New York Pass
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 Betreff des Beitrags: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 08.11.2017, 11:06 
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Lange habe ich überlegt ob euch mein Reisebericht interessieren würde.
Lange daran geschrieben wurde auch und vieles davon oft wieder verworfen, ich lasse ihn jetzt aber genau so wie er ist.
Sonst bekommt ihr ihn niemals zu lesen. Die Airline die ich gebucht habe gibt es mittlerweile schon nicht mehr also wird es Zeit.
Zeit wird es auch Dankeschön an alle aus dem Forum zu sagen.
Ihr habt mich die ganze Zeit „über Wasser gehalten“ und bis zur nächsten Reise werdet Ihr wieder mein „Rettungsring“ sein.
Ich bin in euren Berichten immer gedanklich mitgereist und vielleicht habt ihr Spaß daran mich auf meiner Reise zu begleiten.
Foto´s wird es leider nicht geben. Nicht weil keine gemacht wurden (doch zu genüge) die Wahrheit ist einfach:
Leider weiß ich nicht wie man Foto´s hier einfügt :oops: mea culpa.
Das Gute daran: Ihr wisst wie New York aussieht und könnt euer eigenes Kopfkino dabei laufen lassen. Auch nicht schlecht oder?
Also los geht’s. Wer kommt mit?

Adventure of a Lifetime

Das erste mal durfte ich 2004 nach New York und seitdem hat mich die Stadt nicht mehr losgelassen.
Leider habe ich dieses Forum erst nach meiner Reise gefunden. Im Nachhinein betrachtet könnte man sagen das ich damals ziemlich „naiv“ nach New York geflogen bin, trotz aller von mir sogenannter „Vorbereitung“.
Was soll ich sagen: ich kam, ich sah und New York siegte. Ihr kennt es alle, wem erzähle ich das.
Aber ich komm vom Hölzchen auf´s Stöckchen ...

Natürlich wollte ich unbedingt wieder hin doch oft lässt man sich von irgendwelchen „ja aber“ abhalten oder die Lebensumstände zwingen einen dazu Wünsche und Träume hintenan zu stellen.
Wenn die Stadt dich ruft sieh zu das du hinkommst, man lässt Sie nicht warten. Die Lektion habe ich gelernt. :wink:
Aber soviel ich auch von der Stadt schwärmte ich erntete immer nur entgeisterte Blicke oder Antworten wie: Was soll den an der Stadt so besonders sein - Nein da will ich nicht hin – was willst du denn da - da warst du doch schon – es gibt noch andere schöne Ziele auf der Welt – Interessiert mich nicht usw...usw...

Es fand sich keine Reisebegleitung egal wie ich über die Stadt und Menschen schwärmte.
Also alleine in die Große Stadt und schauen das Geld in die Kasse kommt. Das hieß lange sparen und nach Schnäppchen Ausschau halten.
Als Reisezeitraum kam dann nur der Winter in Frage da
a) günstiger und b) mir praktischerweise sowieso besser gefällt.

Im Juli letzten Jahres gab es dann von Air Berlin ein Flugangebot: 1 € für den Flug plus Steuern und Gebühren. Kannst nicht meckern dachte ich so bei mir und das ganze auch noch ab Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden, der liegt ja geradezu vor meiner Haustür, also kein nerviges Anreisen nach Stuttgart oder Frankfurt. Da Lufthansa zu der Zeit fast nur Streikte und Air Berlin Pünktlich wie die Maurer flogen.... mir sowieso egal war wer fliegt Hauptsache bezahlbar für mich ...der Flugplan FKB / TXL / JFK vorsah... (machbar, in Tegel umsteigen kann ja nun nicht so schwer sein)...viele von euch schon mit AB geflogen sind....... und überhaupt...... Es wurden keine „ja aber“ gefunden und so stellte ich mir die Frage:
Wie lange willst du noch warten? Push the Button! Ich lies ihn Pushen durch´s Reisebüro 8)

So soll es sein:
Alleine nach New York! Punkt. Gebucht! Punkt. Wird schon schiefgehen! Punkt.
Vom 25.02.17 bis 03.03.17 über meinen Geburtstag. Mein Geschenk an mich selbst.
Mein „wichtigstes“ Geschenk an mich selbst nach Tiefschlägen die einem das Leben in die Magengrube donnert ohne Vorankündigung.
Die Art von Tiefschlägen wo man nach dem Anzählen zuerst liegen bleiben will sich dann aber aufrafft und weitermacht.
Da sollte doch so eine Reise nach New York kein Problem sein. Was meint Ihr?
Ein Hotel war auch schnell gefunden und sogar bezahlbar dank eines Angebotes.
Es wurde das Hotel Metro am Herald Square, kann ich wirklich nur weiterempfehlen.
Für eine Woche incl. Frühstück habe ich 598 € bezahlt. Fand und finde ich immer noch total in Ordnung. Es war alles Top und die Lage mehr als Optimal. Mittendrin statt nur dabei :daumen1: :daumen1:
Ein unbeschreibliches Gefühl als ich aus dem Reisebüro raus bin.
Die Sonne schien, das Cabrio war offen, im Radio lief Adventure of a Lifetime ich sang lauthals mit und hatte Tränen in den Augen vor Freude und Glück.
Ich würde New York wiedersehen.


Kaum hatte ich im Freundeskreis erzählt wo meine Reise hingeht und das ich alleine verreise kamen einige auf die Idee das New York ja doch etwas für sie sein könnte. Wie jetzt?
Hab ich mich verhört? Aber Hallo und ach was? Wo kommt das denn jetzt alles auf einmal her? Eine meiner Freundinnen sollte dann mitkommen.
Ein zweiter Sitzplatz im Flieger war schnell dazu gebucht und das Hotel hatte ich schon.

Nun hieß es warten.... Warten kann manchmal so schön sein.
In der Zwischenzeit kann man das Forum mit den Reiseberichten nochmal durch/ quer/rückwärts lesen, Reisepläne erstellen und alles wieder umwerfen, sein Smartphone mit App´s von New York versorgen, Crown-Tickets für Statue of Liberty bestellen und sich um einen Big Apple Greeter bewerben oder „einfach nur“ die Vorfreude genießen.
Die Monate vergingen wie im Flug und Anfang Januar 2017 haben wir ESTA beantragt.
Alles wichtige war erledigt es konnte losgehen.

Los ging es auch mit den Verspätungen von Air Berlin ab dem Flughafen FKB nach Tegel.....
Verspätet oder Annulliert waren öfter an der Anzeige zu lesen als Pünktlich oder Gestartet.
Wird schon schiefgehen sagten wir immer.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen sie könnten in Erfüllung gehen.

To be continued..........



For this message the author MissEllie has received thanks: 5 arielleNeuwied (08.11.2017, 13:20), bravejovi (10.11.2017, 05:02), gila (08.11.2017, 11:55), Hannemie (08.11.2017, 12:51), Remix (08.11.2017, 11:08)
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 Betreff des Beitrags: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 08.11.2017, 11:21 
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Der Schreibstil würde eher zu Sue Ellen als Miss Ellie passen....
;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 08.11.2017, 13:38 
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Bin gerne dabei. Unterhaltsam geschrieben

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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 11.11.2017, 17:18 
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Selbstverständlich dürft Ihr mich nennen wie immer Ihr möchtet.
Persönlich sehe ich mich aber eher als Alexis nicht als Sue Ellen, wenn wir bei den Straßenfegern der 80er Jahre bleiben wollen :wink:
Ja der Schreibstil ist durchaus etwas „angeknipst“ weil genau dieser zu unserer Reise passt: Drama Baby, Drama.
Ich kann auch nett sein :lol: . Seid lieb zueinander.


Abreisetag Samstag 25.02.2017

Das lange warten hat ein Ende endlich geht es los.
Die Nacht war erholsam, keine Anzeichen von „Reisefieber“. Alles entspannt.
Dank der kurzen Anfahrt zum Flughafen KA/BAD klingelte der Wecker um halb acht.
Nochmal umdrehen für ein Viertelstündchen, herrlich. Ich war die Ruhe selbst. Noch.
Später gemütlich fertig gemacht, kurz gefrühstückt und letzte Sachen im Koffer verstaut. Abfahrt.

Unser Flug geht 10:40 Uhr also hatten wir abgemacht uns um 09:00 Uhr im Flughafen zu treffen.
Diese Zeit ist wirklich mehr als ausreichend um den Koffer abzugeben und noch in aller Gemütlichkeit ein Käffchen zu trinken.
Der Flughafen ist sehr übersichtlich, ganz kurze Wege.
Als wir ankamen war der Schalter von AB noch unbesetzt, es stand nur ein Pärchen vor uns in der Schlange. Also noch Zeitschriften und bisschen Süßigkeiten eingekauft. Am Flughafen war um diese Uhrzeit eine himmlische Ruhe.


Als der Schalter schließlich öffnet höre ich beim einchecken des Pärchens vor uns nur das Wort umgebucht. Umgebucht?!... Hab ich richtig gehört? Jetzt war ich schlagartig wach und mein Blutdruck tat seinen Dienst auf´s vortrefflichste. Umgebucht. Air Berlin wird doch nicht.. das Wort lässt nichts gutes Ahnen. Wird schon schiefgehen. Meine Freundin und ich schauen uns stillschweigend an, wir sind dran. Pässe abgeben und warten was dieser nette, junge und höfliche Mann nun uns mitteilen wird. Und tatsächlich sagt er ohne Punkt, Komma, Satzzeichen und Luft zu holen:
Air Berlin hat sie umgebucht über Tegel/Amsterdam/JFK. Sie haben wirklich sehr sehr kurze Transferzeiten, da müssen sie echt schauen das sie die Anschlüsse bekommen. Das Gate in Tegel steht auf Ihrem Boarding Pass nach dem Gate in Amsterdam müssen sie selber schauen. Ich checke Ihren Koffer mit Priorität ein dann wird dieser nicht jedes mal kontrolliert sondern nur hier am Flughafen. Er könnte also mit ankommen wenn alles klappt und die Bodencrew´s flink sind (könnte? ach so ja dann! Verstehe. Dankeschön auch). Hier Ihre Fluggastrechte falls sie Entschädigung einreichen möchten (falls? Witzbold). Danke das sie Air Berlin gebucht haben. Guten Flug.

Das fängt ja gut an aber Hey positiv bleiben. Immerhin kommen wir so in den Genuss dreier Start´s und Landungen an einem Tag und das für nur 1€
Humor hilft ungemein und ich kann ihn nur empfehlen, in allen Lebenslagen.

Wir sind später durch die Sicherheitskontrolle und wurden mit dem Bus zum Vorfeld gefahren.
Eingestiegen in den Flieger und gewartet, gewartet, gewartet um dann etwas verspätet abzufliegen. Dieses „etwas“ verspätet hat der Pilot in seiner Durchsage damit erklärt das die Crew für diesen Flug zuerst noch von Saarbrücken mit dem Bus anreisen musste, es ginge aber jetzt gleich los. Immerhin Ehrlich, kannst nicht´s dagegen sagen. Ich dachte aber nur: Dein Wort in Gottes Ohr Schatz, mach hin und gib Stoff.
Nicht sehr christlich, ich weiß. Unseren Anschlussflieger nach Amsterdam wollten wir aber schon noch bekommen, wenn es keine Umstände macht.
Im Nachhinein betrachtet muss bei Air Berlin damals schon Sand im Getriebe gewesen sein.

Wann genau wir dann Abgeflogen sind kann ich euch nicht sagen, wir haben nicht darauf geachtet. Nicht einmal ungefähr. Irgendwann ging uns das Empfinden für Zeit und Raum verloren... Ihr werdet es später vielleicht verstehen oder eben nicht.
Ebenso habe ich Rückblickend natürlich für manche Situation mehr Verständnis. Am Schreibtisch sitzend mit Kaffee in meiner Hand. Entspannt.
Bei unserer Anreise nach New York waren wir in manchen Situationen weit weniger entspannt und zeitweise an unseren Grenzen.
Schön für alle die dies ohne „Anspannung“ hinbekommen würden.

Mittlerweile in Tegel gelandet lautete die Parole: lauf Forrest lauf!!!
Stress pur und dabei hatte der Tag so schön angefangen.

Nüscht wie raus aus´m Flieger. Ja nee eben nicht. Mitfliegende Passagiere müssen sich erst „ordnen“ in einer Ruhe die selbst den Dalai Lama vor Neid erblassen lassen würde. Himmel hilf. Die Crew war keine Hilfe, trotz Hinweis auf unsere knappe Umsteigezeit. Es war Ihnen schlicht weg egal ob wir hier in Tegel stranden oder nicht. Dem Pärchen die beim Einchecken vor uns standen ging es ebenfalls so. Sie wurden auch gekonnt ignoriert. Sand im Getriebe.....
Nachdem endlich alle ihre Habseligkeiten „geordnet“ hatten jetzt aber raus aus dem Bomber Ja?
Wieder Nein. Es muss jeder noch persönlich verabschiedet werden mit einem Herz aus Schokolade.
Nun gut gib her das Ding, bin ja kein Unmensch, jetzt aber bitte wirklich los ja.... wir sehen schon den Ausgang, die 50 Meter können wir laufen bis dann mal und noch einen schönen Tag.

Nein schallt es uns entgegen, so nicht. Bitte wie meinen? Warum nicht, da ist doch der Ausgang. Da drüben, ich sehe schon das Licht (an Ende der Geduld mit Air Berlin) kommt es mir fast flapsig über meine Lippen. Die nette Flugbegleiterin wies uns darauf hin: rein in den Bus raus aus dem Bus. Nicht euer Ernst oder? Doch. Und wieder geht das warten los bis wirklich ALLE im Bus sind. Sicherheit geht vor. Ja Ja.....sagte ich nur und Ihr könnt euch denken was ja ja in dem Moment bedeutete. Schäm. :oops:
Nach meiner Stimmung braucht ihr mich nicht fragen und mein Blutdruck war nie höher. Jedes „von null auf Hundert“ Rennen hätte er mit links gewonnen.
Nutzte alles nicht´s, wir haben keine Zeit für Kinkerlitzchen.... lauf Elli lauf!!!

Da der Sicherheit genüge getragen wurde endlich raus aus dem Bus und zum anderen Ende des Flughafens flitzen wo KLM Ihre Abflüge hat. Sport ist Mord.
Mehr sag ich nicht. Ich war fix und fertig. Endlich am Terminal, Luftholen? Nein denn wir mussten noch einmal durch die ganze Security und vor uns eine lange Schlange, wieder Striptease....werden wir es schaffen... wenn ich dem Personal da so zuschaue.....mein Blutdruck.....und die Nerven.....
und überhaupt......STRESS.....
Ich möchte niemandem zu nahe treten aber eines muss man den Berlinern lassen.
Sie haben die Ruhe weg. Als wir endlich dran sind frage ich ob es noch weit ist bis zum Gate da sagt die Frau in bestem Berliner Deutsch:
Dett is hier glech um`Ecke, deen Flieger kriegn´se noch, keen Stress wa.
Kein Stress? Die Frau hat Nerven alle Achtung und Respekt! :mrgreen:
Aber tatsächlich, das Gate war wirklich gleich um die Ecke. Geschafft.
Keine Sekunde zu früh wie sich zeigte, kaum hatten wir unsere Sachen wieder geordnet ging das Boarding los.
Zumindest würden wir nach Amsterdam kommen, immerhin.....


Fortsetzung folgt.......


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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 11.11.2017, 17:30 
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Oh, das kann ich SO gut verstehen. Solche Situationen hatte ich auch schon (knappe Umsteigezeit oder andere Widrigkeiten) und ab einem bestimmten Punkt werde ich komplett humorlos. In Amsterdam mussten wir mal quer durch den ganzen Flughafen rennen. GRAUENHAFT! Ich hasse es aus tiefster Seele, wenn eine Reise so anfängt und man kommt sich dann vor, als würden alle Mitpassagiere nur noch in Zeitlupe agieren... Waaahhhh!

Bin gespannt, wie es weitergeht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 11.11.2017, 20:28 
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Sorry trotz dem Stress den ihr hattet musste ich ein paar mal beim lesen laut lachen, so klasse geschrieben. =)
Deshalb fliege ich nur nonstop. Diesen möglichen Stress brauche ich nicht

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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 12.11.2017, 16:18 
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Marion wir sind Schwestern im Geiste :wink: und vielleicht kommt dir im nächsten Teil irgendetwas bekannt vor.
Maleja auch nonstop kann so deine Tücken haben..... :floet:

Viel Spaß beim nächsten Teil
:-D


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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 12.11.2017, 16:35 
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Immer noch Samstag 25.02.2017

Der Zweite Start des Tages steht an. Pünktlich. Man stelle sich das mal vor. Sachen gibt’s.
Push back, Rollbahn und ab geht die Luzie. Wir sind auf dem Weg nach Amsterdam, Flugzeit 1 Std. 30 Min.
Zeit um durchzuatmen und die Nerven beruhigen von dem ganzen Gerenne und Stress.
Erholung vor dem nächsten Sprint.

Der Flug war super und KLM kann ich nur empfehlen. Diese Fluglinie hatte ich bisher nie auf meinem Radar.
Es war wirklich eine Wohltat Gast bei KLM zu sein, danke für´s Umbuchen AB.
Wie sehr ich diesen Satz zu schätzen wusste stellte sich auf dem Rückflug von JFK mit Air Berlin (ja sie flogen tatsächlich selbst) heraus.
Da setze sich die Flugbegleiterin vor dem Start auf Ihren Sitz, schnaubte laut und sagte so das viele Passagiere es hören konnten (OT!) : Ich habe jetzt schon keinen Bock mehr.

Wir landen also in Amsterdam und können sehr zügig den Flieger verlassen. Ohne Bus gleich in den Transitbereich. Geht doch.
Und wieder geht die Reise los, lauf Forrest lauf. Der Flughafen ist unheimlich groß. Will keine Behauptung aufstellen aber Frankfurt passt locker da rein, finde ich.
Was ich so während des Rennens im Augenwinkel mitbekomme sieht gut aus.Sehr schön gemacht, würde gerne länger hier verweilen aber bitte nicht heute.
Mit den Anzeigetafeln haben sie es nicht so und die Bildschirme sind (gefühlt) unübersichtlich vor allem wenn man es eilig hat und sich nicht auskennt.
Wir müssen uns durchfragen, hilft alles nicht´s. Wir suchen eine Information (auch schwierig zu finden in der Hektik) und rennen weiter in Richtung unseres Abflugterminals.
Ich glaube es war E. Ich war auch E, E wie Erledigt. Das Gerenne in Tegel war nur die Aufwärmphase.

Vorher aber noch durch den Zoll. Oh je wieder lange Schlangen aber als wir uns anstellen wollen zeigt uns eine Angestellte einen Schalter der gerade öffnet. Glück muss der Mensch haben. Puh. Weiter geht die Jagt aber bald ist es geschafft wir sind da. Der Flieger ist da. Alles gut. Rest egal. Das Gate ist noch geschlossen also Puls in Ruhezustand kommen lassen und die letzten Nachrichten und Neuigkeiten an die lieben zu Hause gesendet. Da kommt auch schon die Crew samt Piloten und es geht los. Gate open und wir kommen mit. YES!

Wir haben wohl schon einen Ruf weg: Ah Sie sind die von Air Berlin umgebuchten Passagiere.
Wir hätten nicht gedacht das sie es zeitlich schaffen würden (wir auch nicht). Schön das sie mit KLM fliegen, Willkommen an Bord. Es wird noch gefragt wo wir in New York wohnen und schon geht es weiter... da vorne geht es zum Flieger...wir sehen ihn durch die Scheibe.... ich grinse wie ein Kind. Weihnachten und Geburtstag an einem Tag. Das grinsen vergeht mir als ich höre: bitte kommen sie einmal zu mir. Ich? Ja sie. Die Angestellte fragt mich was ich in New York mache, was ich arbeite, wo ich wohne, bitte Schuhe und Jacke ausziehen und Gepäck hinstellen und öffnen. Was geht denn jetzt ab? Wusste die eine Fahndungsliste macht mir Ärger. Wäre nicht das erste mal. Auf irgendeiner solchen stehe ich bzw. mein Verlust gemeldeter Pass, so sagte mir ein Zollbeamten am Flughafen Stuttgart, nämlich drauf. Diebstahl im Urlaub sei dank.

Als sie einen Papierstreifen zieht wird mir klar: Drogentest. Dankeschön auch, Sehe ich wirklich so fertig aus? In meinen Gedanken sitze ich bereits mit einem Nervenzusammenbruch, in der Arrestzelle.
Würde passen bei unserem Glück heute. So kurz vor dem Ziel. Verdammt. Aber nein alles gut. Wusste ich doch!
Aber heute lautet die Parole: zuerst kein Glück gehabt und dann kam auch noch Pech dazu.......
Ellie hat also alles wieder einpackt sich angezogen und dann ab in den Flieger. Meine Freundin und ich schauen uns auf der Gangway an und „lachen“ lauthals los. In diesem „lachen“ lag die ganze Anspannung und der Stress der letzten Stunden die von uns in diesem Moment abgefallen sind. Ud ich gebe gerne zu, bisschen Pipi in die Augen hatte ich auch. Wir steigen als letzte in den Flieger. Jetzt warten Ausnahmsweise andere auf uns.

Der Purser zeigt uns schnell unsere Plätze und wie super ist das denn: eine dreier Reihe für uns alleine. Nur noch zügig das Handgepäck verstaut, angeschnallt und dann kommen die magischen Worte über den Lautsprecher: Boarding completed. In dem Moment für mich die schönsten Worte. Der dritte und letzte Start des Tages. Ohne Verspätung oder Verzögerung hoben wir mit der Flugnummer KL643 ab. Einige Stunden später als ursprünglich mit AB geplant war aber egal, wichtig war nur wir würden nach New York kommen. Alles andere war unwichtig.

Der Flug verlief sehr ruhig. Essen, Film schauen, schlafen. Das übliche Programm.
Keine besonderen Vorkommnisse alles ruhig, bis auf eine Ansage:
Hier spricht der Co-Pilot Wir haben einen medizinischen Notfall. Falls ein Arzt anwesend ist bitte melden sie sich bei einem Crewmitglied.
Die Frau vor mit verlässt ihren Platz und wird fortan nicht mehr gesehen.
Oh Hoppla hoffentlich nicht´s ernstes. Alle guten Wünsche für den/die kranken.

Der Bordbetrieb geht weiter seinen gewohnten Gang und wir vertreiben uns die weitere Flugzeit.
Ich döse vor mich hin. Als ich wach werde sehe auf dem Bildschirm vor mir das es nur noch zwei Stunden bis New York sind.Nur noch zwei Stunden, ich könnte heulen so schön ist es. Vielleicht habt ihr es schon geahnt, ich bin ein sehr emotionaler Mensch und das ist gut so.

Der Platz vor mir ist immer noch frei. Wo ist die Ärztin? Du lieber Himmel.
Da macht es auch schon „Ding Dong“ Hier spricht der Co-Pilot leider macht der medizinische Notfall eine Zwischenlandung unumgänglich. Das Crewmitglied braucht Hilfe die an Bord nicht gegeben ist. Bitte schnallen sie sich an. Danach nur noch ein kurzes Cabin Crew save Cabin und schon gehen wir runter und so schnell wie da war ich noch nie unten.
Touchdown St. John´s, Neufundland, Canada.


Meine Freundin und ich schauen uns an. Nicht wegen der Zwischenlandung sondern wegen dem Notfall an Bord. Hoffentlich geht alles gut und die Hilfe kommt noch rechtzeitig.
Dann wird dir wieder bewusst wie schnell alles vorbei sein kann und du wirst Dankbar für dein Leben, egal an welcher Stelle von auf und ab du dich gerade bewegst. Da ist es egal ob du quer durch einen Flughafen rennen musstest oder umgebucht wurdest. Solche Ereignisse rücken wieder zurecht was in der Hektik des Alltags durcheinander kommt. Alles ist besser als die Nulllinie.
Wir saßen auf der rechten Seite im Flieger und sahen nicht was dann passierte.
Ist auch überhaupt nicht wichtig. Hauptsache dem Patienten wurde geholfen.
Im Nachhinein haben wir erfahren das es den Piloten erwischt hat, Herzinfarkt. Er geht ihm aber wieder gut und er hat es überstanden das ist das wichtigste.

Da saßen wir nun (Passagiere aller Nationen, die Crew und Turnierpferde die auch mit an Bord waren) mitten auf einem Flughafen in Neufundland.
Es war so gegen 19:30 Uhr Kanadische Zeit. Bei Fligth Radar kann man das wohl irgendwie nachvollziehen sagte mir meine Anwältin später.
Die Crew hat ALLES getan um es uns so angenehm wie möglich zu machen.
Letzte eiserne Reserven von Getränken und Essen wurde verteilt, alles wurde ausgegeben. Nicht einmal eine Maus hätte etwas gefunden. Wir wurden auch immer auf dem laufenden gehalten sobald es Neuigkeiten gab. Noch waren wir hoffnungsvoll was den Weiterflug angeht.
Man vertritt sich die Beine und unterhält sich mit anderen Passagieren.
Irgendwann bin ich einfach eingeschlafen. Nicht erst weg gedöst nein, zack weg war ich.

Als ich wach wurde war das Licht abgedunkelt und es herrschte eine gespenstische Ruhe. Es war Nacht und viele schliefen. Welcher Tag? Welche Zeit? Ich hätte es euch nicht sagen können so „durch“ war ich was Zeit und Raum angeht. Durch die Zeitverschiebung und alles kann ich nicht einmal sagen wie lange wir eigentlich schon unterwegs waren. Totales Black out.

Habe mir dann ein wenig die Beine vertreten und bin nach vorne zur Tür die die ganze Zeit offen war um Frischluft „zuzuführen“. Da stand doch wirklich ein Kanadischer Zollbeamter und bewachte den Ausgang. Was dachte er was wir tun? Meutern. Illegal einreisen. Ich weiß wahrscheinlich Vorschrift aber nach fast 10/12 ? Stunden im Flieger bist du platt, da meutert nix mehr und Einreisen wollten wir alle in Amerika/New York. Also bitte.

Da standen wir „Illegalen“ und haben uns ein wenig Unterhalten. Der Purser (der beste !!) sagte uns das eine Crew die in New York vor Ort ist zusammengetrommelt wird und hierher fliegt um die Boeing zu übernehmen. Wann? Es könnte noch etwas dauern aber die Organisation läuft auf Hochtouren und KLM entschuldigt sich vielmals für die Unannehmlichkeiten. Die jetzige Crew kann nicht weiterfliegen da Ihre Flugzeiten überschritten sind.
Sie dürfen unter keinen Umständen weiterfliegen.

Organisiere das alles mal mitten in der Nacht an einem Wochenende in einem anderen Land.
Hut ab vor denen die damit zu tun haben und das alles leisten müssen.
Wir hören Ihm also aufmerksam zu da kommt ein Zollbeamter und tuschelt mit unserem Purser. Ich bekomme nur mit:
The Plane ends here finali. Bitte nicht ….Nein Nein Nein..... das war nicht der Plan......
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wird schon schiefgehen.


Ihre Route wird neu berechnet. Nicht schon wieder.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 12.11.2017, 17:19 
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Mensch, da hat die Reise noch gar nicht richtig angefangen und schon so viel passiert...Wahnsinn. Und gut, dass es dem Piloten gut ging! :daumen2:
Kann deine ganzen Gedanken absolut nachvollziehen. Was ein Stress.
Aber dein Schreibstiel ist toll und sehr amüsant! Freue mich aufs weiterlesen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 12.11.2017, 20:14 
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Boah, ist das spannend und was für ein Pech, nicht nur für euch, sondern vor allem auch für den Piloten. Wie schön, dass er es überstanden hat. Ja, alles kann sich von jetzt auf gleich ändern und nicht immer im guten Sinne. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 12.11.2017, 21:18 
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Kurze Frage:
Was wurde bei dem Test gemacht?
Wurden Klamotten oder elektronische Geräte getestet?

Ansonsten ein netter Bericht, weiter so und Fotos...ICH WILL VIELE FOTOS :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Adventure of a Lifetime
BeitragVerfasst: 12.11.2017, 21:49 
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Auch wenn alles so dramatisch war, ich war noch nie so gut unterhalten. Bitte schnell weiter. Zum Glück geht es dem Piloten wieder gut.

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