New York Pass
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BeitragVerfasst: 10.09.2015, 20:33 
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10/2010 Hotel Pennsylvania
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BeitragVerfasst: 11.09.2015, 05:13 
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Nix mit Schneekugel? na gut,dann fahr ich mal rasch nach Boston ;-)

freue mich schon auf St. john's. Fand ich toll damals. schaut auch immer aufs Meer! In den Gewässern zu der Jahreszeit haben wir viele Wale gesehen bzw. deren Fontänen. Natürlich nur, wenn kein Seegang ist ;-)

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Svenja, du bist der Knaller! Mit dir wird es wohl nie langweilig :D

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• 2006 Calgary, Edmonton • 2009 Calgary, Vancouver, Edmonton • 2010 San Francisco, Las Vegas • 2011 Toronto, Vancouver
New York 25.03. - 09.04.2013New York City im Januar 2014 • 2015 New York, Miami, Karibik • 18.01.-25.01.2016 Eishockey, Musical und Blizzard Jonas
2016 24h Island und ein paar Tage Kanada - die etwas andere Reise • 2017 Florida + Kreuzfahrt • 2018 Florida + Kreuzfahrt • 2018 Indian Summer mit der AIDA Diva inkl. NYC



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Schön, dass du wieder berichtest, aber mir fehlen die Shopping-Battles :mrgreen:

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Ciao :)
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BeitragVerfasst: 12.09.2015, 18:05 
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Ich bin kurz vorm Ablegen auch noch schnell an Bord gesprungen und bin gespannt, wie es weiter geht! Wie immer sehr schön geschrieben! :-)

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NYC - 14.-23. Mai 2013 10 Tage NYC - I fell in love with this city!
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10. September 2015


Ausschlafen klappt super. Punkt 7 Uhr bin ich wach. Schaffe es aber tapfer liegen zu bleiben, bis 8! Dann brauche ich Kaffee. Marc hat Lust auf einen Tee. Ich besinne mich auf die lustigen Tablett Teller im Lido Restaurant und beschließe uns Getränke zu besorgen. Kaffee im Bett ist ja auch nett und so kann ich noch den Bericht von gestern fertig tippen bevor wir von Bord gehen.
Ich muss ja nur ein Stockwerk hoch zum Kaffeeautomat und entscheide mich, dass ich das auch in meiner Leggins wagen kann. Ich schaue vorm Verlassen der Kabine kurz in den Spiegel. Denn wie sagt man so schön, Kinder, Betrunkene und Leggins sagen immer wie Wahrheit. Und meine sagt: weniger Schokokuchen zum Nachtisch :daumen3: !

Auf den Plastikteller bekomme ich problemlos 2 Tassen Kaffee, einen Tee, einen Becher und 2 Pakte Milch. Da sieht man mal wie gigantisch die Teile sind. Zum Glück hatte ich früher mal einen Nebenjob in der Gastronomie und balanciere das Tablett trotz Gegenverkehr sicher zur Kabine zurück.
Hier machen wir es uns mit den Getränken im Bett gemütlich. Marc spielt mit seinem Tablet und ich tippe den Bericht zu Ende.
Im Anschluss geht es zum Frühstück. Hier teste ich heute Mal ein frisches Omelette. Als ich als nächstes an der Reihe bin und schon anfange mir die Zutaten fürs Omelette auszusuchen ertönt eine Art Sirene. Eine Durchsage gibt etwas von Feueralarm bekannt. Ja, schon klar. Jetzt habe ich hier so lange angestanden und soll nun wieder so eine blöde Übung machen? Ganz sicher nicht! Aber die Übung scheint nur für die Crew zu sein und ich bekomme mein Omelette.

Wir essen mit Blick auf Saint John an Deck. Wie gemeldet ist das Wetter sehr bescheiden. Aber es regnet nicht mehr und die Wetter App meldet für heute noch Sonnenschein. Also machen wir uns fertig für den Landausflug. Im Hafen angekommen werden wir von netten Volunteers begrüßt. Ein älterer Herr erklärt uns anhand der Karte was es im Ort zu sehen gibt. Auch er erkennt mal wieder, dass wir Deutsche sind und erzählt, dass er während dem Mauerfall in Kiel war.

Wir machen uns mit der Karte auf den Weg Richtung Innenstadt. Marc hat sich noch einen Plan der Touri Busse besorgt. Da ist genau eingezeichnet welche Route der Sightseeing Bus fährt. Wir beschließen nachher die Straßen der Busroute abzulaufen. Dann verpassen wir bestimmt nichts.
Auf dem Weg entdecken wir schon das erste Highlite. Vor dem Polizei Museum steht ein VW Käfer Polizeiauto. Echt süß. Das Museum besteht aus einem kleinen Raum und ist schnell erkundet. Ein weiteres „Museum“ enthält eine alte Ladeneinrichtung. Und sieht original aus wie eine uraltes Lebensmittelgeschäft.

An einer Statur von einem Elch stehen schon einige Touristen Schlange. Wir fotografieren die indische Familie vor uns und wechseln uns dann mit dem amerikanischen Paar hinter uns beim Fotografieren ab. Ich sage es doch immer, es geht auch ohne Deppenzepter (Selfiestick).
Einfach mal nett fragen, dann bekommt man auch schöne Bilder und muss nicht mit so einem bescheuerten Stäbchen durch die Gegend rennen.

In einem kleinen Einkaufscenter haben wir gratis W Lan und ich lade schnell den Reisebericht hoch und schreibe mit meiner Familie bei whats app. Meine Tante macht gerade Urlaub in der Türkei und schickt erschreckende Bilder aus der Umgebung ihres Hotels.
In Saint John gibt es ähnlich wie dem Quincy Markt in Boston eine Halle mit verschiedenen Lebensmittelständen. Wir haben jedoch unser restliches Obst dabei, was wir in New York gekauft haben und essen dies in einem kleinen Park in der Sonne. Nun schlendern wir die Straßen entlang, die auch der Bus abfährt.

In einer alten Kirche halten wir uns länger auf. Ich bin total begeistert. In der Kirche stehen Kisten mit Spielzeug für kleine Kinder. Und an einer kleinen Garderobe hängen Stoffbeutel, die sich Kids ausleihen dürfen. In den Beuteln sind Malbücher, Stifte und Co. Das nenne ich mal eine tolle Idee!
Ein weiteres Highlite ist eine Wahnsinns Tischlerei Der Werkstatt ist offen und man kann den Leuten beim Arbeiten zusehen. Hergestellt werden einfach unfassbar schöne Möbel und Lampen. Total klasse aus altem Holz gefertigt und einfach nur genial. Eine Lampe fasziniert mich total. Die hätte ich so gerne. Aber in unserer Wohnung sind die Decken so niedrig, da passt das Schmuckstück leider nicht rein.
Ansonsten gibt es hier tolle kleine Antiquitätenläden, in denen wir stöbern. Die Leute sind alle wahnsinnig nett und freundlich. Sowohl in den Shops als auch auf der Straße. Ständig lassen uns Autofahrer über die Straße oder Passanten bieten uns an uns zu fotografieren. Die Kanadier stehen den Amerikanern in Punkto Offenheit echt in nichts nach!

Leider legen wir heute schon so früh ab und wir suchen uns ein kleines Café für unsere letzte Stunde in Saint John aus. Hier trinken wir einen Cappuccino. Den können wir problemlos mit unseren amerikanischen Dollar bezahlen. Man ist der gut. Endlich mal eingescheiter Kaffee!

Auf dem Rückweg ins Schiff treffen wir wieder einen Deutschen. Wir hatten gestern Abend schon ein Paar aus Bayern an der Theke kennengelernt. Die Gruppe aus der Nähe von München ist eine „Ritterverein“. Die 50 Leute treffen hier ihren Partnerverein aus Amerika. Wie auch sein Kollege gestern hat der Herr wohl einiges an der Kreuzfahrt auszusetzten. Er sagt, dass das Schiff ja so gar nicht geht. Bevor er jedoch ausholen kann, um uns die angeblichen Mängel aufzuzählen, suchen wir das Weite. Wir sind anscheinend die einzigen Deutschen, die mit der Kreuzfahrt voll und ganz zufrieden ist. Ich muss wieder einmal feststellen wie herrlich das Leben doch sein kann, wenn man nicht so anspruchsvoll ist. Wir sind wirklich total happy mit der Cruise. Klar ist nicht alles perfekt, aber das muss es doch auch nicht. Wir haben eine kuschelige Kabine, nettes Personal, leckeres Essen, tolles Wetter, ein witziges Unterhaltungsprogramm und tolle Sofas und Liegen an Bord.
Jeden Tag sehen wir eine andere Stadt und müssen dafür weder Auto fahren noch Koffer packen. Also ich sehe da wirklich keinen Grund zum Meckern. Klar gibt es mit Sicherheit schönere Schiffe oder größere Buffets. Aber ich würde jederzeit wieder eine Kreuzfahrt mit Carnival machen, wenn das Ziel und der Preis stimmen.

An Bord gibt es heute ein karibisches Buffet. Wir mischen die Speisen mit Sachen vom Tandori, dem indischen Buffet an Deck. Eigenwillige Komposition aber lecker. Dann gehen wir an Deck um das Auslaufen nicht zu versäumen. Der Kapitän wendet das riesige Schiff im Hafen. Dabei werden wir von einem Dudelsackspieler verabschiedet, der im Hafen steht und für uns spielt. Schön!

Beim Auslaufen fotografieren wir noch einen schönen Leuchtturm. Wir nehmen uns heute endlich mal die Zeit um das Schiff zu erkunden. Haben vieles noch gar nicht gesehen und machen eine kleine Tour.
Unterhalten uns kurz mit den Mädels in der Kinderbetreuung. Dort herrscht gähnende Leere. Muss vor zwei Monaten noch ganz anders ausgesehen haben. Da wären si fast verrückt geworden erzählt uns eine der jungen Frauen. Wir schlendern durchs Casino und durch alle Bars. Die Diskothek mit der beleuchteten Tanzfläche tut es uns besonders ans. Nehmen uns für heute Abend jedoch mal Karaoke vor.

Nun heißt es aber erst mal auf Rüschen fürs Abendessen. Aber heute Abend ist ja mal wieder leger angesagt. Also Jeans und Pulli. Wir bekommen einen 6er Tisch zugeteilt und haben so Unterhaltung beim Essen. Mir ist heute irgendwie kalt und ich entscheide mich als Vorspeise für eine Hühner Nudelsuppe. Das hilft. Da geht auch zum Nachtisch ein Apfelkuchen mit Vanille Eis. Wow, der ist echt lecker. Auf dem Weg nach draußen kommen wir an einem Tisch mit zwei Deutschen vorbei. Der Mann ist lauthals über irgendwas am Meckern. Lange würde er sich das nicht mehr mit ansehen, bal bla bla. Bloß schnell weg!

Gut gesättigt machen wir uns auf den Weg zur Karaoke Bar. Hier nehmen wir an der Theke Platz und treffen eines der netten Paare wieder, mit denen wir schon zusammen zu Abend gegessen haben. Wir quatschen ein wenig. Und die Frau lässt es sich nicht nehmen einen Song zu interpretieren. Ok, nennen wir das mal mutig. Sie singt einen Rocksong, der eigentlich von einem Mann gesungen wird. Muss sie nachher auch zugeben, dass dies nicht die beste Wahl war. Ihr Mann versucht mich zum Singen zu motivieren. Aber als ich ihm glaubhaft versichere, dass ich es morgens schaffe schulmüde Jugendliche aus dem Bett zu singen, gibt er auf. Bei meiner Interpretation von „Er gehört zu mir“ ist immerhin noch keiner im Bett geblieben. Obwohl so viel schlimmer als seine Frau singe ich jetzt glaube ich auch nicht.

Ich fange wieder an zu frieren und wir gehen aufs Lido Deck um einen Kaffee zu trinken. Hier treffen wir Josie, die dort gerade sauber macht. Sie reinigt ansonsten zusammen mit unserem Kabinen Steward Marlon unsere Kabine. Sie erzählt uns, dass sie von den Philippinen kommt. Dort hat sie drei Kinder, die von ihrer Schwester und ihre Mutter betreut werden. Sie arbeitet immer 7 Monate auf dem Schiff und kann dann für 2 Monate nach hause. Während den 7 Monaten hat sie keinen Tag frei. Jede tag putzt sie 10 Stunden lang. 5 Stunden bei den Kabinen und 5 Stunden auf dem Lido Deck. Einen ganzen Tag frei bekommt sie nur, wenn sie mal krank ist. Krass, diese Arbeitsbedingungen. Ich frage mich, ob das nur bei dieser Reederei so ist, oder auf anderen Schiffen auch. Bekommt man ja als Gast schon ein schlechtes Gewissen. Bin wenigstens froh, dass ich den beiden jeden Morgen ein nettes Briefchen geschrieben und Trinkgeld geben habe.

Etwas nachdenklich geht es zurück zur Kabine. Ich schmeiß endlich mal mein I Pad an. Hatte vorm Urlaub bei Amazon Prime Greys Anatomy runter geladen und noch gar nicht getestet, ob es auch klappt. Es läuft und so kann ich vorm Einschlafen noch ein wenig schauen.


Zuletzt geändert von diaetschwester am 15.09.2015, 03:57, insgesamt 1-mal geändert.

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11. September 2015

Heute sehen wir Halifax in Kanada. Aber sehen ist zu viel gesagt. Wir können schauen soviel wir wollen, wir sehen nichts, absolut nichts. Es herrscht so dichter Nebel, dass wir gar nichts sehen. Unser Schiff scheint sich jedoch langsam auf den Hafen zu zu bewegen.

Wir vertrauen auf die Ortungsgeräte an Bord und gehen erst mal frühstücken. Da in Halifax der Landgang erst um 10 Uhr startet, sind auch wir heute etwas später. Im Buffet Restaurant ist es sehr voll. Wir beschließen uns zunächst einen Tisch zu suchen, damit wir nachher mit den Tellern nicht so lange durchs Restaurant rennen müssen. Ein Kellner räumt gerade einen Tisch ab und wir lassen schon Mal unsere schicken orangen Carnival Becher und meine Jacke dort am Tisch. Ich besorge mein Obst und den Joghurt und bin als erste wieder am Tisch. Schon von weitem höre ich eine ältere Dame laut Husten. Man, spätestens wenn man sich so anhört, sollte man das Rauchen doch echt einstellen. Das hört sich wirklich nicht lecker an und ich muss zugeben, dass ich hoffe, dass die nicht neben uns sitzt. Sonst bekomme ich mein Obst nicht runter und muss umziehen. Als ich zu unserem Tisch komme sehe ich, dass sie zum Glück nicht bei uns sitzt sondern im Gang steht. Ich gehe an ihr vorbei zu unserem Tisch, wo der Kellner immer noch am Abräumen ist. Als ich meine Sachen auf den Tisch stellen möchte, erklärt sie mir, dass dies ihr Tisch ist, da sie dort wartete. Ich muss sie leider verbessern und zeige auf Becher und Jacke. Da geht sie mit ihrem Raucherhusten von dannen. Hab irgendwie ein schlechtes Gewissen. Jedem anderen hätte ich angeboten den Tisch zu teilen. Aber nö, das ertrage ich wirklich nicht!
Marc kommt mit seinem Rührei und seinem Bacon zu mir und wir quatschen beim Essen ein wenig mit dem Paar am Nachbartisch.

Nach dem Frühstück gehen wir nach oben um das Einlaufen in den Hafen zu „sehen“. Auf dem Lido Deck sind alle Liegen mit Handtüchern belegt. Jedoch nicht im Mallorca Style um Plätze frei zu halten, sondern mit süßen Handtuchkreationen. Es gab wohl einen Kurs für die Gäste und auf den Liegen tummeln sich die verschiedensten Tiere aus Handtüchern.
Ganz oben ist immer noch nicht viel zu sehen. Dafür aber umso mehr zu hören. Der Kapitän lässt ständig das Horn erklingen. Macht bei dem Nebel auch sicher Sinn. Wir spielen eine Rund Minigolf, um uns die Wartezeit zu vertreiben. Machen uns über die Durchsagen lustig. Es wird alle 10 Minuten durchgesagt, dass wir noch nicht fertig sind, um da Schiff verlassen zu können. Und die Gäste sollen bitte nicht in die Lobby Bar kommen um dort zu warten. Da die Durchsage ständig wiederholt wird, können wir uns gut vorstellen, wie viele trotzdem dort hin rennen und was dort für ein Chaos herrscht. Also ab zur Bar und die Wartezeit mit einer Cola überbrücken. Marc testet eine Sorte, die es bei uns nicht gibt. Stellt sich als eine Art Cherry Coke heraus. Ekelhaft süß! Nachdem der erste Schwung Passagiere von Bord ist, schlendern wir zur Kabine um unsere Sachen zu holen. Dann gehen wir von Bord. Halifax ist um einiges grösser als die gestrige Stadt. Auf den angebotenen Karten gibt es zwei Vorschläge, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Den Halifax Harborwalk mit 3 Kilometer Länge und die „suggested walking route“ durch die Stadt mit 6 Kilometern Länge. Wir entscheiden uns für beide. Fangen mit der längeren an und marschieren Richtung Downtown Halifax. Es ist noch immer sehr nebelig. Aber je weiter wie vom Wasser wegkommen, desto besser wird es mit der Sicht.

Ziemlich zu Beginn unseres Rundgangs entdecken wir einen alten Friedhof. Und wir werden auch gleich entdeckt. Von dem unzufriedenen „Ritter“ von gestern. Dieser erkennt uns gleich wieder und lädt uns zu einer „Sippung“ ein, die heute Abend auf dem Schiff stattfinden soll. Er erklärt uns, dass jedoch nur die Männer daran teilnehmen dürfen. Die Burgfrauen dürfen nur zu besonderen Anlässen anwesend sein. Immerhin sei das alles sehr elitär. Ne schon klar. Da erkläre ich ihm doch mal, dass ich keinen gesteigerten Wert darauf lege Burgfrau zu werden. Immerhin bin ich Müllerin. Und das finde ich persönlich viel cooler. Ich wohne mit meinem Schatz und seinen Eltern in einer alten Wassermühle und darf mich immer mit an den Tisch setzten, ätsch!

Wir schlendern weiter durch die Stadt. Hier in Halifax findet am Wochenende ein großes Country Festival statt. Hört sich interessant an. An allen Kneipen hängt Werbung dafür. Ist bestimmt gut was los.
In der Nähe Uni weichen wir von der vorgeschlagenen Route ab und erkunden ein paar kleine Seitenstraßen. Hier gibt es neben einigen Food Trucks auch eine kleine Fußgängerzone mit verschiedenen Restaurants. Wir entschließen uns eine lokale Burgerschmiede zu testen. Nicht schlecht, aber wir haben schon bessere Burger gegessen.
Als ich unseren Müll wegbringe fällt mir der Ketchup runter und trifft genau meinen Fuß. Sche...! Die nette Bedienung sagt, dass das ständig passiert und reicht mir schnell Tücher. Die Öffnung für den Müll ist bei näherer Betrachtung auch so klein, dass es beinahe zwangsläufig die Pappbecher vom Tablett hat. Eine größere Öffnung würde sicher Napkins sparen!
Weiter geht es durch die Stadt. In der Innerstadt hat sich der Nebel beinahe verzogen. Es ist sehr angenehm von den Temperaturen und auch die lange Strecke ist gut zu schaffen. Kein Vergleich zu der Gluthitze in Boston.

Besonders begeistern uns die Public Gardens. Wow, die sollte man wirklich nicht verpassen. Ein Traum von einem Park mit wunderschön angelegten Blumenbeeten. Alles unheimlich gut in Schuss und total gepflegt. Die einzelnen Blumensorten sind akribisch beschriftet. Man sieht auch überall Gärtner bei der Arbeit die alles sauber halten. Das wäre ja kein Job für mich. Ich finde zwar Rasenmähen ganz cool, aber auch nur weil ich das bei unserer Fläche zu Hause als Sport betrachte. Aber Unkraut jäten und so was, gähn!
Weiter geht es Richtung der Halifax Citadel. Von hier oben hat man einen tollen Blick. Auf Schautafeln informieren wir uns über die große Explosion von Halifax, die Bedeutung des Hafens etc.. Wirklich interessant.

Marc entdeckt ein Eishockeystadion und wir gehen dorthin. Drinnen wird es mal wieder Zeit uns auf die Suche nach den Restrooms zu machen, hier in Kanada übrigens als Washrooms ausgeschildert. Aber hier gibt es keine Schilder. Ein netter Security Mann, der wohl gerade Mittagspause hat und ein Sandwich isst, sieht unsere suchenden Blicke und lässt es sich nicht nehmen uns mit seinem Sandwich in der Hand persönlich bis zu den gesuchten Räumlichkeiten zu bringen. Man, die Kanadier laufen den Amerikanern in Sachen Freundlichkeit echt noch den Rang ab. Die sind ja wirklich alle Zucker! Marc erzählt mir, dass er sich gut vorstellen kann in Kanada Urlaub zu machen das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und sehe mich schon in traumhaften Nationalparks Elche fotografieren.
Da bin ich dabei.
Muss nur gut geplant sein, da werde ich wohl heute Abend mal einen Kanada Reiseführer bei Amazon ordern.
Nur campen ist nicht. Das kann ich mir von der Backe schmieren.
Zum Zelten hat Marc zwei ganz klare Regeln:
1. Gehe die erste Nacht ins Hotel
2. Blieb da!
Aber ich bin davon überzeigt, dass es in Kanada bestimmt süße kleine Hotels gibt. Das wird schon.

Nun aber erst mal diesen Urlaub in vollen Zügen genießen. Nachdem Marc sich die Sportausstellung im ersten Stock angeschaut hat, dränge ich Richtung Shopping Center. Zeit für einen Kaffee. Bei Tim Hortons gibt es einen Iced Cappuccino. Mit dem in der Hand schlendern wir Richtung Ausgang. Hhhm, irgendwie verlaufen. Tausend Gänge und kein Ausgang!? Aber was ist das? In einem Gang höre ich live Musik. Einfach mal eine Tür aufgemacht und wir stehen in der Lobby von einem schicken Hotel. Hier ist eine Bühne aufgebaut und ein Schild verrät, dass hier Promo Konzerte abgehalten werden. Cool. Mal wieder dusselig angestellt und Schwein gehabt! Der junge Mann der mit seiner Gitarre auf der Bühne steht ist zwar eher Typ Nerd, spielt aber wirklich gut und wir bleiben ein wenig dort. Im Hotel checken haufenweise Musiker ein. Fast jeder trägt eine Gitarre unterm arm. Witzig. Ich könnte noch stundenlang der Musik lauschen, aber das Schiff wartet ja leider nicht. Also geht es durchs Marriott runter zum Hafen.

Dort wartet der Harbor Walk auf uns. Echt alles nett für die Tourimassen hergerichtet und schön anzusehen. Ein Jogger kommt um eine Ecke gerannt und lässt sich plötzlich fallen. Als er nicht weiter läuft und mit schmerzverzerrtem Gesicht an einer Hauswand lehnt, nehmen wir uns mal ein Beispiel an den netten Kanadiern und gehen zu ihm. Aber er hat nur einen Krampf im Bein und kommt klar. Also geht es weiter Richtung Carnival.

Das Einchecken verläuft problemlos. Wir machen es uns an Deck gemütlich und surfen ein wenig im Internet. Ich komme auf alle Seiten, nur nicht auf den NYC Guide. Hm, muss ich mit dem Hochladen des Berichtes wohl noch warten, bis wir wieder an Land sind.

Am Abend ist wieder elegant ausgerufen. Also das Kleid wieder aus dem Schrank gekramt. Da bei mir Duschen mit Haare angesagt ist, sind wir ziemlich spät und bekommen sofort einen schönen Tisch am Fenster.
Als wir unseren Hauptgang beendet haben steuert der meckernde Typ vom Vorabend auf unseren Tisch zu. Er und seiner ebenfalls griesgrämig dreinblickenden Begleitung wird der Nachbartisch zugewiesen. Wir können ja nicht immer Glück haben! Erst reden die beiden kein Wort. Aber als er irgendwann anfängt über die Kellner zu meckern, haben sie anscheinend ihr Lieblingsthema gefunden.
Angeblich sind diese total unfähig und verstecken sich ständig, sind faul, arrogant und zu langsam. Ok, wir wurden jeden Abend sehr nett und freundlich bedient. Aber Kellner sind auch nur Menschen und wenn ich zwei so „sympathische“ Menschen am Tisch hätte, wäre ich als Kellner auch weg :P .
Natürlich müssen die beiden viel zu lange auf ihr Essen warte und er jammert ausführlich darüber, dass er nun schon Brot essen muss. Bin ja kurz davor ihm mal vorzuschlagen einfach früher zum Essen zu gehen. Dann schafft man es auch mal fünf Minuten zu warten.
Aber ich bin ja nicht so und halte mal die Klappe.
Ich halte mir ja eigentlich zu Gute, dass ich mit fast jedem klar komme und immer schnell Kontakt zu Leuten habe. Aber das Paar lässt mir echt die Nackenhaare hochstehen. Nach weiteren 20 Minuten Gemecker über alles und jeden bin ich kurz davor ihm meine Gabel in den Oberschenkel zu pieksen. Dann hätte er mal einen Grund zum Jammern.
Aber wir entscheiden uns für die Flucht an die Bar. Hier ist ein Sänger auf der Bühnne der die anderen (komischerweise alle gut gelaunten) Gäste unterhält.

Irgendwann zieht es uns jedoch ins Bett. Sind ja heute nicht nur die vorgegeben Routen sondern auch noch kreuz und quer durch Halifax gelaufen und haben echt einige Kilometer zurückgelegt.
Also ab in die Kabine und noch eine Folge Greys Anatomy vorm Einschlafen.
Blöd nur, dass die Folge so dramatisch ist und ich mal wieder sehr mitleide. Aber Carnival denkt auch an Heulsusen wie mich und wir haben gleich mehrere Pakte Kleenex auf dem Zimmer :wink: .


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BeitragVerfasst: 13.09.2015, 17:09 
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Schön, dass du wieder berichtest, aber mir fehlen die Shopping-Battles :mrgreen:


Sind gerade in Jersey angekommen und schon in der Mall :mrgreen:
Und morgen geht es mit dem Mietwagen zum Outlet :wink: :mrgreen: :wink:


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BeitragVerfasst: 13.09.2015, 20:03 
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Portland und Mailboat


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So sehen Wartehäuschen auf den Inseln aus, so süss :D


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So kann man wohnen :daumen1:


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