New York Pass
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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 26.11.2013, 19:51 
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NYC - 14.-23. Mai 2013 10 Tage NYC - I fell in love with this city!
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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 19.01.2014, 13:11 
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Ihr Lieben,

entschuldigt, dass es hier ewig nicht weitergeht, aber derzeit komme ich leider zu gar nichts. Arbeit und Privatleben fordern mich gerade dermaßen, dass ich gar nicht mehr weiß wo vorne und hinten ist. Dazu kommt mein immenses Fernweh, das alles auch nicht unbedingt besser macht.
Aber ich verspreche, dass ich mich alsbald wieder dransetze und es weiter geht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 19.01.2014, 15:55 
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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 15:09 
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So, da bin ich wieder! Heute mit einem vielleicht nicht ganz so spannenden Bericht und nicht ganz so vielen Bildern. Aber immerhin etwas.
Hach Mensch, wenn ich so zurückdenke, ich könnte direkt wieder fliegen.

Tag 3, 11. November 2013

Ich bin ja ohnehin kein Langschläfer, aber im Urlaub morgens um 6.00 Uhr schon nicht mehr schlafen zu können und es dann auch noch fast nicht auszuhalten, das Bett zu verlassen... Ja, das ist auch für mich irgendwie ungewohnt.
Weil mein Nebenan noch friedlich schlummerte (wie kann er nur?), begnügte ich mich vorerst mit dem iPhone und den Nachrichten aus Deutschland, war ich ja gerade erst Tante geworden und süchtig nach Bildern meines kleinen Neffen (der übrigens erst NACH New York das Licht der Welt erblicken sollte, aber es dann doch nicht mehr aushielt und knapp 3 Wochen eher kam – Timing ist in unserer Familie so 'ne Sache :roll: ).

Weil wir aber gleich um 8.00 Uhr auf das Dach des Rockefeller Center steigen wollten (naja, also mit'm Aufzug, klingt aber irgendwie nicht so aktiv), tippte ich meinen Liebsten dann aber doch recht bald aus dem Schlaf und irgendwann zwischen 7.00 und 7.30 Uhr verließen wir das Hotel – na endlich. Leider war es ein wenig diesig, aber man konnte doch schon erkennen, dass die Sonne uns auch an diesem Tag wieder recht wohlgesonnen sein würde. Nach dem Standard-Kaffee und einem eklig süßen Blaubeerkuchen-Dings bei Starbucks (aber die Verpackung war doch so schön rosa :oops: ) machten wir uns auf den Weg zum Rockefeller Center.

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Dort angekommen war es kurz vor 8.00 Uhr und am südlichen Eingang hatte sich ein kleine Schlange gebildet. Komisch, davon, dass man draußen anstehen muss, hatte ich nie gelesen. Aber als Deutscher fragt man ja nicht lange, sondern reiht sich einfach brav ein. Man ist ja glücklich und kriegt gleich heimische Gefühle, wenn man irgendwo anstehen darf. Naja, der Zeiger der Uhr wanderte tapfer weiter, die Schlange allerdings nicht. Dafür ging aber die Tür am Kopf der Schlange immer wieder auf und Leute gingen in das Gebäude hinein oder kamen sogar heraus. Häh? Relativ bald war es mir relativ zu blöd weiter zu warten und so beschloss ich mir den mysteriösen Eingang mal genauer anzuschauen. Nicht verschlossen, kein Schild, kein Nix, nur reges Treiben im Inneren. Um es kurz zu machen... Wir sind dann einfach mal rebellisch an der Schlange vorbei und ins Gebäude hinein marschiert. War auch ziemlich clever, denn natürlich stand die Schlange NICHT für den tollen Ausblick, sondern für Karten für irgendeine TV-Show an. Ähm ja. Das sind die Momente, in denen ich mir vornehme, in Zukunft nicht einfach zu machen, was andere machen, sondern einfach mal nachzufragen. Wie oft ich das seit diesem Tag beherzigt habe? Kein Kommentar! :oops:
Nachdem wir also die richtige Warteschlange gefunden hatten, ging es dann auch ziemlich schnell und wir standen im Aufzug. Ist für mich ja eigentlich nix. Höhe und Aufzüge und dergleichen machen mir immer so ein klitzekleines bisschen Bauchweh, aber hier ging es erstaunlicher Weise sehr gut. Man ist ja auch in Nullkommanichts oben angekommen und das so sanft, da könnte sich unser Aufzug zuhause mal eine Scheibe von abschneiden. Da bin ich bereits im zweiten Stock bedient und überlege sogar mit dem kompletten Wocheneinkauf und zwei Kisten Wasser lieber die Treppe zu nehmen.

Und gut, was soll ich sagen, das nicht schon eine Milliarde mal gesagt wurde?! Trotz eisiger Temperaturen und noch immer diesigem Himmel über Manhattan fühlte man sich so hoch oben mehr als geflashed. Manhattan von oben auf Bildern zu sehen, ist das eine, dann aber tatsächlich und wahrhaftig und ganz real diesen Blick genießen zu dürfen, setzt so viele Glückshormone frei, dass selbst die leckerste Schokoladentafel im Schrank liegen bliebe (und das kommt bei mir nienienie vor).

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Insgesamt waren wir über eine Stunde oben und ich ließ mich dann auch nur zum Verlassen der Plattform überreden, weil sowohl meine Finger als auch meine Lippen langsam die Farbe von gesund in blau wechselten. Naja und ein bisschen auch, weil heute mein Designer 2nd Hand Shopping Tag anstand.

Als Flohmarkt- und 2nd-Hand-Verrückte hatte ich mich in den Wochen vor unserem Flug ein wenig schlau gelesen, wo man am besten Vintage shoppen kann und neben Läden in Chelsea hatte ich auch einige Nobel-Läden auf der Upper East Side ausfindig machen können. Nun muss ich dazu sagen, dass ich eigentlich kein Label-Püppchen bin, aber doch ein bisschen auf schöne alte, ein wenig abgerockte Designer-Taschen (wie liebeliebeliebe ich meine Louis aus den 70ern) stehe. (Und leider auch total auf Burberry, was aber ganz sicher und bestimmt nur daran liegt, dass mich die englische Mode so kickt. Ich erwähne das nur, weil ich auch in New York und auch an diesem Tag nur unter Protest Läden dieser Marke ohne Einkauf verlassen habe.)

Wie auch immer, wir haben den Tag also zum Einen damit verbracht uns die Nobel-Läden auf der Madison Avenue anzuschauen und meinem Freund sogar tatsächlich eine Kleinigkeit bei Hermes zu shoppen (Kleinigkeit bezieht sich bei Hermes natürlich NICHT auf den Preis. Autsch!).
Um auch meine Einkaufsneigung zu befriedigen, waren dann zum Anderen wie gesagt die 2nd Hand Läden an der Reihe. Für mich gab es dort jedoch nichts, was nicht daran gelegen hat, dass ich nichts gefunden habe. Aber eine Birkin-Bag ist selbst aus zweiter Hand für meine Wenigkeit einfach unerschwinglich (12.000$ - Schnapper!). Ein bisschen ärger ich mich heute aber darüber, mir ein anderes Täschchen nicht unter den Nagel gerissen zu haben. Naja, next time.
Ein paar Empfehlungen für wirklich tolles Vintage Shoppen von Designer Ware? (Kann überlesen werden bei mangelndem Interesse oder Kenntnis!)

Michael's (1041 Madison Avenue – zw. 79th und 80th St)
La Boutique Resale (1045 Madison Ave)
Encore (1132 Madison Avenue – zw. 84th und 85th St)
Bis Designer Resale (1134 Madison Ave)
A Scond Chance (1109 Lexngton Avenue – zw. 77th und 78th St)
Tatiana's (767 Lexington Avenue – zwischen 63rd und 64th St)

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang eine ganz schöne Hemmschwelle hatte in den ein oder anderen Laden zu gehen, weil diese zumeist irgendwo im zweiten oder dritten Stock sind und man erst an einer klitzekleinen versteckten Tür klingeln muss. Also für mich völlig ungewohnt – ich soll irgendwo klingeln, um einzukaufen?! Aber nach dem dritten Laden war mir das dann alles völlig egal und ich hab aufgehört, mich befremdlich zu fühlen. Die Läden selbst sind dann total muckelig, also komplett voll mit den tollsten Sachen (und einer Menge sehr merkwürdigem Zeug) und die Verkäuferinnen alleine schon den Besuch wert. So skurrile Menschen mit den wildesten Haarfarben (und zwar je älter, desto bunter), Klamotten, Schmuck und über die Maße geschminkt inmitten der feinsten Abendroben und Schätzen der weltbekanntesten Designer... Großartig, ganz ehrlich! :daumen2:

Viele Bilder gibt es bis dato natürlich nicht, denn wenn ich im Kaufrausch (wenn auch nur mit den Augen und ohne greifbaren Erfolg) bin, dann muss die Kamera zurückstecken.

Am Nachmittag waren wir bei Clarke's Standard und haben den Burger dort ausprobiert. Es ist doch faszinierend, dass ich zuhause so gut wie nie auch nur einen Burger anschaue und in New York auf einmal das Gefühl habe, jeden einmal probieren zu müssen. Es war auf jeden Fall super lecker und wir wurden von der bis hierhin witzigsten und extrovertiertesten jungen Dame bedient. Während ich meine Kreditkarte noch aus der Tasche kramte, lehnte sie sich über den Tresen, zeigte auf meine Schuhe und verfiel sofort in lautes und nicht zu stoppendes Schwärmen, während ich nur drei kleine Fragezeichen über meinem Kopf aufploppen spürte. Immerhin habe ich es noch geschafft, mich artig zu bedanken. Zuvor hatte sie meinem Freund schon gesagt, dass er wie ein Superheld aussieht. Ähm ja, sag ich ihm auch ständig! Das mit den Schuhen sollte mir dann noch öfter passieren und ich weiß bis heute nicht, ob die einfach so cool sind, dass selbst New Yorker anerkennend nicken oder was sonst immer dazu geführt haben könnte! Im Zweifel wollten die alle einfach nur mächtig viel Trinkgeld. 8)

Ach ja, noch eine kleine Anekdote zu der jungen Dame?
Während wir unser Essen genossen, kamen drei junge Marines zur Tür rein (es war ja Veteran's Day) und gesellten sich zu einigen Mädels an einen Tisch direkt am Eingang. Unsere junge Dame bemerkte sie und rief irgendwas zu ihnen rüber. Da die Jungs aber nicht reagierten, kam sie hinter dem Tresen hervor, ließ die Warteschlange einfach stehen und ging zum Tisch, wo sie jedem der drei die Hand schüttelte und ihnen für ihren Einsatz dankte. Für einen Nicht-Amerikaner irgendwie strange.

Danach, so gegen 18.00 Uhr, verschlug es uns dann erst einmal ins Hotel, um ein bisschen auszuruhen. Trotz der vielen Shopping-Stopps hatten wir auch heute wieder einige Meter gemacht und das merkten wir jetzt, da wir uns hinsetzen, zum ersten Mal so richtig.
Aber da wir heute noch einmal den Times Square bei Dunkelheit sehen wollten, machten wir uns ca. eine Stunde später wieder auf den Weg.

Ich muss sagen, dass die Lichter schon sehr cool sind und die bunte, blinkende Werbung eine ganz schöne Reizüberflutung obendrein. Aber mein Lieblingsplatz in New York wird es nicht werden. Man muss es sicherlich gesehen haben und es ist für eine Weile auch ganz schön witzig, aber lange halte ich es dort nicht aus.
Richtig anstrengend wurde es aber erst, als uns ein Comedy-Ticket-Dealer am Wickel hatte und einfach nicht aufhören wollte, uns etwas zu verkaufen. Gut, selbst Schuld. Ich plapper einfach zu gerne und Nein zu sagen, gehört jetzt auch nicht unbedingt zu meinen Stärken. Hängen geblieben ist von der Unterhaltung folgendes:
„Wo kommt ihr her“ - „Deutschland!“ - „Ah, und ihr denkt jetzt, dass der Times Square New York sei?“ - „Ähm, naja, auch irgendwie!“ - „Nein, das ist er nicht! Aber Comedy Shows am Broadway, das ist New York!“ - „Ähm...“ - „Deutschland hm? Also in New York gewesen zu sein ohne eine Comedy Show gesehen zu haben ist wie Deutschland besuchen ohne Bier zu trinken!“
Wir haben ihm trotzdem nix abgekauft. Blöde Touris, wir! :wink:

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Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir dann noch einen wunderschönen Blick auf das ESB erhaschen können. Zwischen zwei Gebäuden hindurch blitzte die beleuchtete Spitze hindurch. Es ist schon witzig, dass gerade dieses Gebäude uns während des gesamten Aufenthaltes immer wieder fasziniert hat und ich tatsächlich jeden Abend aufs Neue ein Bild aus dem Hotelfenster machen musste, um die unterschiedlichen Farben festzuhalten.

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Im Hotel haben wir dann noch ein bisschen der amerikanischen TV-Unterhaltung zugeschaut (ich weiß jetzt, wer Ted's Frau ist (Himym). Strahlen die einfach DIE Folge aus, ohne Vorwarnung?! Hmpf!) und dann, nicht ohne einen letzten Blick auf New York für diesen Tag, erwischte uns der Bettmagnetismus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 15:29 
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Anna0908 hat geschrieben:
... zeigte auf meine Schuhe und verfiel sofort in lautes und nicht zu stoppendes Schwärmen, während ich nur drei kleine Fragezeichen über meinem Kopf aufploppen spürte. ...
Turnschuhe? :P
Anna0908 hat geschrieben:
(ich weiß jetzt, wer Ted's Frau ist (Himym). Strahlen die einfach DIE Folge aus, ohne Vorwarnung?! Hmpf!)
Wer ist es? Zuflüstern? 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 15:35 
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daumenhut hat geschrieben:
Turnschuhe? :P

Nicht ganz, obwohl ich die an den meisten Tagen tatsächlich getragen habe. :wink:

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Teds Frau ist bislang hier noch nichts aufgetaucht, meine ich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 15:42 
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Anna0908 hat geschrieben:
Teds Frau ist bislang hier noch nichts aufgetaucht, meine ich!
OK, dann muss ich mich halt noch gedulden! :(

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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 16:12 
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Das sind aber auch wirklich besonders schöne Schuhe.

Toller Bericht außerdem. Bringt Spass zu lesen

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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 19:11 
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Tag 4, 12. November 2013

Dienstag und zum ersten Mal hatte mich die Müdigkeit so im Griff, dass ich nicht bereits um 6.00 Uhr zappelig im Bett auf den Start des Tages wartete. Tatsächlich war es knapp halb Sieben als dieser Zustand Besitz von mir ergriff. Naja, immerhin eine halbe Stunde Ruhe mehr.

Der Blick aus dem Fenster ließ unseren Atem kurz stocken, es regnete nämlich ein wenig. Ein kurzer Blick auf die Wetter App verriet uns, dass dieser Zustand gleich Geschichte sein sollte – Es war nämlich Schnee angekündigt. Mit gemischten Gefühlen setzte ich meine morgendliche Routine fort und als wir warm eingepackt auf die Straße traten, war die Vorhersage dann auch Realität. Es schneite. Nun ist es ja so, dass ich immer der Meinung war, Schnee in New York sei irgendwie romantisch und anders als zuhause, aber zumindest an diesem Morgen wurde diese Erwartung zunichte gemacht. Er war nass, er war kalt und erschwerte mir die Sicht. Genauso wie ich es von zuhause kenne und – naja sagen wir mal – nicht ganz so sehr schätze.

Tapfer marschierten wir dann dennoch durch das nasse Schneetreiben Richtung 5th Avenue und legten einen kurzen Stopp bei Duane Read ein, um meinen Lippenpflegebalsamvorrat (was ein Wort) aufzufüllen. Außerdem haben wir die ersten Postkarten erstanden, 16 an der Zahl und die Freude über die lediglich 4$, die wir dafür zahlen mussten wurde erst getrübt, als wir später feststellten, dass wir überall für 20 Stück maximal 1$ zahlen mussten. Nun gut... Hat uns jetzt nicht soooo geschadet.
Da es immer noch schneite, entschieden wir uns zunächst für ein Frühstück im Fresh & Co neben Macy's. Es war okay, aber irgendwie nicht so ganz unsere Atmosphäre mit dem grellen Licht und außerdem extrem zugig und daher sehr kalt. Aber der Kaffee war wie überall okay. Immerhin konnte ich feststellen, dass die Mädels in New York offensichtlich doch ein Kälteempfinden haben (Gott sei Dank) und bei Temperaturen knapp unter 0 Grad dann doch auf Ballerinas verzichten und zumindest halbwegs wettertaugliche Schuhe anziehen. Kann aber auch an der Nässe gelegen haben.

Der nächste Halt lag nah... Wir wollten noch einmal zu Macy's und uns ein bisschen umsehen. Waren wir am ersten Tag ja nur ganz kurz durch das Erdgeschoss gehuscht. So richtig umgehauen hat es uns aber nicht. Zumindest war es warm!

Nachdem der Schneefall aufgehört hatte, entschieden wir uns ein wenig gen Süden zu schlendern. Ein richtiges Ziel hatten wir nicht im Kopf, zumal wir auch nicht wussten wie lange es trocken bleiben würde und mein Regenschirm lag warm und trocken im Hotelzimmer. Zu viel Balast.

Am Flatiron Building habe ich dann doch mal mutig die Kamera in die Hand genommen, denn wenn man schon mal da ist... Allerdings muss ich sagen, dass ich zu der Zeit echt keine wirkliche Lust hatte, irgendwas zu fotografieren, denn ich bin wirklich ein kleines Mädchen, wenn es um Kälte geht. Anders als bei den meisten New Yorkern ist mein Kälteempfinden sehr ausgeprägt. Brrrrr!

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Von dort an ging es weiter südlich mit einem Zwischenstopp in dem bereits den ganzen Vormittag vergeblich gesuchten 7ven Jeans Store. Auf meiner Map waren 4 Läden markiert, von denen es allerdings 3 nicht mehr zu geben schien und so waren wir fast verrückt vor Freude als wir die vierte und letzte Möglichkeit ansteuerten und diese tatsächlich existierte. Mein Freund, weil er unbedingt eine neue Jeans haben wollte und ich, weil mir verdammt noch eins total kalt war. Witzig waren vor allem die Umkleidekabinen, die größer als so manches New Yorker Hotelzimmer sein dürften. Wir hatten jedenfalls zu zweit unendlich viel Platz.

Im Anschluss ging es weiter bis zum Washington Square Park, der mit Sicherheit bei schönerem Wetter für mehr Begeisterung meinerseits geführt hätte. Nicht, dass das falsch verstanden wird, ich fand ihn toll und auch die Gegend drum herum ist super, aber Lust zum verweilen hatte ich in diesem Moment nicht.

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Am Allerbesten war für meinen Freund aber das, was er nach dem Durchqueren des Parks entdeckte: Einen Rabbit! Sprich einen alten Golf 1, einen seiner absoluten alltime Favourites. Ich bin mir ziemlich sicher, er hatte Tränen in den Augen und war schon fast so weit ein Kaufangebot an die Windschutzscheibe zu heften. Ich konnte ihn nur unter großen Protesten und unter der Androhung, ihn hier sich selbst zu überlassen (Orientierung in New York war nicht so seins), von dem Auto losreißen.

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Während einer von uns noch immer von dieser ach so tollen Entdeckung schwärmte (also ich war's nicht), schlenderten wir durch Greenwich Village und SoHo und ich war und bin vom ersten Moment an in diese Viertel verliebt. Überall kleine Geschäfte, süße Häuser, entspannte Menschen... Ich könnte es dort sehr gut aushalten.

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An der Canal Street entschieden wir uns dann aber doch für einen Schlenker nach Osten in Richtung China Town. Wir hatten beide so langsam Hunger und wollten dort etwas Typisches essen. Erstmal mussten wir uns aber durch die extrem aufdringlichen Taschen-Dealer kämpfen („Wanna buy Hermes-Bag?“ - Nö!). Ein krasser Gegensatz zu den süßen Straßen, durch die wir noch 5 Minuten zuvor gelaufen waren. So wirklich schön war es hier nicht und ganz wohl habe ich mich auf dieser Straße auch nicht gefühlt.
Wir sind dann irgendwann in die Mott Street abgebogen und haben dort das Shanghai Cafe entdeckt, dessen Karte sich gut anhörte. Drin waren wir die einzigen Touristen und vor allem die einzigen Nicht-Asiaten. Vielleicht auch deshalb waren wir die einzigen, die ihr Getränk nicht im Glas, sondern direkt aus der Dose bekamen. Nun ja, war nicht so dramatisch. Es gab Suppe und Tee gratis vorweg (sehr lecker, beides) und für mich Chicken mit Erdnusssoße und für meinen Freund irgendwas Scharfes. Und ich muss sagen, das war wirklich wirklich lecker. Ich esse gerne chinesisch und bin auch der Meinung zuhause einige sehr gute chinesische Restaurants zu kennen, aber das hier war eine andere Hausnummer. Bezahlt haben wir dann für das Ganze inklusive Trinkgeld nur um die 20$. Ich kann es nur empfehlen.

Gesättigt und weil wir ja nun schon mal in dieser Gegend waren, wollten wir natürlich auch noch einen guten Espresso trinken. Also nur schnell auf die andere Straßenseite gehüpft und schon war man raus aus China und drin in Italien. Hat was!
Ein paar kleine Schnappschüsse mit dem Handy. Ihr werdet es kaum glauben, aber es war immer noch verdammt kalt und ich hatte keine Ambitionen die Kamera auszupacken. Traurig, aber wahr.

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Unseren Espresso gab es dann im Café Roma in der Broom Street. Ein echt niedliches kleines Café mit leckerem Espresso. Mal was anderes als der tägliche Starbucks Kaffee.

Koffeingestärkt ging es weiter in Richtung Crosby Street zum Housing Works Bookstore Café und zum SoHo Thrift Shop. Ich weiß nicht, ob das Projekt jedem ein Begriff ist, deswegen hier der Link zum Nachlesen: http://www.housingworks.org/
Wir haben ein bisschen gestöbert und uns durch die Regale gewühlt, vor allem der Bookstore ist wundervoll und total gemütlich und am Liebsten hätten wir ewig weiter geschaut. Ein bisschen Geld haben wir auch dagelassen, allerdings im Thrift Shop nebenan. Ich finde die Organisation großartig und kann nur jedem empfehlen, der daran vorbeikommt und sowieso in Shopping-Laune ist oder auch nur ein paar Minuten Zeit hat, sich einmal umzuschauen und vielleicht auch etwas mitzunehmen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Das macht wirklich Sinn!

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Für meinen Freund können es nie genug Antik- und Bücher-Läden sein und so sind wir noch bis es dunkel wurde durch SoHo geschlendert und haben den ein oder anderen Shop aufgesucht.

Mit der Dunkelheit kamen dann auch die schmerzenden Füße und generell kalte Hände, Nasen, Ohren und überhaupt und damit der Entschluss zumindest in Richtung Hotel zu laufen. Kleiner Abstecher in den Adidas-Shop und aus Protest stelle ich davon kein Foto in meinen Bericht – eine übergroße FC Bayern München Ecke mit Postern und Trikots und was weiß ich nicht noch sprang einen förmlich schon beim Betreten des Ladens an. Ne ne ne, New York, das hätte ich nicht von dir gedacht.
Also schnell wieder raus und in Höhe der 4th Street haben wir auf die Lafayette Street gewechselt. Und was soll ich sagen? Suuuupeeeeer Idee, denn man kommt direkt bei einem zuckersüßen Laden raus: „Screaming Mimi's“. Und das ist nun wirklich Vintage – Hier gibt es Mode aus 8 Jahrzehnten, beginnend mit den 20ern. Nur schweren Herzens habe ich den Shop ohne Beute verlassen!

Von dort ging es zu Fuß bis zum Hotel, vorbei am Union Square Park und dem Gramercy Park gen Norden auf die Lexington Avenue. Unterwegs haben wir uns dann noch nach einer Gelegenheit zum Abendessen umgesehen und sind dabei auf das „Rare“ gestoßen. Vorteil 1: Nähe zum Hotel. Vorteil 2: Das Essen auf der Karte klingt lecker. Damit war eine Entscheidung unter Berücksichtigung unserer Füße und unseres Magens getroffen.
Nach kurzem Verschnaufen und Umziehen im Hotel machten wir uns wieder auf den Weg und tatsächlich hatten wir Glück und ergatterten den letzten freien Tisch! Es gab Burger und Bier und mein Freund sorgte für den Hand-vor-die-Stirn-Moment des Tages (und ich hatte schon geglaubt, der würde nicht mehr kommen): Auf der Karte stand Einbecker als Biersorte und vielleicht ist dies dem ein oder anderen ein Begriff: Das ist ein Bier, welches aus Einbeck (ahhh) kommt, was wiederum nicht allzu fern von Hannover liegt. Als heimatverbundenes Nordlicht wollte mein Liebster nun also ein Einbecker bestellen. Die Kellnerin nahm den Wunsch auf und sagte, dass dies ein alkoholfreies Bier sei. Er wolle aber ein Einbecker MIT Alkohol, entgegnete mein Freund. Nein, also Einbecker mit Alkohol gäbe es nicht, nur alkoholfrei. Die Diskussion zog sich noch ein bisschen („Natürlich gibt es das mit Alkohol“ - „Nein, das wüsste ich aber!“), es war ein wenig wie beim PingPong zuzuschauen, nur spannender. Irgendwann habe ich eingegriffen, zwei andere Biere bestellt und die Ärmste erlöst. Manchmal ist er aber auch dickköpfig!

Nach dem Essen schlichen wir müde und kaputt ins Hotel zurück und ließen uns noch ein wenig vom TV berieseln. Allerdings nicht lange, denn die Müdigkeit hatte uns fest im Griff. Mit der Hoffnung auf besseres Wetter für die nächsten Tage endete dieser Dienstag!


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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 19:13 
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optimistin hat geschrieben:
Das sind aber auch wirklich besonders schöne Schuhe.

Danke, ich mag sie auch ganz besonders.

optimistin hat geschrieben:
Toller Bericht außerdem. Bringt Spass zu lesen


Vielen Dank, das freut mich sehr! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 20:22 
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By the way - ich find's spannend :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Autumn in New York
BeitragVerfasst: 02.02.2014, 20:30 
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