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Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste daraus!
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Autor:  capezia [ 20.10.2011, 13:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Hehe, habt Geduld! :wink:
Hab den Tag noch nicht ganz fertig geschrieben, muss am Wochenende jetzt erstmal Geburtstag feiern und bin bis Montag in London. Stelle es dann nächste Woche online. ;)

Autor:  Ines [ 20.10.2011, 13:48 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Na du machst es aber spannend! :wink:

Autor:  Da_Mad [ 24.10.2011, 15:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Ein ganz mieser Cliffhanger :)

Autor:  DG10 [ 25.10.2011, 19:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

mittlerweile ist schon Dienstag :(

Autor:  RobbeRolle [ 27.10.2011, 15:59 ]
Betreff des Beitrags:  Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste daraus!

Donnerstag ... :(

Autor:  capezia [ 28.10.2011, 19:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

13.06.2011, nachts zwischen Tag 2 und Tag 3

Kurz nach Mitternacht. Nach einer gefühlten halben Stunde Schlaf wurde ich plötzlich wach und mir war speiübel. Ach du Scheiße, das fehlte mir noch, ich war doch nur für 5 Tage hier! ... Na gut, vermutlich nur was falsches gegessen in NY. Also ab auf's Klo und Magen entleeren, danach ist's bestimmt wieder gut. War es auch erst, aber nach einer Stunde die gleiche Aktion. Tja, und so ging es bis ca. 6 Uhr stündlich. Nach jedem Übergeben hab ich mir gewünscht, dass es das letzte Mal war und ich den Tag in New York doch noch nutzen konnte.

Nachdem meine Eltern um ca. 8 Uhr aufgewacht sind (ich hab ja nicht mehr wirklich geschlafen) und gefragt haben, was wir machen wollen, musste ich mir leider eingestehen, dass ich nicht in der Lage war, rauszugehen. Ich fühlte mich hundeelend und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich musste im Bett bleiben.

Jetzt waren meine Eltern ja leider etwas aufgeschmissen, wo sie doch nicht wirklich englisch sprechen und verstehen können. Trotzdem haben sie vorgeschlagen, dass sie mal rausgehen und ich mich noch ein paar Stunden hinlegen sollte. Nachmittags wär sicher schon wieder alles in Ordnung und wir könnten dann noch durch die City schlendern.

Außerdem wollten sie mir Coke und Salzstangen kaufen gehen und in der Pharmacy nach MCP-Tropfen fragen. In Deutschland sind die verschreibungspflichtig und leider Gottes hatte ich alles an Medikamenten dabei, nur nicht die. :( Dumm gelaufen. Also einfach mal n Zettelchen geschrieben und meinen Eltern mitgegeben. Vielleicht kriegt man die in den USA ja so...

Tja, und so lag ich an diesem Montag in meiner Traummetropole im Hotelbett. Ganz toll. Ich hätte heulen können. Ich hab noch versucht, zu schlafen, aber mir war die ganze Zeit schlecht und ich konnte wirklich gar nichts mehr.

Ein paar Stunden später kamen meine Eltern wieder. Coke und Salzstangen hatten sie dabei, die benötigten Tropfen leider nicht. :( Stattdessen hat man ihnen ein Zettel mit den nahegelegenen Krankenhäusern gegeben. Ich soll wohl erst dahin, denn die Tropfen bekommt man auch in den Staaten nicht rezeptfrei.

Nun gut, einfach noch ein wenig ausharren und Selbstheilungskräfte aktivieren.

Meine Eltern sind dann einfach nochmal losgelaufen. Was sollten sie auch im Hotelzimmer? Mir beim krank sein zugucken? Konnte ich ja auch nicht verlangen. ;)

Als sie nachmittags zurückkamen und feststellten, dass es mir immer noch nicht besser ging (ich hatte auch wieder ein paar Mal gebrochen), wollten sie schon zur Rezeption, als sie auf dem Flur eine Putzfrau sahen und sie heranwinkten.

Die junge Frau war wirklich ganz lieb, hat meine Stirn gefühlt und gefragt, seit wann mir schlecht ist etc. Sie hat dann auch direkt gesagt, dass es besser ist, die Ambulance zu rufen. Also hat sie mit dem Zimmertelefon an der Rezeption Bescheid gesagt und mich beruhigt, dass bald alles gut ist und jemand kommt.

Bis die Ambulance da war, standen 2 starke Männer vom Hotel-Sicherheitsdienst in unserem Hotelzimmer Wache. Den Sinn dahinter hab ich nicht ganz verstanden und so richtig wohl fühlte ich mich auch nicht, aber was soll's. Zwischendurch haben die immer mal wieder telefoniert und mir gesagt, dass der Krankenwagen gleich da wär.

Nach ca. 15 Minuten kamen dann endlich 2 Sanitäter. Fieber gemessen, Blutdruck kontrolliert und mich mit Fragen bombardiert. War ich froh, dass ich die ganzen medizinischen, englischen Fachausdrücke konnte, weil ich während meines Pharmaziestudiums einen Englisch-Kurs belegt habe. ;)

Er erklärte mir, dass ich auf jeden Fall mit ins Hospital kommen muss, wenn ich Medikamente haben möchte. Die Sanis selbst dürfen nichts geben. Also gut, fahren wir eben mit.

Auf einer Bahre fuhren sie mich durchs Hotel (übrigens immer noch begleitet von den Security-Männern) und durch einen Hinterausgang in den Krankenwagen. Meine Eltern sind beide mitgefahren. Wenn mir nicht so schlecht gewesen wäre, hätte ich meinen Spaß gehabt. Eine Fahrt mit der Ambulance durch New York City. Wer hat das schon? Aber zu dem Zeitpunkt wollte ich einfach nur was gegen meine Übelkeit haben.

Wir fuhren ins Bellevue Hospital Center und ich bereitete meine Mutter schonmal darauf vor, ihre Kreditkarte rauszukramen, wo ich doch gelesen hatte, dass man ohne Moneten gar nicht erst behandelt wird. Dass ich letztendlich überhaupt nichts bezahlen musste, habe ich bis heute nicht verstanden.

Nun denn, wir kamen nach kurzer Zeit im Emergency Room des Bellevue an. Der Sanitäter, der die ganze Zeit bei mir hinten im Wagen saß, hatte mittlerweile schon Spaß an mir und schrie durch den Raum: „Yeaaah, she's from Germany. The paradise of Jägermeister!!“ Das haben selbst meine Eltern verstanden und mussten nun auch lachen. Ich hab dann noch hinzugefügt: „...and Dirk Nowitzki!“ und hatte somit alle Angestellten auf meiner Seite.

Eins muss ich gleich mal loswerden. So ein Emergency Room ist genauso, wie man das aus dem Fernsehen kennt. Eine Mischung aus ER, Greys Anatomy und Scrubs. Die Ärzte und Pfleger waren zum Großteil asiatischer oder afroamerikanischer Herkunft und alle hatten sie gute Laune, sangen oder spielten mit ihren iPhones rum. Kein Scherz. Ich dachte nur: mein Gott, es ist so ganz anders als in Deutschland hier.

Ich wurde in eine Kabine geschoben, die nur mit einem Vorhang ausgestattet war. Meine Eltern wurden währenddessen in einen Warteraum geschickt.

Die nächsten 4 Stunden machte ich Bekanntschaft mit ca. 5 Ärzten, 10 Krankenschwestern, 1 Seelsorgerin („Do you wanna talk to the chaplain?“) und 2 Polizisten. Die Officer standen direkt vor dem Vorhang und bewachten einen Inhaftierten, der mit Handschellen ans Bett gefesselt war. Wie ich später erfuhr, ist diesem Krankenhaus eine „Gefängnisstation“ angeschlossen.

Nach unzähligen Untersuchungen, Infusionen, Blutproben etc. durfte ich spätabends mit einem Rezept in der Hand endlich das Bellevue verlassen. Was letztendlich der Auslöser meiner Magen-Geschichte war, weiß man nicht. Wohl irgendein Virus, keine Ahnung woher.

Ich war extrem schwach auf den Beinen, trotzdem wollte ich an die frische Luft und nicht mit dem Taxi fahren. Also liefen wir zurück zum Hotel.

Dort fielen wir alle ziemlich fertig ins Bett und hofften, dass wir wenigstens noch die verbleibenden 2 ½ Tage genießen konnten.


Bilder gibt es von diesem missglückten Tag „leider“ nicht.

Autor:  DG10 [ 28.10.2011, 20:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Ach mensch, wie ärgerlich :x

Ich hoffe, die restlichen Tage sind besser verlaufen. Irgendwie erkranken viele in NY...

Autor:  big applez [ 29.10.2011, 01:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Tut mir leid
war bestimmt nicht lustig, in dem Moment, wo man betroffen ist.
Und tut mir leid :rofl: :rofl: :rofl: Ich muß leider trotzdem lachen. Ich seh das vor mir: Mit Security auf der Bahre durchs Hotel (vielleicht standen die Wache für den Fall dass du abhaust und ne Seuche einschleppst)
und dass Deutschland als "Paradise of Jägermeister" bekannt ist, wusst ich auch noch nicht :lol:
Schön beschrieben, so was erlebt nicht jeder :mrgreen:

capezia hat geschrieben:


Dass ich letztendlich überhaupt nichts bezahlen musste, habe ich bis heute nicht verstanden.



Vielleicht ging die Rechnung ans Gefängnis :wink:

Hoffentlich kannst du die anderen Tage noch geniessen

Autor:  Marion [ 30.10.2011, 09:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Oh je. Was für eine Geschichte... Du konntest in der Situation bestimmt nicht drüber lachen, aber ein paar humoristische Aspekte hatte sie durchaus :)

Autor:  Carrie [ 30.10.2011, 10:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Oh je, du Arme!

Aber dass gleich schon der Priester geholt werden sollte, hätte mir in der Situation echt zu denken gegeben... :mrgreen:

Autor:  bela-b [ 30.10.2011, 10:59 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Ach jeh, was für ein Tag, aber haben die Medies Dir dann wenigstens wieder auf die Beine geholfen?

Autor:  Jessi* [ 31.10.2011, 15:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Das erste Mal New York. Oder: Machen wir das Beste darau

Ach du sch*** :lol: ärgerlich, aber da hast du dann mal was erlebt, was nicht alltäglich ist

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