tatsache, New York morgen verlassen zu müssen aber es ist wie es ist. Am Abend kauften wir noch ein bißchen ein und aßen beim Deli um die Ecke unser letztes New Yorker Mahl.

Montag, 3.1.2005




Die U-Bahn Fahrt während der morgendlichen "rush hour" lies uns mal wieder etwas Neues von New York erleben. Alles klappte, sodass man pünktlich den JFK Airport erreichte. Die Reise sollte ja nun nach Miami weitergehen nur irgendwie konnten wir uns nicht freuen.

Wir wollten hier bleiben.
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