New York Pass
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 Betreff des Beitrags: Ich war noch niemals in New York...
BeitragVerfasst: 28.09.2008, 12:59 
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Soo,

ich bin zwar noch nicht in New York, aber habe eben Lust bekommen, schon mal was zu schreiben :)
Immerhin ist das Forum hier ja auch direkt daran beteiligt, dass mein Urlaub (zusammen mit meiner Freundin) ein voller Erfolg wird ;)

Also gut, dann mal ein paar Details:
Morgen Abend geht es um 23 Uhr mit dem Zug los nach Frankfurt, wo ich um 2:02 Uhr ankommen werde, juchei. Meine Freundin, sie wohnt in Bayern, ist dann bereits seit einer Stunde da und nimmt mich hoffentlich in Empfang.
Da es leider keine andere Zugverbindung gab, müssen wir also ein paar Stunden am Flughafen ausharren, aber das wird hoffentlich schnell vorbei gehen, sodass wir um 8:30 Uhr schließlich mit Singapore Airlines losfliegen – wehe, der ist nicht pünktlich, der Flieger!!

Um 10:45 Uhr Ortszeit landen wir schließlich in JFK und dann geht die große Reise wohl erst richtig los, denn irgendwie müssen wir unseren Weg zum Americana Inn finden. Aber dank der Beschreibung im NYC-Guide mache ich mir da zumindest nicht allzu große Gedanken. Mehr als falsch rauskommen kann ja ohnehin nicht passieren.

Tja, was ist eigentlich so geplant? Natürlich Sightseeing, Sightseeing, Sightseeing und der Besuch der ein oder anderen Feuerwache. Unsere Hop-On-Hop-Off-Tour ist gebucht (über Support-link, zumindest hoff ich, dass es geklappt hat) und auch die Tickets für das Ground Zero Museumworkshop.
Was noch nicht gebucht ist – und eigentlich wohl wichtig wird – ist einer der drei möglichen NY-Pässe. Tja, bisher konnten wir uns nicht entscheiden und so wird es hoffentlich morgen zu einer Entscheidung kommen, ansonsten gibt’s nix zu sparen.
Apropos sparen: Das Entertainmentbuch wurde auch bereits gefilzt. Zumindest werden wir nicht verhungern und können uns nonstop Kinofilme angucken. Na ja, wer’s mag. ^^

Was sonst noch? Ich hoffe, meinen Bruder zu treffen, der am 3. Oktober anreist und sonst wirklich eine geniale Zeit zu haben.

Bisher sind (noch) keine Katastrophen in der Reisevorbereitung geschehen und ich hab die große Hoffnung, dass es so bleibt.

Stay tuned ;)

Lhu

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BeitragVerfasst: 10.10.2008, 14:37 
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Tag 1

Los geht’s am Montag Abend, 28. 09. 08.
Wir haben quasi ein „internationales Treffen“ am Frankfurter Flughafen organisiert. Warum? Nun ja, meine Mitreisende kommt aus Bayern (okay, okay – aus Franken!) und ich aus dem Ruhrpott.
Während Tina (Bayern) bereits ab 20 Uhr im Zug sitzt, werde ich gegen 22:30 von meinen Eltern zum Bahnhof gebracht und steige in den ICE.

Meinen Platz habe ich schnell gefunden und verbringe so die Zeit bis Frankfurt damit, in der Gegend herumzuglotzen, Musik zu hören und hin und wieder mein Buch zu lesen, das allerdings nicht wirklich der Bringer ist. Kurz vor Frankfurt donnert der ICE dann durch das nächtliche Deutschland und plötzlich... hält er an! Eine absolute Vollbremsung aus voller Fahrt heraus. Ein sehr seltsames, beklemmendes Gefühl – aber nichts entgleist, nichts passiert. Wir haben einfach nur mitten in der Pampa angehalten. Ich habe noch nicht einmal Handyempfang (das soll übrigens in New York so weiter gehen).
Nun gut, wir stehen also und nach ca. 20 Minuten fahren wir weiter. Grund für die Vollbremsung war eine fehlerhafte Lichtanlagenschaltung. Ist ja nett, dass man nicht direkt in irgendwelche Katastrophen hinein gefahren ist.

Endlich dann, um 2:30 Uhr, komme ich auch in Frankfurt an und treffe mich da mit Tina, die bereits seit zwei Stunden auf mich wartet. Nun ja, jetzt sind wir zu zweit und es kann los gehen! Yippieh! Wir haben ja auch NUR noch 4 Stunden zum Überbrücken. Aber hey. Wir sind in Frankfurt. Am Flughafen. Es geht nach NEW YORK CITY!!! Das kann doch nicht so schwer sein.
Denkste.
Erst einmal wollten wir zum Starbucks. Im Vorfeld hatte ich bereits gecheckt, dass der Starbucks 24h auf hat und McDonalds ebenso. Ja, Pustekuchen. Wir irrten also mitsamt unseres Gepäcks (die Gepäckaufbewahrung hatte bereits geschlossen) durch den Flughafen und kamen so vier oder fünf Mal an einigen Boutiquen vorbei, fanden aber nichts zu essen, bis ich Tina vorschickte (aha, hier geht’s also schon los) um nach dem Starbucks zu fragen. Yieha, gefunden! So toll war er dann doch nicht, also irrten wir mal wieder rum. Ich auf der Suche nach dem McD, Tina auf der Suche nach ... Schlaf.

Der McD war dann im anderen Gebäude, eine kleine Fahrt mit dem Skytrain (der kleine Bruder von JFKs Airtrain :D) und ein paar Handwerkern hinterher laufend fanden wir den McD und ich stellte mich in die Schlange des „größten McDonalds Europas“. Na ja. Ganz nett.
Im unteren Bereich des Terminals fanden wir dann auch eine Bank, auf der wir es uns gemütlich machten und Tina bereits den halben Schlaf der Gerechten schlief, während ich ... dumm in der Gegend rumglotzte. Ich beobachtete also die Menschen, die unser nächtliches Los mit uns teilen und irgendwann, so gegen halb 6 machten Tina und ich uns wieder auf den Weg in „unser“ Terminal, wo wir irgendwann einchecken könnten.
Tatsächlich war unser Singapore Airline Schalter bereits besetzt und da ich 48h vorher eingecheckt hatte, konnten wir „skip the line“ machen und direkt zu der nicht unbedingt nett drein schauenden Dame durchgehen, die uns eincheckte, die Bordkarten übergab und uns einen netten Flug wünschte.

So, Gepäck war also (mit Ausnahme des Handgepäcks, was bei Tina ein kleiner Mini-Rucksack und bei mir meine Umhängetasche, vollgepackt mit Reiseführern, und meine Fototasche war) abgegeben und die Wege liefen sich beschwingter denn je. Ab zum Gate, dachten wir. Hust, Hust. Frankfurt wird grad umgebaut und die Beschilderung war jetzt nicht SOOO optimal, sodass wir uns also auf dem Weg zum Gate erst einmal verliefen und mal wieder durch den Airport irrten. Horrorvorstellungen übermannten mich, wir könnten den Flug verpassen (der, der in 3 Stunden ging) und nie in New York ankommen usw usw. Doch Tina beruhigte mich, indem sie mir klar machte, dass die sowieso nicht ohne uns fliegen würden und es doch auch nett wäre, wenn die Leute uns applaudierten, falls wir den Weg in den Flieger finden würden. Falls.

Nun ja, wir fanden den Weg zum Terminal und zur Sicherheitskontrolle. Tina (noch im Halbschlaf) holte dann auf die Frage „Irgendwelche Flüssigkeiten?“ erst einmal ihre Süßigkeiten raus und erntete ein nettes Lächeln des Sicherheitsbeamten. Nachdem wir durch die Kontrolle waren und meine Kamera auch auf Sprengstoff untersucht wurde, nahmen wir im neuen Wartebereich Platz. Tja, da gab es nicht allzu viel zu sehen, nur nicht funktionierende Getränkeautomaten und leere Plätze. Immerhin ... es wurde nach ca. einer Stunde auch ein bisschen voller und dann ging es bald schon in den Flieger.

Der Flug selbst war klasse. Das Entertainmentprogramm gab einige tolle Filme her, der Service war klasse und das Essen war auch super. Auch wenn wir das Pech hatten, dass „Chicken“ immer dann nicht mehr verfügbar war, wenn die Stewardess bei uns ankam  Na ja, Pork war auch okay.
Die letzten zwei Stunden des Fluges zogen sich schließlich wirklich, zumindest für mich. Tina, die schlief. Mal wieder.
Aber endlich ging es dann an die Landung und raus aus dem Flieger. Endlich in Amerika! Okay, okay – noch waren wir nicht wirklich drin, immerhin gab es noch die Immigration zu bewältigen und die Koffer zu ergattern und überhaupt noch so viele Faktoren, die verhindern könnten, dass wir amerikanische Luft schnuppern könnten. Man merkt, ich bin manchmal ein wenig dramatisch.

Die Immigration lief recht schnell ab, auch wenn wir von der netten „Schalterzuweiserin“ zum ‚US-Citizen‘-Schalter geschoben wurden. Aber bitte! Nichts lieber als das  Der Mann am Schalter war sehr freundlich und schon ging es an die Gepäckausgabe. Mit unseren Koffern im Schlepptau dann weiter zum nächsten Schalter, wo der junge Kerl kurz meinen Zettel ansah, mich anlächelte und durchwinkte, während Tina gefragt wurde, ob die hinter ihr auch zu ihr gehören würden und sie dem Kerl dann klar machte, dass sie nur gemeinsam im Flieger gewesen wären.
Aber auch Tina durfte einreisen und wir folgten den Schildern zum Airtrain, fragten ein paar übel gelaunte Port Authority Mitarbeiter, wann man denn zahlen müsste (gut, wir wussten, NACH dem Aussteigen, aber das System klang so unverständlich) und stiegen schließlich ein.

Wir stiegen Howard Beach aus, zogen uns die Metro Card und stiegen in den A-Train ein. Ich erinnerte mich noch gut daran irgendwo im NYC-Guide gelesen zu haben „New Yorker starren nicht, es könnte jemandem ein drittes Auge wachsen, sie starren nicht. Schon gar nicht in der U-Bahn. Niemand guckt.“ Also bemühte ich mich, während Tina mal wieder einschlief, niemanden anzugucken. Es ist verflucht schwer das zu versuchen, wenn man genau weiß, dass man es nicht tun soll.
Irgendwann kam ich mir aber doch ein wenig seltsam vor, als einzige Weiße in dem Subwayabteil. Tina konnte man nicht zählen, die schlief sowieso.
Waren wir zu weit gefahren? Womöglich bereits in der Bronx? In Harlem? In... Usbekistan? Aber anderthalb Stunden konnten unmöglich SO schnell vorbei sein!? Ich weckte Tina, teilte ihr vorsichtig meinen Verdacht mit und an der nächsten Station stiegen wir schließlich aus. Wir hatten ja noch keinen (Subway-) Plan. Tja, im Nachhinein ist es lächerlich, wenn ich jetzt schreibe, dass wir Franklin Avenue ausgestiegen sind, was ca. 5 Stationen von Howard Beach entfernt war. Hust, Hust. Also stiegen wir einfach in die nächste Subway und fuhren nun endlich bis Penn Station.

Mein Bruder hatte mich gewarnt „pass auf, die Penn Station ist groß, wenn du falsch rauskommst musst du vier Blocks zurück laufen“. Vier Blocks. Das klang nach Entfernungen a la „von Bayern nach Berlin“ oder sowas. Letztlich kamen wir schon richtig raus und machten uns auf den Weg zu unserem Hotel. Vier Blocks wurden schließlich zu einer lächerlichen, kleinen Hürde und endlich, endlich, endlich kamen wir in unserem Hotel an.
Die Rechnung auf zwei Kreditkarten aufzuteilen ist übrigens kein Problem gewesen ;)
Und mit dem winzigen Aufzug ging es in den fünften (und höchsten) Stock. Zimmer 508 sollte es sein und Tina schob sich vor, öffnete die Tür und schloss sie im nächsten Moment wieder, warf einen Blick über die Schulter zu mir und meinte grinsend: „Wenn ich ins Zimmer gehe passt du nicht mehr rein.“

Wir passten beide noch rein, mitsamt unserer Koffer und richteten uns in unserem netten, kleinen Zimmerchen mit Blick auf die 6 Avenue / West 38th erst einmal ein.

Unsere ersten Schritte machten wir kurz darauf. Ich weckte Tina also mal wieder auf und schob sie aus der Tür, wir mussten noch los, sonst würde uns der Jet Lag umhauen und wir würden den Rest des Urlaubs verschlafen. Oder so.
Wir bemühten uns unglaublich cool und lässig und überhaupt nicht hektisch zu wirken. Wir wollten ja nicht als Touris geoutet werden. Also schlenderten wir am Times Square entlang, die 5th Avenue, ein wenig Broadway, vorbei am Rockefeller Center und wunderten uns, dass wir das Empire State Building nicht finden konnten. Seltsam. Dabei war das doch gar nicht zu übersehen. Hust, Hust, Hust. Dieses Phänomenen sollte sich noch ein paar Mal wiederholen.

Schließlich fielen wir gegen 18 Uhr todmüde in unsere Betten (die nicht quietschten) lauschten dem Straßenlärm und sprangen jedes Mal noch mal auf wenn eine Sirene zu hören war. Immerhin wollten wir Fireengines gucken, schliefen jedoch irgendwann ein und holten den Schlaf der letzten zwei Tage nach.

To be continued

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Zuletzt geändert von Lhuthien am 10.10.2008, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Hey,
schöner 1. Tag, das klingt nach mehr....
Bin schon gespannt auf die Fortsetzung :D

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Ich auch!!

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Ich muss ja sagen, die Tina ist eine Schlafmütze ;) Netter Bericht :P


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Oh danke danke :)
Na dann schreib ich gern mal weiter.

Let’s go – Tag 2

Irgendwann zwischen 6 und 6:30 Uhr wurden wir wach. Yeah. Wir waren in New York! Okay, es war nicht zu überhören und auch eigentlich nicht zu übersehen, denn kaum hatte ich unser Rollo hochgezogen staunten wir, wie fit die New Yorker schon um diese Uhrzeit waren. Gab es eigentlich überhaupt eine Zeit, in der keiner auf der Straße war? (Wir sollten die Gelegenheit bekommen, diese Frage zu klären)
Aber gut. Wir waren fit wie die Turnschuhe und stürmten wie die Irren aus unserem Hotel raus (ca. 2 Stunden später...). In einem Affenzahn (ganz gemächlich) gings raus, ab in die große, weite Welt (in der wir uns verliefen) und ab zum Times Square. Ich hatte im Vorfeld unsere 48h All Around Tour bei City Sights gebucht und das wollten wir nun gnadenlos ausnutzen.
Also standen wir bald schon bei Madam Tussauds und tauschten unseren Voucher gegen unsere ellenlangen Tickets ein, die zum Glück noch mal zerkleinert wurden.

Schlau wie wir waren nahmen wir auch den erstbesten blauen Bus und ließen uns dann von unserem Tourführer berieseln. Wir machten zuerst die Downtowntour und unser Tourguide war ein wirklich toller Erzähler, der Bus war nicht gerade voll und so konnte er jeden noch mal in ein kurzes Gespräch verwickeln. Besonders einprägend war seine Geschichte, als wir uns Ground Zero näherten. Die ruhige Stimme des Tourguides mit den Ereignissen von 9/11 und das vorbei fahren an der Baustelle verursachten sowohl bei Tina als auch bei mir Gänsehaut.
Auch die Tour ging irgendwann zu Ende und wir suchten uns was zu essen. Okay, eigentlich war während des Urlaubs immer ich dafür zuständig, dass wir das Essen nicht vergessen. Menno, ich esse nun einmal gerne :D
Im Übrigen hatte Tina nach der Tour eine nasse Hose. Aus unerfindlichen Gründen sah ihr Hintern wirklich aus, als habe sie die Tour in einer Pfütze verbracht...
Wir kehrten bei Dunkin Donuts ein, wo wir eine UNGLAUBLICH freundliche Mitarbeiterin damit nervten, etwas für uns tun zu dürfen. Himmel, die liebte ihren Job auch nicht. Jedenfalls gab es Bagel with cream cheese und Kaffee für mich und einen Kaffee und Donuts für Tina. Ich muss dazu sagen, dass Tina auf Koffein ein Duracelhäschen ist. Aber ich wollte dieses Risiko eingehen. Hey, ich war in NYC. Wenn sie verrückt werden sollte, würde ich einfach einen leeren Becher vor sie stellen und jede Menge Geld damit verdienen.. oder so.
Diesem unglaublich fetzigen Plan stand nur der Kaffee im Weg, der wirklich wirklich heißer als die Hölle war. Es war kein Vergnügen und mittlerweile vermute ich, dass die New Yorker sich ihren „coffee to go“ nur auf der Straße holen, damit er dann kühler ist, sobald sie das Büro betreten und das Arbeiten angefangen haben ;-/

Tja, aber wir konnten uns ja nicht ewig am Kaffee aufhalten. Der Tag war jung! (und Tina schaffte es wirklich, ihren Kaffee zu trinken. Ich gab es irgendwann auf)
Wir schlenderten kurz bei Macys vorbei, in der bitteren Illusion, für mich eine Sonnenbrille ergattern zu können. Da ich aber eigentlich nur eine einfache, popelige Sonnenbrille haben wollte und dafür nicht 300 $ hinblättern konnte oder wollte, zog es uns unverrichteter Dinge wieder raus. Dafür hab ich dann für 5$ bei einem Souvenirladen eine Sonnenbrille ergattern können. Somit waren wir „vollständig“ für die Uptowntour.
Vom Tourguide war ich diesmal nicht so begeistert, mochte daran liegen, dass er sehr leise und unverständlich gequatscht hat. Die Tour selber fand ich ganz nett, ich glaube auf eigene Faust Uptown erkunden ist eine Option für’s nächste Mal.

Wir stiegen Central Park Zoo aus und durchquerten (!) den Central Park einmal, ehe wir uns auf so Felsen setzten, in deren Felsrillen es gruselig zirpte. Außerdem bekamen wir Livefernsehen geboten: Kleine Kinder beim Soft- und Baseballspielen und natürlich Pedro i familia. Eine muntere Meute Squirrels.

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht und das schöne Wetter genossen hatten, schlenderten wir vom Central Park zum Rockefeller Plaza. Ja, ihr werdet noch merken, dass wir sehr viel gelaufen sind und das Ticket dafür bekam ich auch noch, aber dazu später mehr.
Hier kehrten wir bei „Firezone“ ein, einem offiziellen Shop des FDNY. Eine sehr, sehr nette Dame namens Marianne begrüßte uns und erklärte uns erst einmal alles, dann kamen wir ins Gespräch und es kam eins zum anderen. Sie gab uns Tips, wo wir am besten essen könnten, was wir unternehmen könnten, wie die Lage so ist, was interessant ist, wo man feiern kann usw usf. Sie war einfach lovely und ich versprach ihr, einen Patch (Schulterabzeichen) von zuhause zu schicken .
Nachdem Tina und ich noch eine Kleinigkeit gekauft und einige Bilder in der dortigen Engine gemacht hatten (natürlich stilecht mit Firefighterklamotten) ging es für uns mit einem kleinen Umweg zurück ins Hotel. Ja, liebe Leute, wir wollten das ESB besuchen. Haaa... ist ja nicht so schwer. Pustekuchen!
Stolz wie wir waren endlich das ESB gefunden zu haben, latschte ich also kurzerhand auf zwei deutsche Touristen zu, die aus dem ESB kamen.
Dialog:
Ich: „Hey! Ist das der Eingang zum ESB?“
Touri: *guckt ganz unverständlich, sieht noch mal an der Fassade hoch* „Äh nein, das.. ist das Chrysler Building. Aber ja, das ist der Eingang.“
Ich: *wird rot, stammelt eine Entschuldigung und rauscht weg*

Hust...
Bloß schnell zurück ins Hotel.
Im Deli gegenüber kauften wir uns unser Futter und nahmen dann Position vor unserem TV ein. Nein, nein. Wir schauten einfach nur aus dem Fenster und beglotzten das Treiben unten und den Regen, der einsetzte, kaum das wir „daheim“ waren.
Wieder gegen 8 Uhr fielen wir dann um wie die Steine und der nächste Tag sollte bald kommen.

To be continued


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BeitragVerfasst: 10.10.2008, 22:29 
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Lhuthien hat geschrieben:
Ich: „Hey! Ist das der Eingang zum ESB?“
Touri: *guckt ganz unverständlich, sieht noch mal an der Fassade hoch* „Äh nein, das.. ist das Chrysler Building. Aber ja, das ist der Eingang.“
Ich: *wird rot, stammelt eine Entschuldigung und rauscht weg*

:rofl: Das ist sooo süß. Wir haben beim allerersten Mal das ESB gar nicht gefunden. Wenn man unten davor steht, kann man die Spitze nicht sehen und wir sind immer drumherum gelaufen...

Also ähnlich wie bei euch :mrgreen:


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Oh Gott und ich dachte, wir wären allein mit unserem Problem ^^ Genau das war auch das Problem, man kann von unten die Spitze nicht sehen und dann sieht's einfach nur wie ein stinknormales Hochhaus aus *g* Danke, dass wir nicht alleine sind :D

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Hihi, wir wurden auch einmal angesprochen wo denn das ESB wäre.
Und ganz stolz konnten wir sogar den richtigen Weg zeigen :mrgreen:

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Na gut, na gut, weil ich gerade sowieso nicht schlafen kann (ob das noch immer am Jet Lag liegen mag?!) schreibe ich mal weiter. :D

Tag 3

Yeah. Wir werden um 5:30 Uhr wach, was für eine unchristliche Zeit! Aber irgendwie doch ganz angenehm, denn so können wir New York beim Aufwachen zusehen. Na gut, es ist eigentlich schon wach, nur die Sonne ist noch nicht da.
Zumindest gehen wir es langsam an und verlassen gegen halb 8 unser Hotel mit dem festen Ziel, uns etwas Essbares zu suchen. Doof wie wir sind kehren wir bei McDonalds ein und werden bitter enttäuscht, denn uns schmeckt das amerikanische Frühstücks-McDonalds überhaupt nicht. Na ja, wieder was dazu gelernt und weil uns auch noch kalt wurde (der Wind sollte nicht zu unterschätzen sein) ging es erst einmal wieder zurück ins Hotel, wo wir uns unsere Jacken holten.
Anschließend ab zum Times Square wo wir den City Sights Bus mal wieder als Taxi missbrauchten. Der Tourguide war diesmal auch nicht so cool, was wohl auch wieder am Nuscheln lag. Trotzdem gab es wieder ein paar nette Infos über die Strecke, die wir fuhren und wir stiegen dann an der 14th / Ladies Mile aus.

Wir hatten für heute den Besuch des „Ground Zero Museum Workshop“ geplant und wollten also von der Ladies Mile aus hinlaufen. Einfach die 14th entlang, sollte ja nicht so schwer sein. Waren ja auch nur *rechne* 5 Blocks. Also kein großes Drama, außerdem stand auf der Website das ein „large banner“ uns den Weg weisen würde. *hust* Wir liefen und liefen und liefen und kamen irgendwann dann da an, wo das Museum eigentlich hätte sein sollen. Aber weit und breit nichts zu sehen, geschweige denn irgendwelche „large banner“.
Na ja. Das Ende vom Lied war, dass wir mal die Straße überquerten, ein Stück zurück gingen und dann auch das „large banner“ unter einem Baustellengerüst fanden. Immerhin waren wir die ersten da und bald kam schon eine Angestellte des Museums und fragte uns, ob wir rein wollten. Wir bejahten dies und sie gab uns einen (deutschen) Zeitungsartikel über das Museum, um die Wartezeit zu verkürzen. Nach und nach trudelten auch andere Leute ein und die Dame vom Museum verwickelte Tina und mich in ein kurzes Gespräch, mit sehr witzigem Verlauf.

Dame vom Museum (DvM): „Oh where are you from?“
Ich: „Germany!“
DvM: „Which part of Germany?“
Ich: „I’m from the west, near cologne and dusseldorf“
Tina: „Bavaria.“
DvM: „Oh, great. Great. Really!“ *grübelnder Gesichtsausdruck, dann noch mal an Tina gewandt* „Do you speak german if you come from bavaria?!“
Ich: *prust*
Tina: „Äh.. yes.“
DvM: „Oh... sorry. I feel now really stupid.“
Ich: „Don’t worry. Some of the Germans don’t know that bavaria is a part of germany.“
Tina: „Yes, we’re aliens....“ *seufzt*

Nun ja, was soll man dazu noch sagen :)
Jedenfalls ging es dann ins Museum und ich muss sagen, dass es doch schon sehr beeindruckend und bedrückend war. Man sieht zuerst zwei Filme und kann sich dann, ausgerüstet mit einem Audioguide, die Bilder von Gary Suson anschauen. Er erzählt zu jedem Bild eine kleine Geschichte. (Zum Beispiel zum Einsatz der Rettungshunde: Die Firefighter haben sich teilweise versteckt, damit die Hunde mal wieder ein Erfolgserlebnis hatten und weitermachen wollten)
Am Schluss konnten wir noch mit Gary selbst sprechen, der uns ganz begeistert davon erzählte, dass er eine deutsche Nanny gehabt hatte und als Kind auch ein bisschen deutsch sprechen konnte. Sehr süß :)

Nach dem Museum gingen wir dann wieder zurück zur Ladies Mile, um erneut City Sights als Taxi zu missbrauchen. Vorher kehrten wir in einen der Delis ein und verwirrten einen Spanier damit, dass wir noch schlechteres Englisch sprechen konnten als er. Oder vielleicht war es anders herum. Wir werden es wohl nie wissen.

Unser neuer Tourguide, Mathew, war really cool. Er ließ die Leute immer klatschen, wenn es neue Gäste an Board gab, weil er „want, that everybody feel special“. Außerdem brüllte er immer auf eine extrem witzige Art in sein Mikro, erzählte hier und dort was und gab vor allem viele Witze zum Besten, sodass wir uns spontan dagegen entschieden, am Battery Park auszusteigen und bis zum Rockefeller Plaza mitfuhren. Und weil uns allmählich schon wieder kälter wurde liefen wir also vom Rockefeller Plaza die 12 Blocks zum Hotel runter um uns umzuziehen. Heute bemerkte ich schon ein leichtes Ziehen im Fuss, dachte mir aber nichts dabei. Schließlich liefen wir ja wirklich viel.

Als nächstes ging es dann zum Battery Park, wo wir in die Brooklyn Tour umsteigen wollten. Doch die hatten wir um eine halbe Stunde verpasst und so entschieden wir uns dafür, noch eine kurze Runde durch Downtown zu drehen und dann die Nachttour mitzumachen. Es ging also vorbei an Ground Zero, dem „Tenhouse“ und hinein in die St. Pauls Chapel, wo wir das Glück hatten kurz vor Schließung zu kommen und daher kaum Touristen (haha) da zu haben. Ein wirklich sehr bewegender Besuch und ich traute mich auch nicht Fotos zu machen. Besonders ein Brief eines Kindes ließ mich schlucken. Den genauen Wortlaut bekomme ich nicht mehr zusammen, aber der Anfang war ungefähr so:
„Dear Firefighter. I hope you’re alright....“
Nur zwei kleine Sätze, aber die Wirkung war zumindest bei mir enorm.

Auf dem Weg zurück zum Times Square fuhren wir noch am "Path Mark", einem Supermarkt, vorbei und staunten nicht schlecht, als nach und nach immer mehr Feuerwehrwagen auf den Parkplatz fuhren, einen Firefighter zum Einkaufen verdonnerten und weiterfuhren. *g*
Nach dem wir am Times Square wieder angekommen waren, hieß es erst einmal Schlange stehen für die Nachttour. Als wir unseren Platz ergattert hatten und unser Bus losfuhr, begann auch unser Tourguide mit seinem Programm. So etwas habe ich noch nie gesehen bzw. gehört. Der Kerl war einfach nur genial und bezeichnete sich selbst als „Mr. Brooklyn“. Er zog den Anfang sehr theatralisch auf, sodass wir nur dachten ‚oh man, was wird das‘ aber ich habe beinahe mehr auf ihn als auf die Stadt geachtet. Er konnte die komplette History vom ESB innerhalb von 2 Minuten abspulen in einer Sprechgeschwindigkeit, in der ich noch nicht einmal annähernd hätte sprechen können. Vor allem brachte er auch immer wieder witzige Dinge ein, wie.. „und dann, irgendwann Anfang der 90er bestieg ein Affe das ESB...“
oder:
„Yeah, we New Yorker are so creative. We have a river in the east and we call it how? YES! East river. Or a Park in the middle. Na? How we call it? Yeah! Central Park! Or a bridge to Brooklyn. Yeah, the brooklyn bridge.“ Und so ging es die ganze Zeit weiter. Es war wirklich klasse. In Brooklyn angekommen machten wir dann noch ein paar Skylinefotos, ehe es wieder zurück nach Midtown ging und wir um 22 Uhr ins Bett fielen (was ja doch schon extrem spät für uns war...)

To be continued


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Das ist echt ein toller Reisebericht! :daumen2: Übrigens frage ich mich auch immer, ob die Bayern Deutsch sprechen ;)


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