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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 14:10 
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(Ich bitte bereits im Vorfeld um Entschuldigung für die Qualität der Fotos, die durch das Skalieren beim Hochladen doch teilweise ein wenig in Mitleidenschaft gezogen werden. :? Danke!)

Ich persönlich bin ja bekennender Berlin-Fan und schon unzählige Male in unserer Hauptstadt gewesen. Einer meiner Kollegen wollte auch schon immer mal nach Berlin, aber hatte es bislang noch nie dorthin geschafft. Und an diesem Wochenende wurde umgesetzt, was vor knapp zwei Jahren mit meinem Ausspruch "Dann kommste mal mit, wenn ich hinfliege" begann.

In der Planung ging es darum, sowohl die Dinge einzubauen, die man gesehen haben sollte (Gibt es so etwas überhaupt?) und Dinge, die ich noch nicht gesehen hatte. Und im nachhinein denke ich, daß uns das ganz gut gelungen ist. Wir flogen am Freitag morgen um 11.05 Uhr los und waren 60 Minuten später in Tegel. Der Weg vom Flughafen zum Hotel unweit des Bahnhofs Zoo gestaltet sich für ortskundige Menschen problemlos. Auf den X9 mußten wir gar nicht so lange warten und schon ging es los. Die Fahrt durch Charlottenburg bietet jetzt nicht viel Spannendes. Vom Bahnhof Zoo gingen wir zu Fuß die paar Meter zum Hotel in der Fasanenstraße und wollten nach dem Einchecken direkt wieder los Richtung Olympiastadion und Schloß Charlottenburg.

Wir fuhren also mit der S-Bahn bis zum Olympiastadion und kauften uns dort ein Ticket für 5 Euro, das es uns ermöglichte, das Gelände auf eigene Faust zu erkunden. Ich habe 2006 schon mal eine geführte Tour mitgemacht und die lohnt sich auch, weil man dort auch in die Spielerkabinen und die Aufwärmhalle kommt. Aber das wollten wir heute nicht. Wir gingen zunächst einmal ins Stadion und waren enttäuscht, weil der Rasen gerade erneuert wurde, und froh, daß der Rasen gerade erneuert wurde. Häh? Was denn jetzt? Okay: Mein Kollege fand's schade, weil der Rasen ja irgendwie dazugehört. Ich fand's ganz nett, weil ich schon etliche Fotos mit dem grünen Geläuf habe, aber noch keines mit Sand.

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Wir schlenderten über das Olympia-Gelände in Richtung Glockenturm, wo ich komischerweise während all meiner Aufenthalte noch nicht war. Aber diesmal! 4 Euro an der Kasse abgedrückt, mit dem Aufzug nach oben gefahren und einen wirklich sehr schönen Ausblick genossen.

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Im Anschluß ging es den gleichen Weg wieder zurück zum Olympiastadion, wo wir nun entlang der südlichen Seite zum Ausgang gingen. Dabei entstand noch das ein oder andere Foto.

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Nach Verlassen des Olympiageländes wollte ich unbedingt noch einen Spaziergang über den Waldfriedhof Heerstraße machen, der in unmittelbarer Nachbarschaft liegt. Dort schauten wir uns die Gräber von Klausjürgen Wussow (Prof. Brinkmann aus der Schwarzwaldklinik) und Bernhard-Viktor von Bülow an. Das war irgendwie ein ergreifender Moment und wir waren trotz der Erinnerung an diesen begabten Mann ein wenig traurig, als wir den Friedhof wieder verließen, um uns zur U-Bahn-Station zu begeben.

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Von dort aus ging es zum Schloß Charlottenburg, das mein Kollege unbedingt sehen wollte. Von der Haltestelle aus mußten wir noch ca. 1 km laufen, was aber bei strahlendem Sonnenschein nicht störte. Am Schloß fand das "Duckstein Festival" statt und es waren Freßbuden und dergleichen aufgebaut. Aufgrund der Menschenmassen war es unmöglich, ein Foto ohne Personen aufzunehmen. Wir kauften uns einen Crêpes für den kleinen Hunger, nachdem wir ein wenig umhergelaufen waren und gingen dann wieder zurück zur U-Bahn, um zum KaDeWe zu fahren.

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Nach dem obligatorischen Besuch des Kaufhauses (Okay, ich gebe zu, wir waren nur kurz drinnen und sind direkt wieder raus. Aber so kann mein Kollege wenigstens sagen, daß er auch im KaDeWe war. :wink: ) sind wir über die Tauentzienstraße in Richtung Gedächtniskirche gegangen. Am Breitscheidplatz sind wir ins Europa-Center gegangen und haben uns dort ein paar Geschäfte angesehen (u. a. den Nike-Store 8) ). Im Anschluß ging es dann zur und in die Gedächtniskirche. Kurz die Farbenpracht der blauen Fenster bewundert und wieder raus auf die Budapester Straße. Vorbei am Zoo-Palast, Hardenberg- und Kantstraße rechts liegengelassen und ab auf den Ku'damm. Dort ging es bis zum Kranzler-Eck, um die Blicke schweifen zu lassen. Nun war absehbar, daß sich der Tag dem Ende neigte und der Hunger meldete sich. Die Wartezeit im Hard Rock Café von einer Stunde dauerte uns zu lange, so daß wir ins Sausalitos gegenüber des Theater des Westens gingen. Nach dem Genuß eines wirklich hervorragenden Abendessens mit einem leicht verwirrten Kellner (oder besser Bedienung, denn gelernt hat der das mit Sicherheit nicht) mußten wir nur noch die Kantstraße überqueren, um zum Hotel zu gelangen.

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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 14:13 
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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 14:41 
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supercoach hat geschrieben:
(Ich bitte bereits im Vorfeld um Entschuldigung für die Qualität der Fotos, die durch das Skalieren beim Hochladen doch teilweise ein wenig in Mitleidenschaft gezogen werden. :? Danke!)


Wenn man sich den Hochlad-Skalier-Qualitätsverlust mal wegdenkt sind da wirklich geniale Fotos dabei. Ich freu mich auch immer wenn ich einen "fotogenen" Himmel erwische, da scheint ihr ja Glück gehabt zu haben.

Nutzt du Lightroom? Dort gibt es die Möglichkeit, mit einem Klick das Bild zu begradigen und "stürzende Linien" im gleichen Schritt zu eliminieren. Ist mir jetzt wieder beim Schloss Charlottenburg aufgefallen, seitdem ich die Upright-Funktion aus Lightroom kenne stolpere ich da irgendwie jedes Mal drüber. (Ich kann aber genauso gut nachvollziehen wenn man die Bilder so haben möchte wie sie "echt" aus der Kamera kommen... :wink: )


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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 14:43 
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Der zweite Tag begann, wie der erste endete: im Hotel. :mrgreen: Spaß beiseite! Für diesen Tag hatten wir eine Radtour geplant, um möglichst viele Berliner Sehenswürdigkeiten an einem Tag angucken zu können und abends dann das WM-Spiel der Deutschen gegen Ghana anschauen zu können. Die Regenwahrscheinlichkeit lag bei 40%. Sicherheitshalber zog ich morgens die am Tag zuvor im Nike-Store erworbene Jacke an und los ging's. Vom Hotel aus radelten wir am Bahnhof Zoo und dem Zoologischen Garten vorbei in den Tiergarten. Dort war für die Fanmeile ein Teil abgesperrt, aber mit dem Fahrrad ließen uns die Ordner durch. Als erstes ging's zur Goldelse, also zur Siegessäule am Großen Stern. Weil es mittlerweile zu regnen begonnen hatte, stellten wir uns kurz unter, bevor wir dann zum Schloß Bellevue fuhren.

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Ich hatte vor zwei Jahren bereits ebenfalls eine Tour mit dem Fahrrad unternommen und dabei etliches entdeckt, was in Zusammenhang mit der DDR und dem Mauerfall stand. Das ist meinem Hobby "Zeitgeschichte" geschuldet. Als ich im Vorfeld meinem Kollegen von dieser Tour erzählte, war er hellauf begeistert und fand die Tour sehr interessant. Und da ich absolut nichts dagegen habe, mir die Dinge zweimal anzuschauen, fuhren wir also in weiten Teilen die gleiche Tour, die ich vor zwei Jahren bereits gemacht hatte. Der Vorteil diesmal war, daß ich mich nicht verfahren konnte, weil ich ja nun wußte, wo alles zu finden war. 8)

Als nächstes sahen wir die Gedenkstätte Günter Litfin, der 1961 im Humboldthafen bei seiner Flucht erschossen wurde. Diese Gedenkstätte besteht aus einem alten Wachturm, der noch an seinem Originalplatz steht. Mittlerweile stehen rundherum Häuser, aber trotzdem beeindruckend. Der Bruder von Günter Litfin bietet übrigens auch den Besuch dieses Turmes an.

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In Richtung Norden arbeiteten wir uns zu DEM Schauplatz der deutschen Geschichte vor. Da ich schon häufiger hier war, kann ich beurteilen, wie sich der Ort im Laufe der Jahre verändert hat. Es stehen zwar Gedenktafeln, die auf den Mauerfall hinweisen und ein Stück Mauer ist auch noch vorhanden, aber ein großer Teil des ehemaligen Platzes ist verschwunden, weil ein Lidl-Supermarkt mitsamt Parkplatz gebaut wurde. Hier hätte ich persönlich mir gewünscht, daß man das Areal halbwegs erhalten hätte (ähnlich wie die Gedenkstätte Marienborn am Grenzübergang Helmstedt), aber nach der Wende mußte wohl alle Erinnerung schnell weg. Was? An welchem Ort wir jetzt waren? Was in meinen Augen DER Schauplatz der deutschen Geschichte ist? Na, die Bösebrücke!

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Wenn man nun weiß, daß die Bösebrücke Teil der Bornholmer Straße ist bzw. die Bornholmer Straße über die Brücke führt und daß am 09.11.1989 an der GÜSt Bornholmer Straße der erste Schlagbaum hochging, dann erklärt sich das. (Wen's interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Grenz%C3%B ... tra%C3%9Fe)

Anschließend ging es durch den Mauerpark vorbei an der Max-Schmeling-Halle und dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zur Bernauer Straße. An der Stelle, an der Conrad Schumann damals aus der DDR flüchtete (Bernauer Straße / Ruppiner Straße: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... 281%29.jpg) , machten wir von uns auch ein Erinnerungsfoto - natürlich ohne Stacheldraht, bevor wir weiter zur Gedenkstätte Berliner Mauer radelten.

Von dort aus ging es vorbei am Nordbahnhof auf die Zinnowitzer Straße, an deren Ende wir auf die Chausseestraße nach Süden abbogen. Am Brecht-Haus hielten wir an, weil wir kurz auf den danebenliegenden Dorotheenstädtischer-Friedrichswerderscher Friedhof wollten, um uns die Gräber einiger weiterer Prominenter anzuschauen. Dort liegen u. a. Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Fritz Teufel, Bärbel Bohley, Otto Sander und Johannes Rau.

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Nach Verlassen des Friedhofs ging es weiter auf der Chausseestraße. Aber an der nächsten Straßenkreuzung bogen wir kurz nach rechts ab, um uns ein Gebäude anzuschauen, das ebenfalls eine geschichtliche Bedeutung hat. Denn in der Hannoverschen Straße befand sich die Ständige Vertretung der BRD bei der DDR.

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Bei meiner letzten Tour bin ich stumpf an der Hannoverschen Straße vorbeigeradelt, weil ich's irgendwie verpeilt hatte. Aber jetzt hatte ich das Foto im Sack und das Gebäude gesehen. :D

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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 14:45 
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Steffen hat geschrieben:
...Nutzt du Lightroom? Dort gibt es die Möglichkeit, mit einem Klick das Bild zu begradigen und "stürzende Linien" im gleichen Schritt zu eliminieren. Ist mir jetzt wieder beim Schloss Charlottenburg aufgefallen, seitdem ich die Upright-Funktion aus Lightroom kenne stolpere ich da irgendwie jedes Mal drüber. (Ich kann aber genauso gut nachvollziehen wenn man die Bilder so haben möchte wie sie "echt" aus der Kamera kommen... :wink: )

Ich habe Lightroom, bin aber kein Freund davon, stürzende Linien zu begradigen, denn so, wie es auf dem Foto aussieht, sah es ja auch für mich vor Ort aus. Bildbearbeitung ja, was Farben auffrischen und aufhellen angeht, aber ansonsten nicht. 8)

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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 15:31 
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Weiter mit Teil 2 des zweiten Tages:

Es ging weiter auf der Chausseestraße, die im weiteren Verlauf zur Friedrichstraße wird. Friedrichstadtpalast? Check! S-Bahnhof Friedrichstraße? Check! Tränenpalast? Check! Im Tränenpalast haben wir uns die kostenlose Ausstellung "Grenzerfahrungen" angesehen. Ich hatte sie mir vor zwei Jahren schon mal angeguckt und fand sie beeindruckend. Meinem Kollegen ging es genauso.

Wir fuhren in Richtung Süden, hielten unterwegs an, um uns bei Starbucks mit einem Kaffee ein wenig aufzuwärmen. Es regnete zwar nicht mehr, aber warm war irgendwie auch anders. Man würde wohl sagen "angenehme Fahrradfahrtemperatur", aber wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, ist es dann doch ein wenig kühl. Na ja, besser als 35 Grad und besser als strömender Regen. Und zack, schon waren wir am Checkpoint Charlie angekommen. Natürlich wurden Fotos gemacht, aber nur die kostenlosen. Ich muß mich nicht mit irgendwelchen Schauspielauszubildenden in alten Uniformen fotografieren lassen. Wir wollten eigentlich den Hi-Flyer, dem Fesselballon unweit des Checkpoint Charlie, besuchen. Aber aufgrund der Witterung war die Attraktion an diesem Tag geschlossen. Schade, aber nicht zu ändern. Auf dem Rückweg zu unseren abgeschlossenen Rädern gingen wir ins "asisi Panometer". Das kostete uns 7,50 Euro, war sein Geld aber absolut wert. Was das "asisi Panometer" ist? Guck doch bei google! :P Ich hatte mal davon gelesen, aber irgendwie im Kopf, daß das zeitlich begrenzt war. Umso schöner, daß ich mich da wohl getäuscht hatte. Also: Der Herr Asisi hat ein Mauerpanorama erschaffen, das einem suggeriert, daß man tatsächlich von einer Aussichtsplattform über die Mauer guckt. Es werden Tag und Nacht simuliert und im Hintergrund laufen Ausschnitte aus berühmten Reden anläßlich der Mauer ("Niemand hat die Absicht...", "Mr. Gorbatschow, tear down this wall!", "Ich bin ein Berliner" usw.).

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Die Ausstellung zum Kalten Krieg in der Black Box gegenüber des Checkpoint schauten wir uns auch noch an, was uns 3,50 Euro kostete. Auch hier war der Eintrittspreis absolut gerechtfertigt. Wir setzten uns wieder auf unsere Räder und fuhren zur Gedenkstätte für Peter Fechter, der 1962 an der Mauer erschossen wurde. Weiter ging es zum Springer-Hochhaus und von da aus dann zurück zur Niederkirchner Straße. Hier steht auch noch ein (stark in Mitleidenschaft gezogenes) Stück Mauer. Und schon waren wir am Potsdamer Platz. Hier fanden wir auch noch einen alten Wachturm, der allerdings nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort steht. (Okay, ich hatte den schon vor zwei Jahren gefunden!)

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Wo der steht? In der Erna-Berger-Straße. Von dort aus fuhren wir über den Leipziger Platz bis zum Gebäude des Bundesrates und wieder zurück zum Potsdamer Platz. Ich wollte unbedingt den Panoramapunkt im Kollhoff-Tower besuchen. Das hatte ich erstaunlicherweise bislang auch noch nicht gemacht.

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Mittlerweile zogen sich die Wolken ganz schön zu und es wurde teilweise recht dunkel. Aber die Regenwahrscheinlichkeit lag ja nur bei 40% und es hatte ja schon am Morgen geregnet. Wir kauften unsere Tickets, fuhren mit dem Fahrstuhl nach oben und genossen den Ausblick über Berlin.

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(Die Wolken ziehen sich zu. Regnet's da ganz hinten? Egal. hier bei uns ja nicht.)

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Im Anschluß gingen wir noch über den Boulevard der Stars und ins Sony-Center, bevor wir zu unseren Fahrrädern zurückkehrten, um zum Holocaust-Mahnmal zu fahren. Wir gingen durch die Reihen - jeder für sich - und trafen uns nach einiger Zeit wieder an den Fahrrädern. Nun ging es die paar Meter zum Brandenburger Tor, wo es aber aufgrund der Fanmeile keinen freien Blick auf und durch das Tor gab. Fand ich's schlimm? Nein, denn ich hatte das Brandenburger Tor schon in allen möglichen Variationen gesehen (und bin sogar Mitte der 90er durchgefahren, als das noch ging). Mit Fanmeile kannte ich von 2012 auch schon. Also alles bekannt.

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Die weiteren Punkte auf unserer Tagestour: Reichstag und Bundeskanzleramt. Beim Anblick des Bundeskanzleramtes sah ich unweigerlich die Schlagzeile, die dazu paßte: "dunkle Wolken über dem Kanzleramt".

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Regenwahrscheinlichkeit 40% und Wolkenwahrscheinlichkeit 100%. Aber Wolken stören ja nicht! Also weiter! Als wir das Kanzleramt passiert hatten, fing es leicht an zu tröpfeln. Ich hatte bei meinem Besuch auf Sri Lanke 1998 mal erlebt, wie schnell aus Tröpfeln ein Monsun werden kann, aber nie gedacht, daß ich das hier auch mal erlebe. Doch! Heute war so ein Tag! Und wir waren dabei! Wahnsinn! Welch glückliche Fügung des Schicksals! Regenwahrscheinlichkeit 40%? Am Arsch! Derzeitig Regenwahrscheinlichkeit 100% und Unterstellmöglichkeit 0%. Wir schafften es zu den ersten Bäumen des Tiergartens, die allerdings auch nicht so dicht waren, daß sie wirklich Schutz boten. Kennt Ihr das Gefühl, wenn man merkt, wie die Nässe sich langsam durch die Kleidung Richtung Haut vorarbeitet und die Jeans dabei auf den Oberschenkeln klebt? Ach, was rede ich! Jeans? Jacke und T-Shirt auch. Da standen wir nun wie die begossenen Pudel. Uns kamen immer irgendwelche Besucher des gleichzeitig stattfindenden Christopher Street Day entgegen, die sich mit Besuchern der Fanmeile mischten. Alle wollten nur mehr nach Hause. Fanmeile? Ach ja, wir wollten ja das Deutschland-Spiel gucken. Und während wir da so triefend standen, gingen wir unsere Optionen durch, die ob der durchnässten Kleidung relativ schnell schrumpften, denn ich hatte für den Kurztrip nur eine Hose dabei, die sich nun eng an meine Haut anschmiegte. Ich überlegte, wie lange es wohl dauern würde, bis die Hose wieder so weit getrocknet war, um sie anziehen zu und das Hotel verlassen zu können. Mir wurde relativ schnell bewußt, daß das wohl nicht mehr am heutigen Tage sein würde. Also blieb uns nichts anderes übrig als das Deutschland-Spiel auf dem Hotelzimmer zu gucken. Immerhin besser als Fanmeile in strömendem Regen! :roll: Wobei wir eh nicht auf der Fanmeile gucken wollten. Na ja, wir kämpften uns von Baum zu Baum vor und stellten relativ schnell fest, daß es mittlerweile scheißegal war, ob wir uns unterstellten oder nicht und entschlossen uns, in Richtung Hotel zu fahren. Das ist ja irgendwie wie im Regen beim Fußball auf Asche: Am Anfang findet man's scheiße, aber wenn man einmal im Matsch gelegen hat, macht's Spaß!

Wir hielten kurz vor der "schwangeren Auster" an, um ein Foto zu machen. Und während ich da mit dem Fahrrad am Straßenrand stand, hatte es ein Taxifahrer nicht nötig, einen Bogen um die dort befindliche Pfütze zu machen. Er fuhr mit vollem Tempo durch und sorgte dafür, daß ich nun auch noch von hinten vollkommen durchnäßt war. Was für ein Arschloch! Als ob der die Pfütze nicht gesehen hat! Und die Straße ist da breit genug. Aber was soll man sich aufregen!

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Ob das Foto etwas geworden war, konnte ich vor Ort nicht übrigens feststellen, weil alles klatschnaß war. Es hatte zwar mittlerweile aufgehört zu regnen, aber angenehmes Fahrradfahren ist doch ein wenig anders. Überall tropfte es aus der Kleidung und der Fahrtwind sorgte nicht dafür, daß einem wohler wurde. Wir gaben im Hotel unsere Fahrräder ab und gingen anschließend zu einer nahegelegenen Pizzeria, um uns Pizza und Salat zu kaufen. Wir aßen auf dem Zimmer und schauten nach einer ausgiebigen Dusche das Deutschland-Spiel.

Unsere Tour:

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Zuletzt geändert von supercoach am 17.08.2014, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16.08.2014, 15:52 
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Für den dritten Tag hatten wir uns zuerst den Flughafen Tempelhof auf unsere Agenda geschrieben. Dort machten wir eine Führung mit, die im Nachhinein betrachtet, sehr interessant war und empfehlenswert ist.

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Der Tag begann wieder regnerisch, aber als wir im Herzen Berlins aus der U-Bahn stiegen, strahlte die Sonne und es war schön warm. Wir besuchten nun den Bereich zwischen Alex und Brandenburger Tor, den wir am Vortag mit dem Fahrrad ausgelassen hatten. Strahlender Sonnenschein am Gendarmenmarkt! Herrlich! Wir zahlten 2 Euro Eintritt für die Humboldt-Box und schauten uns die Baustelle der Berliner Schlosses an. Von dort oben hat man ebenfalls einen sehr schönen Ausblick auf den Berliner Dom.

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Wir gingen über die Museumsinsel zu den Hackeschen Höfen und weiter zum Alexanderplatz. Dann vorbei am Roten Rathaus zum Nicolaiviertel (Ur-Berlin sozusagen) und zum Bebelplatz, wo seinerzeit die Bücherverbrennung der Nazis stattfand.

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Nachdem wir alles abgegrast hatten, was wir sehen wollten, fuhren wir mit der U-Bahn zurück zum Wittenbergplatz und schlenderten ein letztes Mal über die Tauentzienstraße und den Ku'damm entlang, bevor wir den Abend (nun doch) im Hard Rock Café ausklingen ließen. Wir mußten zwar eine knappe Stunde warten, aber die überaus freundliche und charmante Bedienung und das Essen entschädigten in der Tat dafür.

So, Berlin! Bis zum nächsten Mal, wa!

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For this message the author supercoach has received thanks: bravejovi (16.08.2014, 18:42)
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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 05:26 
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:daumen1: Wirklich sehr interessant, sehr informativ und sehr schöne Fotos, vielen Dank fürs Teilen :daumen1:

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Liebe Grüsse Hannemie :)


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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 11:22 
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Sehr schöner Bericht! Danke. :daumen2:
Wenn man fragen darf, in welchem Hotel seid ihr abgestiegen?

Der Thread "Reisen in alle Welt" lohnt sich immer mehr. Danke auch dafür!

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Gruß daumenhut
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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 14:16 
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Danke für den schönen Bericht. Wir sind gerade von einem Kurztrip aus Berlin wieder gekommen und hatten jetzt besonderen Spaß an deinem Bericht.


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BeitragVerfasst: 17.08.2014, 14:29 
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daumenhut hat geschrieben:
...Wenn man fragen darf, in welchem Hotel seid ihr abgestiegen?...

Ich buche eigentlich im Regelfall das Hotel Astoria in der Fasanenstraße. Das liegt zentral und die verleihen Fahrräder. :P

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BeitragVerfasst: 18.08.2014, 09:56 
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Schöner Bericht, danke! :)


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