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BeitragVerfasst: 15.05.2018, 23:21 
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:lol: nur mal so eine Frage: Was kann Euch eigentlich den Appetit verderben? :lol:
Es macht Spaß mit Euch unterwegs zu sein, Danke für die Mühe die Ihr Euch hier macht. :coffee:

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Liebe Grüsse Hannemie :)



For this message the author Hannemie has received thanks: Ronny-Bonny (16.05.2018, 06:40)
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BeitragVerfasst: 16.05.2018, 13:28 
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Tolle Fotos und super Bericht...weiter so....macht echt Spaß mit euch zu reisen!



For this message the author bravejovi has received thanks: Yvonne_93 (16.05.2018, 13:33)
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BeitragVerfasst: 16.05.2018, 15:57 
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Mensch ihr habt einen Appetit und könnt was verdrücken. Warum vermisst ihr bei nur wenigen Tagen deutsches Essen?

Schade, dass ihr das griffith obsovatorium nicht geschafft habt. Das ist für mich einer der schönsten Plätze in LA.

Weiterhin sehr unterhaltsam der Reisebericht.

_________________
10/2011, 09/2013, 12/2014 NYC
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BeitragVerfasst: 23.05.2018, 22:46 
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@Hannemie Haha 8) Wir haben immer Hunger. Dankeschön!! :)

@bravejovi Vielen lieben Dank! Das freut uns sehr :)

Nightwish80 hat geschrieben:
Mensch ihr habt einen Appetit und könnt was verdrücken. Warum vermisst ihr bei nur wenigen Tagen deutsches Essen?

Schade, dass ihr das griffith obsovatorium nicht geschafft habt. Das ist für mich einer der schönsten Plätze in LA.

Weiterhin sehr unterhaltsam der Reisebericht.

Oh, danke. :lol: Wir sind was Essen angeht ein Gewohnheitsmensch und wir lieben Kartoffeln.
Ja, das haben wir bewusst ausgelassen, weil wir entweder RC Park oder das Griffith machen wollten.

Vielen lieben Dank!

Tut mir leid, das es gerade nicht weiter geht. Bei mir geht es grad etwas drunter und drüber, weil ich einen Master Studienplatz bekommen habe! :daumen2: Es geht wieder nach Erlangen. :lol: Aber am Wochenende schreiben wir weiter und ihr könnt euch auf ein paar schöne Fotos und unser Highlight des Urlaubs freuen. :wink:



For this message the author Yvonne_93 has received thanks: 3 bravejovi (23.05.2018, 23:54), Nightwish80 (24.05.2018, 07:03), Ronny-Bonny (24.05.2018, 06:55)
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BeitragVerfasst: 24.05.2018, 07:05 
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Yvonne_93 hat geschrieben:
@Hannemie Haha 8) Wir haben immer Hunger. Dankeschön!! :)

@bravejovi Vielen lieben Dank! Das freut uns sehr :)

Nightwish80 hat geschrieben:
Mensch ihr habt einen Appetit und könnt was verdrücken. Warum vermisst ihr bei nur wenigen Tagen deutsches Essen?

Schade, dass ihr das griffith obsovatorium nicht geschafft habt. Das ist für mich einer der schönsten Plätze in LA.

Weiterhin sehr unterhaltsam der Reisebericht.

Oh, danke. :lol: Wir sind was Essen angeht ein Gewohnheitsmensch und wir lieben Kartoffeln.
Ja, das haben wir bewusst ausgelassen, weil wir entweder RC Park oder das Griffith machen wollten.

Vielen lieben Dank!

Tut mir leid, das es gerade nicht weiter geht. Bei mir geht es grad etwas drunter und drüber, weil ich einen Master Studienplatz bekommen habe! :daumen2: Es geht wieder nach Erlangen. :lol: Aber am Wochenende schreiben wir weiter und ihr könnt euch auf ein paar schöne Fotos und unser Highlight des Urlaubs freuen. :wink:


Na dann herzlichen Glückwunsch! Vielleicht laufen wir uns dann mal über den Weg.
ich bin auch ein Gewohnheitsmensch, aber gerade in den USA gibt es viel Auswahl an Essen und es sind ja nur ein paar Tage.
ich bin gespannt, was ihr für Highlights so erlebt habt.

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For this message the author Nightwish80 has received thanks: Yvonne_93 (28.05.2018, 09:15)
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BeitragVerfasst: 28.05.2018, 10:57 
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Nightwish80 hat geschrieben:
Na dann herzlichen Glückwunsch! Vielleicht laufen wir uns dann mal über den Weg.

Dankeschön! Wäre toll. :daumen2:

Samstag, 20.04.2018

Nach der ziemlich schlaflosen Nacht durch das Kind nebenan holte uns der Shuttle um kurz nach 6 Uhr ab und brachte uns zum Flughafen. Die Fahrt war wirklich interessant, denn wir reflektieren viel über den bisherigen Urlaub. Vor gut einer Woche war es uns noch so schlecht gegangen, dass wir überlegt hatten den Urlaub abzubrechen und jetzt verließen wir schon wieder Los Angeles! Nadine war froh, weil sie Los Angeles selbst nicht so super mag und ihr die "Beach-Vibes" auf die Nerven gingen, aber ich war auch etwas wehmütig. Da hatte ich es doch tatsächlich trotz aller Hürden nach Los Angeles und Santa Monica geschafft. Die Stadt war toll, Santa Monica aber besser, Venice Beach war nicht meins...aber es hat sich gelohnt und ein paar wirklich schöne Tage waren vorbei. Es ging wieder weiter und ich war schon ganz gespannt, was jetzt noch so kommen würde. Die Fahrt über unterhielten sich ein Fahrer und eine Frau die ganze Zeit, weil sie beide Vets waren (Army und Marine) und die Frau redete über das Wetter in NY im Gegensatz zur Sonne in LA und das sie ihre Familie in Philadelphia ("Philly") fast nie besuchen würde, weil ihr das zu kalt war. Echt interessant! Während die Palmen so an uns vorbei zogen, zog ich nochmal alles auf, bis wir am Flughafen ankamen und es hieß Abschied nehmen.

Im LAX war schon gut was los, wir holten uns noch etwas zu Essen und dann war es auch schon Zeit für Check in und Start. Wir flogen mit United ohne Entertainment Programm in einer sehr kleinen Maschine: Nur zwei Sitzreihen (statt drei) und je nur zwei Sitze. Nadine war dezent am durchdrehen. Kleine Flugzeuge sind also viel schlimmer als normale Flugzeuge. Sie starrte die ganze Zeit aus dem Fenster, war nicht ansprechbar, ich versuchte sie abzulenken, wobei sie mich dabei nicht angucken konnte, weil sie dann auch in das Flugzeug sah und sie redete nur davon, wie langsam das Flugzeug voran kam. Zum Glück flogen wir nicht über den Wolken, sodass Nadine viele Fotos und Videos machen konnte, während sie so an der Scheibe klebte.

Bild

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Die Landung war zum Glück in Ordnung und ich war auch froh, dass der Flug so kurz war. Gegen 11 Uhr landeten wir in SF und staunten erstmal über das Wasser, das man ja schon von der Landefläche aus sehen konnte.

Wir holten unser Gepäck, suchten die Züge und fuhren mit dem Air Train und dann weiter nach Oakland und von da aus dann nach Richmond. Die Züge waren echt in Ordnung und auch die Fahrten dauerten nicht zu lange. Der anstrengende Teil würde erst gegen Ende des Tages kommen oder wenn man alle kleinen Fahrten addierte und dann erschöpft war. Dort angekommen hatten wir einen Bären Hunger, aber weit und breit sahen wir einfach nichts. Wir holten uns einiges in dem kleinen Kiosk und sahen skeptisch auf die Schilder (No Drugs, No Guns) und schlichen uns an einigen Jugendlichen und Obdachlosen vorbei. Nachdem der langsamste Aufzug der Welt wieder oben am Gleis ankam, setze ich mich einfach mit dem ganzen Gepäck hin und Nadine zog nochmal los, um etwas zu Essen zu suchen. Bis zum nächsten Zug nach Merced sollte es noch fast eine Stunde dauern.

Bild

Ich wartete und wartete, während mich ein Mann anquatschte, woher ich kam, wohin ich wollte, was ich da machte usw. Immer noch sehr gewöhnungsbedürftig, aber wir hatten ja schon in Los Angeles die Erfahrung gemacht, dass einen Leute einfach zu ansprachen. Die Sonne knallte schon wieder und ich sah immer öfter auf die Uhr, weil es mir wie eine Ewigkeit vorkam und mein Kopf schon alle Möglichkeiten durchging. Nadine hatte sich verlaufen und kein Netz, Nadine war in dem langsamen Aufzug stecken geblieben...die Erleichterung war groß, als sie dann wieder auftauchte! Noch 15 Minuten bis zum Zug und sie erzählte mir von ihrem "Kampf" mit dem Laden Besitzer, der keine Hawaii Pizza kannte und etwas länger brauchte. Aber gut, schnell so viel wie möglich gegessen und dann machten wir uns auch schon bereit zur Weiterfahrt.

Im Zug setzten wir uns ganz unten hin und diskutierten dann kurz mit dem Schaffner, weil eigentlich alle oben sitzen sollten. Nachdem wir ihm aber von unserer schnellen Reiseübelkeit und der Fahrt nach Boston erzählten, die ja oben viel schlimmer war als unten, willigte er ein und lies uns gewähren. Der Armtrak Train war wirklich in Ordnung, es ruckelte nur ab und an und die Aussicht vom Zug war wirklich wunderschön: So viel Wasser und dazu noch die Sonne...ein Traum.

In Merced angekommen schien die Hitze noch mal zugenommen zu haben und wir stellten ernüchtert fest, dass die Station wie befürchtet ziemlich verlassen war. Weit und breit kein Essen! Hach. Aber ließ sich ja nicht ändern. Wir knabberten also an unseren Resten Kuchen und Lunchables, die wir am Flughafen entdeckt hatten und sehr praktisch und lecker waren. Es gab natürlich keinerlei Hinweis, wann der nächste Shuttle Bus zum Yosemite National Park fuhr und wir setzen uns einfach mit unserem Gepäck an den Straßenrand auf den Bordstein. Wir wartete 45 Minuten lang, aber um 18.30 Uhr war immer noch kein Shuttle Bus in Sicht. Puh. Unsere Laune war damit dann auch im Keller und während wir so in der Hitze auf unserem Gepäck bzw. der Straßen saßen, machte sich auch die lange Anreise bemerkbar. Ich wollte einfach nur ankommen und hatte keine Lust mehr. Mit Ungewissheit habe ich es ja. :lol: Zu uns gesellten sich ein paar Leute, die auch zum Yosemite wollten und ein, wie wir es nannten, Happy Couple. Dieses Pärchen sah schon perfekt vorbereitet aus, mit Rucksack und Yoga Leggings, Regenjacke und Wanderstiefeln. Sie waren die ganze Zeit so positiv und lachten und hach, es war ja alles so gut. Irgendwann würde der Bus schon kommen. Ja super.

Endlich kam der besagte Bus und wir sprangen begeistert auf! Es konnte weiter gehen. Wenn United den Hinflug nach SF nicht nach hinten verschoben und dieser Bus eher gekommen wären, wären wir ja schon viel eher im Park gewesen. Mit dem Gepäck folgte allerdings die Ernüchterung an der Tür: Nein, dieser Bus fährt nicht zum Park. Er setzt die Leute nur ab. Ernsthaft. Wir setzten uns also genervt zurück auf unsere Koffer und das Happy Couple fragte nach einer Einschätzung, wann der nächste Bus kommen würde? 90 Minuten. 90. Wirklich, 90 Minuten! Das konnte doch nicht wahr sein. Wir brauchten Schokolade und bekamen am Automaten in der Station Snickers.

Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte ;)
Bild

Unser Happy Couple konnte das natürlich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, alles war doch so super! Wir würden ja schon in den Park kommen. Ach wie schön. Ein Mann aß Sonnenblumenkerne und spuckte sie auf die Straße, was mich dezent wahnsinnig machte und andere beobachteten den Obdachlosen, der Flaschen sammelte. Bei zwei weiteren Bussen machte sich Hoffnung breit, die dann aber durch die Fahrer wieder erloschen wurde, weil sie nur Leute absetzten und uns nicht mitnahmen.

Wir hatten nicht mal WLAN und schlugen irgendwie die Zeit tot. Das der nächste Bus wirklich um die Zeit kommen würde, wusste ja auch keiner. Gegen 20 Uhr dann endlich die Erlösung! Der Bus hielt nicht nur an, sondern lies uns alle auch einsteigen! Neben uns und dem Happy Couple waren noch sechs andere Leute dabei. Einer mit Cowboy Hut und Fahrrad. Im Bus war es eisig kalt und meinen Pullover hatte ich bei der Hitze natürlich in den Koffer gestopft. Na gut. Die Fahrt dauerte eine ganze Weile und obwohl wir kein WLAN hatten, ging es echt mit der Dauer. Denn die Aussicht war wunderschön. Nadine kriegte sich vor Begeisterung gar nicht mehr ein, sie war wirklich hin und weg! Wie die Sonne die Wiesen, Wälder und Täler in goldenes Licht tauchte und das satte Grün leuchtete, das war schon fast magisch.

Bild

Bei manchen Kurven war ich äußerst dankbar, das wir von Anfang an gesagt hatten, nicht mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, denn ich wäre im Leben nicht am Abgrund oder auf den schmalen Straßen gefahren.

Nach gut 1,5 Stunden hielt der Bus an, aber wir waren doch noch nicht da! Mittlerweile war es auch stockdunkel draußen. Aber: Heute fuhr der Bus nur bis zum Visitor Center. Endstation und alle aussteigen. Na wunderbar. Unser Happy Couple bedankte sich natürlich überschwänglich, dass der Bus überhaupt gefahren war und stellten sich vor die Karte, um mit der Taschenlampe in der Dunkelheit zu lesen. Sie sahen erfahren aus, also hängten wir uns einfach dran und fragten sie, wie wir wohl zum Half Dome Village kamen. Was für ein Zufall, dass das sie da auch hin mussten! Immerhin waren wir dann mitten im Wald in der Dunkelheit nicht ganz alleine. Das Happy Couple wartete begeistert und ich sah immer wieder auf die Uhr. Nach einigen Minuten kam zum Glück der kostenlose Shuttle Bus an, der immer durch den Park fuhr und jetzt seine letzte Tour hatte. Was für ein Glück. Wir stiegen also mit dem Happy Couple zu und warteten gespannt, währen der Bus sich immer weiter füllte. Zum Glück waren die Ansagen laut genug und wir behielten unser Happy Couple im Blick, falls sie ausstiegen und wir das Camp verpassten. Um 22 Uhr war es dann endlich so weit! Ankunft Half Dome Village.

Was für ein Tag. An der Rezeption erfuhren wir, dass unser Happy Couple auf Hochzeitsreise war und volle 6 Tage in den besseren Hütten im Camp blieben. Hui, bei den Preisen eine schöne Summe. Aber bestimmt schön. Die Frau war sehr nett, erzählte uns von Bären und den Gegebenheiten, wir bekamen unsere Schlüssel, zückten das Handy als Taschenlampe und stiefelten ziemlich blind durch den Wald. Nach einmal verlaufen und der Bestätigung, dass Koffer nicht für Waldboden gemacht waren, kamen wir ziemlich erschöpft und erleichtert zugleich an unserer beheizten Hütte an. Das Zelt war in Ordnung, viel zu heiß, also Heizung runter, Schloss zu, Sachen in die Bärenbox, Handy ans Akku und dann legten wir uns auch schon ziemlich zügig in die etwas unbequemen Betten mit den kratzigen, groben Decken. Jetzt waren wir also tatsächlich da: Im Yosemite National Park!

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For this message the author Federleicht has received thanks: 2 Hannemie (28.05.2018, 12:48), Ronny-Bonny (29.05.2018, 20:01)
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Nightwish80 hat geschrieben:
Na dann herzlichen Glückwunsch! Vielleicht laufen wir uns dann mal über den Weg.

Dankeschön! Wäre toll. :daumen2:

Samstag, 20.04.2018

Nach der ziemlich schlaflosen Nacht durch das Kind nebenan holte uns der Shuttle um kurz nach 6 Uhr ab und brachte uns zum Flughafen. Die Fahrt war wirklich interessant, denn wir reflektieren viel über den bisherigen Urlaub. Vor gut einer Woche war es uns noch so schlecht gegangen, dass wir überlegt hatten den Urlaub abzubrechen und jetzt verließen wir schon wieder Los Angeles! Nadine war froh, weil sie Los Angeles selbst nicht so super mag und ihr die "Beach-Vibes" auf die Nerven gingen, aber ich war auch etwas wehmütig. Da hatte ich es doch tatsächlich trotz aller Hürden nach Los Angeles und Santa Monica geschafft. Die Stadt war toll, Santa Monica aber besser, Venice Beach war nicht meins...aber es hat sich gelohnt und ein paar wirklich schöne Tage waren vorbei. Es ging wieder weiter und ich war schon ganz gespannt, was jetzt noch so kommen würde. Die Fahrt über unterhielten sich ein Fahrer und eine Frau die ganze Zeit, weil sie beide Vets waren (Army und Marine) und die Frau redete über das Wetter in NY im Gegensatz zur Sonne in LA und das sie ihre Familie in Philadelphia ("Philly") fast nie besuchen würde, weil ihr das zu kalt war. Echt interessant! Während die Palmen so an uns vorbei zogen, zog ich nochmal alles auf, bis wir am Flughafen ankamen und es hieß Abschied nehmen.

Im LAX war schon gut was los, wir holten uns noch etwas zu Essen und dann war es auch schon Zeit für Check in und Start. Wir flogen mit United ohne Entertainment Programm in einer sehr kleinen Maschine: Nur zwei Sitzreihen (statt drei) und je nur zwei Sitze. Nadine war dezent am durchdrehen. Kleine Flugzeuge sind also viel schlimmer als normale Flugzeuge. Sie starrte die ganze Zeit aus dem Fenster, war nicht ansprechbar, ich versuchte sie abzulenken, wobei sie mich dabei nicht angucken konnte, weil sie dann auch in das Flugzeug sah und sie redete nur davon, wie langsam das Flugzeug voran kam. Zum Glück flogen wir nicht über den Wolken, sodass Nadine viele Fotos und Videos machen konnte, während sie so an der Scheibe klebte.

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Die Landung war zum Glück in Ordnung und ich war auch froh, dass der Flug so kurz war. Gegen 11 Uhr landeten wir in SF und staunten erstmal über das Wasser, das man ja schon von der Landefläche aus sehen konnte.

Wir holten unser Gepäck, suchten die Züge und fuhren mit dem Air Train und dann weiter nach Oakland und von da aus dann nach Richmond. Die Züge waren echt in Ordnung und auch die Fahrten dauerten nicht zu lange. Der anstrengende Teil würde erst gegen Ende des Tages kommen oder wenn man alle kleinen Fahrten addierte und dann erschöpft war. Dort angekommen hatten wir einen Bären Hunger, aber weit und breit sahen wir einfach nichts. Wir holten uns einiges in dem kleinen Kiosk und sahen skeptisch auf die Schilder (No Drugs, No Guns) und schlichen uns an einigen Jugendlichen und Obdachlosen vorbei. Nachdem der langsamste Aufzug der Welt wieder oben am Gleis ankam, setze ich mich einfach mit dem ganzen Gepäck hin und Nadine zog nochmal los, um etwas zu Essen zu suchen. Bis zum nächsten Zug nach Merced sollte es noch fast eine Stunde dauern.

Bild

Ich wartete und wartete, während mich ein Mann anquatschte, woher ich kam, wohin ich wollte, was ich da machte usw. Immer noch sehr gewöhnungsbedürftig, aber wir hatten ja schon in Los Angeles die Erfahrung gemacht, dass einen Leute einfach zu ansprachen. Die Sonne knallte schon wieder und ich sah immer öfter auf die Uhr, weil es mir wie eine Ewigkeit vorkam und mein Kopf schon alle Möglichkeiten durchging. Nadine hatte sich verlaufen und kein Netz, Nadine war in dem langsamen Aufzug stecken geblieben...die Erleichterung war groß, als sie dann wieder auftauchte! Noch 15 Minuten bis zum Zug und sie erzählte mir von ihrem "Kampf" mit dem Laden Besitzer, der keine Hawaii Pizza kannte und etwas länger brauchte. Aber gut, schnell so viel wie möglich gegessen und dann machten wir uns auch schon bereit zur Weiterfahrt.

Im Zug setzten wir uns ganz unten hin und diskutierten dann kurz mit dem Schaffner, weil eigentlich alle oben sitzen sollten. Nachdem wir ihm aber von unserer schnellen Reiseübelkeit und der Fahrt nach Boston erzählten, die ja oben viel schlimmer war als unten, willigte er ein und lies uns gewähren. Der Armtrak Train war wirklich in Ordnung, es ruckelte nur ab und an und die Aussicht vom Zug war wirklich wunderschön: So viel Wasser und dazu noch die Sonne...ein Traum.

In Merced angekommen schien die Hitze noch mal zugenommen zu haben und wir stellten ernüchtert fest, dass die Station wie befürchtet ziemlich verlassen war. Weit und breit kein Essen! Hach. Aber ließ sich ja nicht ändern. Wir knabberten also an unseren Resten Kuchen und Lunchables, die wir am Flughafen entdeckt hatten und sehr praktisch und lecker waren. Es gab natürlich keinerlei Hinweis, wann der nächste Shuttle Bus zum Yosemite National Park fuhr und wir setzen uns einfach mit unserem Gepäck an den Straßenrand auf den Bordstein. Wir wartete 45 Minuten lang, aber um 18.30 Uhr war immer noch kein Shuttle Bus in Sicht. Puh. Unsere Laune war damit dann auch im Keller und während wir so in der Hitze auf unserem Gepäck bzw. der Straßen saßen, machte sich auch die lange Anreise bemerkbar. Ich wollte einfach nur ankommen und hatte keine Lust mehr. Mit Ungewissheit habe ich es ja. :lol: Zu uns gesellten sich ein paar Leute, die auch zum Yosemite wollten und ein, wie wir es nannten, Happy Couple. Dieses Pärchen sah schon perfekt vorbereitet aus, mit Rucksack und Yoga Leggings, Regenjacke und Wanderstiefeln. Sie waren die ganze Zeit so positiv und lachten und hach, es war ja alles so gut. Irgendwann würde der Bus schon kommen. Ja super.

Endlich kam der besagte Bus und wir sprangen begeistert auf! Es konnte weiter gehen. Wenn United den Hinflug nach SF nicht nach hinten verschoben und dieser Bus eher gekommen wären, wären wir ja schon viel eher im Park gewesen. Mit dem Gepäck folgte allerdings die Ernüchterung an der Tür: Nein, dieser Bus fährt nicht zum Park. Er setzt die Leute nur ab. Ernsthaft. Wir setzten uns also genervt zurück auf unsere Koffer und das Happy Couple fragte nach einer Einschätzung, wann der nächste Bus kommen würde? 90 Minuten. 90. Wirklich, 90 Minuten! Das konnte doch nicht wahr sein. Wir brauchten Schokolade und bekamen am Automaten in der Station Snickers.

Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte ;)
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Unser Happy Couple konnte das natürlich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, alles war doch so super! Wir würden ja schon in den Park kommen. Ach wie schön. Ein Mann aß Sonnenblumenkerne und spuckte sie auf die Straße, was mich dezent wahnsinnig machte und andere beobachteten den Obdachlosen, der Flaschen sammelte. Bei zwei weiteren Bussen machte sich Hoffnung breit, die dann aber durch die Fahrer wieder erloschen wurde, weil sie nur Leute absetzten und uns nicht mitnahmen.

Wir hatten nicht mal WLAN und schlugen irgendwie die Zeit tot. Das der nächste Bus wirklich um die Zeit kommen würde, wusste ja auch keiner. Gegen 20 Uhr dann endlich die Erlösung! Der Bus hielt nicht nur an, sondern lies uns alle auch einsteigen! Neben uns und dem Happy Couple waren noch sechs andere Leute dabei. Einer mit Cowboy Hut und Fahrrad. Im Bus war es eisig kalt und meinen Pullover hatte ich bei der Hitze natürlich in den Koffer gestopft. Na gut. Die Fahrt dauerte eine ganze Weile und obwohl wir kein WLAN hatten, ging es echt mit der Dauer. Denn die Aussicht war wunderschön. Nadine kriegte sich vor Begeisterung gar nicht mehr ein, sie war wirklich hin und weg! Wie die Sonne die Wiesen, Wälder und Täler in goldenes Licht tauchte und das satte Grün leuchtete, das war schon fast magisch.

Bild

Bei manchen Kurven war ich äußerst dankbar, das wir von Anfang an gesagt hatten, nicht mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, denn ich wäre im Leben nicht am Abgrund oder auf den schmalen Straßen gefahren.

Nach gut 1,5 Stunden hielt der Bus an, aber wir waren doch noch nicht da! Mittlerweile war es auch stockdunkel draußen. Aber: Heute fuhr der Bus nur bis zum Visitor Center. Endstation und alle aussteigen. Na wunderbar. Unser Happy Couple bedankte sich natürlich überschwänglich, dass der Bus überhaupt gefahren war und stellten sich vor die Karte, um mit der Taschenlampe in der Dunkelheit zu lesen. Sie sahen erfahren aus, also hängten wir uns einfach dran und fragten sie, wie wir wohl zum Half Dome Village kamen. Was für ein Zufall, dass das sie da auch hin mussten! Immerhin waren wir dann mitten im Wald in der Dunkelheit nicht ganz alleine. Das Happy Couple wartete begeistert und ich sah immer wieder auf die Uhr. Nach einigen Minuten kam zum Glück der kostenlose Shuttle Bus an, der immer durch den Park fuhr und jetzt seine letzte Tour hatte. Was für ein Glück. Wir stiegen also mit dem Happy Couple zu und warteten gespannt, währen der Bus sich immer weiter füllte. Zum Glück waren die Ansagen laut genug und wir behielten unser Happy Couple im Blick, falls sie ausstiegen und wir das Camp verpassten. Um 22 Uhr war es dann endlich so weit! Ankunft Half Dome Village.

Was für ein Tag. An der Rezeption erfuhren wir, dass unser Happy Couple auf Hochzeitsreise war und volle 6 Tage in den besseren Hütten im Camp blieben. Hui, bei den Preisen eine schöne Summe. Aber bestimmt schön. Die Frau war sehr nett, erzählte uns von Bären und den Gegebenheiten, wir bekamen unsere Schlüssel, zückten das Handy als Taschenlampe und stiefelten ziemlich blind durch den Wald. Nach einmal verlaufen und der Bestätigung, dass Koffer nicht für Waldboden gemacht waren, kamen wir ziemlich erschöpft und erleichtert zugleich an unserer beheizten Hütte an. Das Zelt war in Ordnung, viel zu heiß, also Heizung runter, Schloss zu, Sachen in die Bärenbox, Handy ans Akku und dann legten wir uns auch schon ziemlich zügig in die etwas unbequemen Betten mit den kratzigen, groben Decken. Jetzt waren wir also tatsächlich da: Im Yosemite National Park!

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BeitragVerfasst: 29.05.2018, 20:07 
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Oh....danke...sehr interessanter Tag....jetzt will ich aber auch schnell wissen, ob 'der Bär' in der Nacht an's Zelt geklopft hat. Bild :wink:

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Bild Status: booked! Bild Im Dezember 2019 gibt es auch wieder eine Reise in den "Christmas Apple". Bild



For this message the author Ronny-Bonny has received thanks: Nightwish80 (29.05.2018, 20:17)
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BeitragVerfasst: 02.06.2018, 10:14 
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Ihr erlebt aber auch Sachen...unfassbar. Echt total krass.

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Ciao :)
NY for ever


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BeitragVerfasst: 02.06.2018, 14:13 
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Was mich interessiert. Hätte es auch einen schnelleren weg in den park gegeben?

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BeitragVerfasst: 02.06.2018, 15:27 
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Ronny-Bonny hat geschrieben:
Oh....danke...sehr interessanter Tag....jetzt will ich aber auch schnell wissen, ob 'der Bär' in der Nacht an's Zelt geklopft hat. Bild :wink:



8) was sollen die Bären da, die Beiden haben doch immer alles alleine aufgegessen 8)

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BeitragVerfasst: 02.06.2018, 15:59 
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Hannemie hat geschrieben:
Ronny-Bonny hat geschrieben:
Oh....danke...sehr interessanter Tag....jetzt will ich aber auch schnell wissen, ob 'der Bär' in der Nacht an's Zelt geklopft hat. Bild :wink:



8) was sollen die Bären da, die Beiden haben doch immer alles alleine aufgegessen 8)


Ich sag dazu mal nix, aber das passt.

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