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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 06.04.2015, 22:06 
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Hey...lese gerne mit...bin weiter gespannt auf deinen "Abenteuertrip"...


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 07.04.2015, 03:08 
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Na, dann woll'n wer für mein handverlesenes Publikum mal weitermachen.

Wer soviel wie möglich auf der 1, dem Pacific Coastal Highway, fahren will, hat vor und nach Santa Maria diverse Möglichkeiten, von der 101 wieder runter und gen Küste zu fahren. Spätestens bei Pismo Beach sollte man am Strand Halt machen. Für mich einer der interessantesten der gesamten Strecke. Keine "einsamen" Buchten für Frischverliebte, sondern eher riesig und voll mit Sonnenanbetern, aber mit einer Fülle vom Fotomotiven für derartig Interessierte.
Ich habe hier ausser Badenden eine Menge Hunde mit ihren Haltern fotografiert, sowie auch ein Pferd mit seiner Menschin. Eigentlich geht der Strand bis nach Avila Beach ununterbrochen weiter. Dort gelangen mir dann meine ersten Fotos von einem (hier noch völlig wilden) grauen California Hörnchen.
So sieht das Tierchen aus:
http://naturemappingfoundation.org/natm ... el_k6.html

In diversen englischsprachigen Blogs hatte ich von SLO gelesen und lange gedacht, es handele sich um einen Tippfehler des Airportcodes SFO, bis mir dann klarer wurde, dass viele hier auf der Strecke von L.A. nach S.F. Station machen, entweder Essenspause oder gar Übernachtung.
Nun gut, San Luis Obispo mag so ziemlich in der Mitte dieser Strecke liegen, und auch von hier kommt man noch ohne viele Extrakilometer wieder zur 1 und nach Morro Bay, aber wer an dieser Stadt vorbeifährt, hat wirklich kaum was wesentliches verpasst.
Es gibt hier eine alte Mission. Punkt!
Na gut, es gibt dann noch die grösste Attorney-Dichte in ganz USA (mein Eindruck !). Beim Bummel durch die Innenstadt kommt man an Hunderten Rechtsanwaltkanzleien( vorbei.
An wirklichen Sehenswürdigkeiten mangelt es jedoch so sehr, dass unter den Top 3 im örtlichen Stadtführer eine "Bubblegum Alley" aufgeführt ist. Mag hier in der winzigen Gasse zu Anfangzeiten aus gelutschten und zerkauten Kaugummis von SchülerInnen noch das ein oder andere Kunstwerk an die Wände geklebt worden sein, so sind diese inzwischen von Millionen von lieblos an die Wand gepatschten Kaugummis zugedeckt, welche von zügellos kichernden bis wild kreischenden pubertätsgeplagten Teenies asiatischer oder auch nordamerikanischer Bauart dort hinterlassen wurden.
Wen es aber in diese Stadt verschlägt sollte dann auch unbedingt zur Mission gehen, um sich den davor befindlichen "Bärenbrunnen" anzusehen, das m.M. einzige wirkliche Highlight dieses Städtchens.
http://www.p-synd.com/wild/zima.htm
Gratis-Parken wieder 3 oder 4 Parallelstrassen weg von der Hauptstrasse.

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For this message the author Pedro has received thanks: 3 bravejovi (07.04.2015, 08:42), Hannemie (07.04.2015, 12:27), Ronny-Bonny (07.04.2015, 05:51)
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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 08.04.2015, 03:47 
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Nun kommen wir an einen der schönsten Orte dieser Küstenstrasse - nach Morro Bay.
Touristenhochburg, ein (Wasser-)Sportausstatter neben dem nächsten (oder auch neben einem T-Shirt-Laden), kein Bade-Strand - und trotzdem faszinierend schön.
In erster Linie durch die Kugel vulkanischen Ursprungs im Meer, die man im Laufe eines Tages hundertfach fotografieren möchte - im Sonnenaufgang vergoldet, mit Sonnenuntergang dahinter, mit rausfahrendem Boot davor, mit einer Gruppe Jugendlicher auf Flöszen daneben, etc.. Ausserdem gibt es See-Elefanten und auf dem Rücken posierende Otter und diverseste Seevögel.
Sicher auch wieder Geschmackssache, aber ich jedenfalls tat mich auch bei meinem jetzt schon dritten Besuch hier wieder sehr schwer damit, endlich die Kamera endgültig einzupacken und weiterzuziehen.
Hier könnte man sogar auch bei Dunkelheit anhalten, denn abseits des Hafens bietet Morro Bay auch noch was sehr praktisches: eine zwar eher kleine Mall, aber mit einem grossen Albertson's Supermarkt (6:00 bis 23:00), bei dem man bis ca. 20:00 auch noch einige warme Snacks wie Hähnchen oder potato wedges bekommen kann, und einen - haltet Euch fest - 24 Stunden McDonalds! In den tiefsten Nachtstunden (ich glaube von 24:00 bis 5:00) zwar nur als Drive-In, aber so kommt man auch mitten in der Nacht an einen Kaffee. Und hierzu muss man nicht erst quer durch's Dorf, sondern direkt am ersten Kreisverkehr nach der Abfahrt (aus Süden kommend) rechts wieder raus (auf der anderen, linken Seite liegt eine normalpreisige Tankstelle) und nach 'ner weiteren halben Meile kommt der grosse Parkplatz. Will man aus irgendwelchen Gründen nicht ins Dorf hinein und zum schönen Hafen, fährt man einfach noch etwas weiter und findet nach den letzten Shops wieder eine Auffahrt auf den Highway zurück.
Trotz der 24h Aktivität dieses McD., welcher übrigens an genau EINER Stelle im Essensraum eine Steckdose hat (eher eine Seltenheit unter den kalifornischen McDonaldsens !!!) stehen auf dem Parkplatz in 2015 unübersehbar Warnschilder, die das overnight parking verbieten. 2013 war hier die Welt noch in Ordnung. Es ist inzwischen sehr schwer geworden, ausserhalb von offiziellen Campingplätzen nachts ein RV (Wohnmobil) abzustellen. Walmart ist bekannt dafür, auf seinen Parkplätzen RVs zu dulden. Meiner Beobachtung nach hat aber Walmart ähnlich wie McDonald's die schmutzigsten und "unattraktivsten" Toiletten und die Restrooms von Supermärkten wie Albertson's, Target, Kohl's, Safeway etc. sind auf einem völlig anderen Niveau. Ideal wäre also eine grosse Mall, wo man auf dem Walmart-Areal parkt, aber dann einige Meter weiter die Toilette aufsucht.

Hatte man in Morro Bay den Sandstrand vermisst, so kann man wenige Meilen weiter nördlich bei Cayucos wieder barfuss im Sand spazieren. In diesem kleinen Dörflein fühlt man sich wie in Kulissen für ein Wild-West-Movie versetzt. Und es gibt eine winzige recht nette Strandpromenade.
Sollte man aus irgendeinem Grund nun doch nach Norden hetzen müssen, gäbe es zwischen Harmony und Cambria über die 46 noch einmal eine Möglichkeit zur 101 rüberzumachen.
Nördlich von Cambria gibt es dann auf den ca. 110 Meilen bis Carmel nur noch die (Hoch-)Küstenstrasse Big Sur.
Diese im Dunklen zu befahren, wäre Schwachsinn oder Wahnsinn oder beides. Nach Hearst Castle (näheres demnächst) sollte man also noch mindestens 3 Stunden Tageslicht übrig haben.
Und höchst empfehlenswert wäre ein voriges Volltanken zu Normalpreisen in Morro Bay oder Cayucos!

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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 08.04.2015, 07:04 
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Hach, da werden Erinnerungen an meine Westküstenreisen wach! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 08.04.2015, 11:52 
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Macht Lust auf eine neue Reise...


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 08.04.2015, 11:54 
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Das habe ich mir auch gerade gedacht! Da ist so viel mir Bekanntes dabei, dass ich gleich die Koffer packen könnte. :D

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Ines


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 08.04.2015, 19:59 
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:kuss2: für den Bericht... Harmony......der Ort der keiner ist :D
Da kommen wirklich tolle Erinnerungen auf.
Habe 2012 2 Nächte in Morro Bay verbracht und hätte den Rock auch 1000x fotografieren können.
Auch Albertson's haben wir natürlich einen Besuch abgestattet.
Freue mich wenn's weiter geht.
louisa


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 09.04.2015, 01:17 
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Na, bei dieser geballten Kompetenz inzwischen muss ich ja nun stark aufpassen, dass ich nur ja nichts falsches von mir gebe ! :wink:

Zuerst noch ein Nachtrag zu Cayucos, weil ich gestern den gewünschten Link nicht fnden konnte. Als ich Mitte März 2015 in Cayucos von diesem Ereignis erfuhr, konnte ich nicht ahnen, was sich knapp eine Woche später in den südfranzösischen Alpen abspielen würde.
Und dann auch - wie ich schon früher sagte -. ausführlichst in den kalifornischen Fernseh-Nachrichten tagelang grossen Platz einnahm.
Here we go:

On December 7, 1987, Pacific Southwest Airlines Flight 1771, bound from Los Angeles International Airport to San Francisco, was cruising above the central California coast when a recently terminated disgruntled USAir employee aboard the plane shot his ex-supervisor, both pilots, a flight attendant and presumably PSA's chief pilot, causing the airplane to enter a steep nosedive. The aircraft slammed into a hillside just east of Cayucos at 770 mph (1,239 km/h). All 43 passengers and crew aboard perished.

Dieser Absturz hatte wichtige Konsequenzen, zumindest auf nationaler Ebene, wie z.B. stärkere Bodenkontrollen für Crew-Mitglieder und Verbot in vielen Konzernen, mehrere wichtige Manager in derselben Maschine fliegen zu lassen.

Etwa 10 Meilen nördlich von Cambria, hinter dem kleinen Örtchen San Simeon, geht es dann rechts ab in die Berge zu einer der berühmtesten Attraktionen Mittel-Kaliforniens - Hearst Castle. Nach meiner Beobachtung ein "Muss" für alle hier Reisenden aus den anderen 50 Bundesstaaten. Und "natürlich" für diverse organisierte Gruppenreisen aus dem asiatischen Raum.
Um was geht es?

Ein Mann aus San Francisco (Zeitungseigner William Hearst) mit Geld wie Heu baute hier ab ca. 1920 über drei Jahrzehnte lang auf einem Hügel mit grandiosem Ausblick ein Schloss MIT ALLEM DRUM UND DRAN (damit Lady Gaga 2014 eine ungewöhnliche Kulisse zum Rumhopsen haben würde => https://www.youtube.com/watch?v=AoRykzWFu2c ).
Einiges wurde mit örtlichen bzw. nordamerikanischen Baumaterialen spanischen Bauten (nicht zuletzt andalusischen Kirchen) nachempfunden, also imitiert, anderes wurde kurzerhand "einfach" in Europa aufgekauft, dort abgebaut, verschifft, und dann auf dem Hügel wieder zusammengesetzt. Genaueres erzählt Euch Tante Google.
Wer schon drin war, möge nicht zögern, seine Eindrücke hier reinzustellen. Pedro war noch nicht drin. Wieso nicht ?
Was den engstirnigen Kleingeist Pedro etwas stört, ist dass man nicht für einmal Eintritt dann aber auch ALLES sehen darf, sondern jeder Teilbereich wieder extra Geld erfordert. In erster Linie aber ist es schlicht ein Zeit"problem". Bei einer Woche oder weniger von L.A. nach S.F. muss man auswählen. Diese Zeit ist VIEL zu kurz, um auch nur die Hälfte der vielen Naturschönheiten oder Sehenswürdigkeiten anzusehen !
Will ich nun See-Elefanten, Felsformationen, und mir unbekannte Blumen sehen und fotografieren, oder aber die Verwirklichung des Traumes eines Mannes mit viel Geld, der überall in Europa (da wo ich oft in Kurzurlauben unterwegs bin) Antiquitäten zusammengekauft hat ?
Es ist ja nun mal kein Schloss und keine Festung, wo man "Geschichtsforschung" betreiben kann á la "so versuchte man damals, sich vor der Kälte zu schützen" oder "dieses Baumaterial hatte die folgenden Vorteile", sondern es ist letzlich eine Art ausgefallenes Disneyland, eine künstliche Umgebung.
Was mich schon interessiert hätte, wäre der ungewöhnliche Tierbestand als Folge des Privatzoos. Mit etwas Glück kann man aber auch einen Blick davon ausserhalb der geführten Touren erhaschen. So habe ich z.B. ein Zebra auf einer der Nachbarfarmen fotografieren können.
"Eines Tages, wenn ich mal VIEL Zeit habe" (kennt Ihr diesen Spruch ?) werde ich wohl auch mal mit einem der Tourbusse hoch fahren.
Bisher hatte ich aber dreimal blauen Himmel und wollte lieber das Licht für Big Sur nutzen.
Es ist nun mal nicht mit einer einzigen Stunde getan. Und auch nicht mit zwei !
Und völlig abschminken könnt Ihr Euch die Illusion "ich wäre jetzt auch hier - wann geht es los ?"

Vom Highway aus dauert es nur wenige Minuten bis zum gigantomanen Parkplatz beim Besucherzentrum unten, mit sauberen Toiletten, vielen teuren Souveniers und Snacks, diversen Infos (inkl. einiger Ausstellungsstücke) zum Schloss und Prospekten auch von der näheren Umgebung (also nicht nur über das Schloss). Diese Zeit (halbe Stunde ?) könnte man sicher abzweigen. Ich habe auch zwei sehr schöne Fotomotive von der Landschaft zwischen Besucherzentrum und Schloss einfangen können. Von dem Schloss selber wird man aber auch mit einem Superzoom von hier unten kaum ein befriedigendes Foto schiessen können, dafür ist das Schloss auf dem Hügel viel zu weit weg.
Es gibt einen eigenen Parkplatz für RVs auf dem Areal, aber nur für Picknick tagsüber (oder eben Teilnahme an geführter Tour). Nachts ist der gesamte Parkplatz durch Tor am Highway abgeschlossen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 09.04.2015, 06:56 
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Im Hearst Castle waren wir auch nicht und zwar exakt aus den von dir beschriebenen Gründen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 09.04.2015, 20:05 
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Da kann ich mich auch nur anschließen. Ein Mangel an schönen Schlössern kann man in
D ja nicht feststellen :wink:
louisa


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 Betreff des Beitrags: Re: Pedro goes to Hollywood
BeitragVerfasst: 10.04.2015, 05:26 
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Na, wie ich schon sagte, IRGENDWANN mal ...
Aber immerhin können wir jetzt übereinstimmend Erstbesuchern mitteilen, dass schon stolze DREI Forumsinsassen Hearst Castle rechts (oder seid Ihr zwei aus dem Norden gekommen ?) liegen gelassen haben! :wink:

--------------------------------

Nach Hearst Castle warten dann einige Meilen weiter auf der anderen Highway-Seite die See-Elefanten-Kolonien. Diese sind nicht nur durch die Massen geparkter Autos nicht zu übersehen, sondern auch noch bestens ausgeschildert.
Dort knubbeln sich dann gigantische Fettkörper unterschiedlicher Nässe. Wer es noch nicht vorher wusste, kann sich hier von "ehrenamtlichen" Experten kundig machen lassen: die dunklen sind erst vor kurzem aus dem Salzwasser gerobbt, die hellen liegen schon lange im Sand.
Bei der Freundlichkeit und dem unaufdringlichen Engagement dieser Helfer steckt man dann gerne mal einen oder zwei grüne Präsidenten auf dem Rückweg in die donation box.
Im Hintergrund bestens für Fotos positioniert: der Leuchtturm von Piedras Blancas.
Je nach gewähltem Parkpunkt muss man vor dem Gang zu der Beobachtungsbalustrade allerdings noch über einige wegelagernde grey squirrels hinwegsteigen (diesmal "wild" im Sinne ihrer Hartnäckigkeit; ansonsten aber fast handzahm). Super süüüüüüüüüüüüß , aber doch irgendwie "befremdlich".
Trotzdem konnte auch ich nicht widerstehen und habe jetzt eine Menge Fotos von senkrecht an Menschenbeinen hochhüpfenden pelzigen Bettelakrobaten.
Natürlich ist in einem solchen Moment die Klumsche Heidi mit ihren kreischenden Teenies weit weg und diese Menschenbeine sind so gar nicht model-mässig, da zu treuen McD-Kundinnen gehörig. Mann, Hörnchen, pass bloss auf - wenn die sich jetzt ungeschickt bewegt, dann biste 'ne platte Fell-Flunder, wa!


Wer bisher ohne eigene Vor-Elebnisse meine Bemerkungen auf einer Landkarte verfolgt hat, wird evtl. überrascht sein, wie schnell wir jetzt durch Big Sur sausen. Der Hauptgrund ist der, dass ich kaum konkrete Punkte benennen kann, wo ein Stopp empfehlenswerter ist als anderswo.
Das Ganze ist eben eine Küstenstrasse HOCH über dem Meer - also Laufen am Strand ist nach San Simeon erstmal so gut wie vorbei !- mit hunderten von Kurven und meisten einspurig pro Richtung. Ein Grossteil des Autoverkehrs nach San Francisco hat uns schon längst verlassen und ist jetzt auf der 101 unterwegs, aber es bleiben genug Autofahrer übrig, die immer wieder auftauchen, wenn man gerade erst eine Gruppe an sich vobeigelassen hat, und jetzt am Heck kleben, wenn man nicht wenigstens 10 m/h mehr als die erlaubte Maximalgeschwindigkeit drauf hat.
Diese Strecke ist also keineswegs so idyllisch oder "entspannt" zu fahren, wie man sich das aufgrund schöner Bilder evtl. vorgestellt hat.
Ein Halt an einer der zahlreichen Parkbuchten ist fast immer problemlos möglich (auch auf der Gegenseite), aber die gemachten Fotos ähneln sich doch sehr.
Schaut Euch mal Fotos dieser Teilstrecke an!
Auf den meisten sieht man ein Drittel Küstenstrasse auf Klippen mit unterschiedlich dickem Gestrüpp und zwei Drittel Wasser. Die Fotoausbeute hier ist also SEHR stark vom Wetter abhängig. An einem Sonnentag mit einigen interessanten Wolkenformationen im blauen Himmel wird man am Ende mit seinen Fotos wesentlich zufriedener sein als an Tagen mit Nebel oder gar eintönig grauem Himmel. Man bedenke, dass man bei fast allen "Vista Points" schon erwähntes Gestrüpp im Vordergrund hat (sofern man nicht 9/10 vom Foto nur Meer haben will!), und das kommt nun mal wesentlich besser, wenn die Sonne drauf scheint.
Manchmal kann man 1 Baum in den Vordergund nehmen, manchmal zwei; ab und zu einige Felsen im Meer mit evtl sogar etwas Brandung dran - aber es wiederholt sich alles immer wieder.
Irgendwie schwer zu beschreiben - den Reiz macht eher die "Gesamtatmosphäre" aus als einzelne Höhepunkte.

Bei der ersten Autofahrt war ich fasziniert und habe jede Kurve genossen. Beim zweiten Mal war ich etwas enttäuscht, dass mir keine neuen Fotos über die schon gemachten hinaus gelingen wollten. Beim dritten Mal nun stellte sich mir die Frage: "Will ich mir das wirklich noch ein viertes Mal antun ?"
Ich glaube, alleine nicht mehr. Höchstens nochmal, um die Strecke einem "Neuling" zu zeigen.

Um Euch jetzt nicht restlos zu frustrieren seien einige Punkte benannt.
1) In örtlichen Prospekten wird immer Julia Pfeiffer Burns State Park (etwa auf halber Strecke) erwähnt mit dem höchsten Wasserfall dieses Highway-Abschnitts. Ganz nett, aber auch hier für schöne Fotos Wetter und Sonnenposition äusserst wichtig !
http://en.wikipedia.org/wiki/Julia_Pfei ... State_Park
2) Das vielleicht beste benennbare Fotomotiv wäre die nördliche der beiden grossen Brücken, also Bixby Bridge und hier vom nördlichen Ende aus, einige Minuten (15 bis 30) VOR Sonnnuntergang, wenn die komplette Brücke und das umgebende Gestrüpp (a.k.a. "Vegetation") noch in Sonnenstrahlen gebadet sind. Nicht zu lange warten !!!
http://en.wikipedia.org/wiki/Bixby_Creek_Bridge
3) Und dann natürlich die "Zivilisationsoase" Gorda etwa in der Mitte der Strecke, mit für den Erstbesucher völlig unerwarteter maritimer Gestaltung hoch in den Bergen, Essens- und Übernachtungsmöglichkeiten, und der wahrscheinlich teuersten Tankstelle westlich des Hudson River.
Bei Normalpreis von ca $3.49 und günstigstem Preis von $3.09 pro Gallone für das einfachste Benzin blieb man hier im März 2015 immerhin unter 6 Dollar und verlangte nur $5.99 !
Bei allen drei Besuchen habe ich mir die Zeit genommen, einige Minuten die Kunden hier zu beobachten und deren "Beweggründe" zu erraten. Irgendwie war hier alles vertreten. Die "armen" asiatischen Mietwagenfahrer, die nichts Böses ahnend einfach volltankten, ohne den Gallonen-Preis auf der Maschine zu entdecken (ein grosses Preisschild "draussen" am Highway? please, get real !), Anwohner von Big Sur mit ihren Trucks ohne Alternative (zweimal 50 bis 60 Meilen nach Süden oder Norden kostet nicht nur Sprit, sondern auch einiges an Zeit), welche wohl den Tank nicht ganz vollmachten, und dann die Cabriofahrer jenseits von gut und böse, denen die lokale Preisgestaltung völlig egal zu sein schien. Die zwei Zapfsäuen waren jedenfalls stark frequentiert.
http://www.waymarking.com/waymarks/WM5Z ... y_Gorda_CA

Die letzten (nördlichsten) ca. 10 Meilen fand ich schon beim ersten Mal nicht so schön. Man fährt hier - immer noch stark kurvig, und zum Teil auch recht abschüssig - im dichten Wald ohne jede Fernsicht, und dieses letzte Stück zieht sich schier endlos hin. Hat man sich dann auch noch selber in Zeitdruck gebracht, weil man noch vor Dunkelheit in Carmel ankommen will, um dort noch am Strand den Sonnenuntergang zu fotografieren, aber morgens oder mittags zuviel Zeit in Cayucos oder Hearst Castle "verplemperte", dann will man nur noch dort ankommen und wünscht sich, dass es endlich vorbei wäre.
Eigentlich schade, aber mir ging es alle drei Male so. Interessant wären Kommentare, von Leuten, die diesen allerletzten Teil völlig anders erlebt haben.
Literatur-Interessierte werden in diesem Waldstück sicher am Henry-Miller-Museum halten wollen.

DISCLAIMER: Ich habe hier meine Empfindungen versucht zu schildern als ein Halbtages-Durchfahrer. Es gibt entlang Big Sur eine Vielzahl von Wanderwegen, die wahrscheinlich grossartige Blicke und Erlebnisse demjenigen bieten, der sich hierfür die nötige Zeit nimmt !

Irgendwann rollen wir dann auf Ocean Avenue mitten durch Carmel zum Strand, den letzten Strahlen des Sonnenuntergangs entgegen.

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 Betreff des Beitrags: Pedros PCH-Reisetip numero doce
BeitragVerfasst: 11.04.2015, 05:23 
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So, ich hatte ja jetzt erst den California-Thread von Vanni aus dem vergangenen Oktober mit den vielen Fotos entdeckt.
Ergänzend zu meinen Bemerkungen zu Fotomotiven auf Big Sur möchte ich noch auf Vanni's Thread verweisen.
Aus dem Norden kommend Fotos von Bixby Bridge, dem Wasserfall bei Julia Pfeiffer Burns und dann kein einziges mehr bis zu den tollen Fotos der See-Elefanten-Kolonie bei San Simeon !
Nun kenne ich die Hintergründe nicht, warum Vanni von dieser Teilstrecke kein Foto reingestellt hat, aber ich möchte das als Bestätigung meiner Beobachtungen deuten.

Nun ja, wie geht es jetzt bei uns weiter? Zunächst natürlich müssen wir durch Carmel-by-the-Sea (soviel Zeit muss sein !) schlendern, dem schönen Stadtchen wie aus einem vergangenen Jahrhundert, wo Clint Eastwood dereinst Eiskrem legalisierte, mit seinen schönen Boutiquen, Antiquitäten-Geschäften und "art-shops", seiner kleinen Bibliothek (werktags bis 20:00 geöffnet wie die meisten kalifornischen Büchereien) mit Internet-Computern, und dem "fotogenen" Strand mit vielen schönen Bäumen und immer wieder Hundis an Leine oder frei herumtollend.
Und dann ab nach Monterey? Warum nicht, da Monterey und Carmel so nahe beieinander liegen, um nicht zu sagen fast nahtlos ineinander übergehen. So können wir dann auch von Monterey nochmal zurück.
Denn zurück nach Süden müssen wir !
Sind wir doch am wahrscheinlich schönsten Fleck des gesamten PCH 1 gestern sang- und klanglos und kommentarlos vorbeigesaust. Versteckt in dem Waldstück vor Carmel liegt Point Lobos State Park, ein wunderschönes Stückchen Erde, wo auch Fussfaule und Zeitgedrückte jetzt einfach mal wandern müssen. Da wird jetzt gar nicht erst drüber diskutiert !!!

Nun, ICH hatte mich gewehrt. Nachdem ich an einigen Tagen in bis zu 10 State Parks pro Tag hinein gefahren war, dachte ich jedesmal "ich muss ja nun nicht wirklich in jeden einzelnen Park hinein", wenn mir ein Amerikaner diesen Ort nahelegte.
Im Tourist Office von Monterey liess ich mich dann überzeugen. Nicht zuletzt, weil eine der dortigen netten Damen fortgeschrittenen Datums (Hier sind die Mitarbeiterinnen, wie bei Continental ehemals oder anderen amerikanischen Airlines, nicht hauptsächlich blond und blutjung, sondern "lebenserfahren" und kennen sich daher sehr gut in ihrer Region aus. Damit sei nichts negatives gegen z.B. die nette junge Dame in San Luis Obispo gesagt!) mir beschrieb, wie ich auch ohne $10 Parkgebühr in den Park hinein konnte.
Also dachte ich mir: "für lau sehe ich mir das mal kurz an; dann weiss ich wenigstens, wie auch dieser Punkt aussieht".
Nun, es ergab sich, dass Pedro volle 4 Stunden im Park blieb bis kurz vor Sonnenuntergang (hierfür nochmals schnell nach Carmel gesaust!), dann seine Pläne umschmiss und am nächsten Morgen für weitere 4 Stunden zurückkehrte.
Das Vermeiden der $10.00 Eintrittskarte am "Mauthäuschen" ist nicht etwa europäische Geiz-Mentalität, in welcher der Tourist sich asozial Parkgenuss erschleicht; sondern sowohl von lokalen Parkbenutzern als auch den Parkangestellten wird diese Gebühr als reiner Auto-Befahr-Obulus betrachtet. So muss der ausserhalb Parkende sich auch nicht am Mauthäuschen vorbeischleichen, sondern kann beim Vorbeigehen Gruss und Lächeln mit den Ticketverkäufern austauschen. Und wer dem Park etwas zugute kommen lassen möchte, kauft dann für $2.00 eine schöne informative Park-Broschüre.
Und hier bei Point Lobos ist das Abstellen des Autos neben dem Highway ausserhalb der Parkgrenzen wesentlich einfacher als bei vielen anderen State Parks.
Im Park dann gibt es ein sehr gut ausgebautes Netz an Wanderwegen, die man bei trockenem Wetter (wie also seit nun schon 4 langen Jahren!) auch ohne Hochgebirgswanderstiefel in normalen Bequemschuhen ablaufen kann.
Was habe ich hier an Getier fotografieren können?
Wieder mal See-Elefanten, Pelikane, Kormorane. Weiterhin formatfüllend (!) vor mir auf dem Weg eine Echse, aus 3 Metern eine Reh (?) - Familie, fast ein kleines Kaninchen (wenn die Vollidioten, die mir entgegen kamen, es nicht absichtlich verscheucht hätten !), und einen turkey vulture (heisst tatsächlich auch in Deutsch "Truthahngeier"), welchen ich hier zum ersten und einzigen Mal sah. Ausserdem gibt es hier ein sehr schönes Museum aus der Zeit der von hier aus einstmals praktizierten Waljagd.
Wer hier ebenfalls 8 Stunden verweilen kann, sollte seine Wanderungen dem Lauf der Sonne anpassen. Am Vormittag die südliche Hälfte, am Nachmittag die nördliche. Bis zum Sonnenuntergang zu warten lohnt sich eher nicht, da gegen Ende des Tages fast alle der teils recht engen Buchten schon im Schatten liegen. Wer genug Zeit mitbringt, sollte aus dem Auto am Highway direkt Badesachen mitnehmen, weil man in viele dieser Buchten hinabsteigen kann.
Also, wenn auch nur ein einziger State Park am PCH möglich ist, dann sollte es dieser sein !

Aus Carmel nur wenige Meilen nach Süden, über den Carmel River mit anschliessender Foto-Chance eines "Wildschwein Crossing"-Warnschilds und schon kann man nach einer Parkbucht am Wegesrand Ausschau halten.

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