New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Restaurants in New York City

Restaurants in New York City

Wenn Sie in New York essen gehen, sollten Sie sich von eventuellen Vorurteilen über matschige Hamburger verabschieden. Auch hier ist New York eine Stadt der Superlative. Sie werden kulinarische Genüsse aus aller Herren Länder und in allen Preisklassen vorfinden.

Diner In New York gibt es über die 5 Stadtbezirke verteilt unzählige Restaurants, was nicht nur von der reinen Quantität her eine riesige Auswahl verspricht, es finden sich hier auch alle Nationalitäten. Neben den bereits aus Europa bekannten Kochrichtungen wie etwa chinesisch, italienisch, japanisch und thailändisch existieren auch exotische Vertreter wie karibisch, australisch, kreolisch usw. Es ist nicht nur für jeden Geschmack, sondern auch in jeder Preisklasse etwas dabei.

Bei einem so unterschiedlichem Angebot empfiehlt es sich immer, ein paar Grundregeln zu kennen und bestimmte Tipps & Tricks zu beachten.



Der Begriff "Restaurant" ist in New York durchaus dehnbar, was dazu führen kann, dass man vor einer Frittenbude steht und nach New Yorker Definition bereits ein Restaurant betreten hat.

Die Reservierung und der "maître de", bzw. die "hostess"!

@Marion's Ein "richtiges" Restaurant - zumindest nach deutschen Maßstäben - erkennt man daran, dass man erstens auf jeden Fall rechtzeitig telefonisch reservieren muss (besonders wichtig am Wochenende und bei "In-Lokalen", bei denen es schon einmal Reservierungszeiten von mehreren Wochen geben kann) und zweitens beim Betreten des Lokals zunächst vor dem "maître de", bzw. der "hostess" stoppen muss, damit man Ihnen einen Tisch zuweist.

Eine freie Wahl des Tisches, wie es in Deutschland meistens üblich ist, ist in New York unbekannt. Diese Regelung der Zuweisung eines Tisches hat seinen Ursprung darin, dass die Kellner vom Trinkgeld der Gäste leben und so versucht wird, allen Kellnern gleich viele Gäste zuzuteilen.

Die Kleiderordnung

Der "maître de" wird Sie bei teureren Restaurants auf ein vorhandenes Sakko und eine Krawatte hin überprüfen - legere Kleidung wie zum Beispiel Jeans können in höheren Preiskategorien das KO am Eingang bedeuten. Wenn Sie nicht genau wissen, was die Kleiderordnung des Restaurants verlangt, können Sie diese auch bei der Tischreservierung erfragen.

Die Essenszeiten

Die Zeiten für Lunch liegen in etwa von 11:30 Uhr bis ca. 14:30 Uhr, wobei der Hauptandrang wohl so gegen 13:00 Uhr herrscht. Das Dinner wird in der Regel ab 18:00 serviert - hier sind die Stoßzeiten zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr. Beachten Sie bitte, dass die meisten Restaurants in der Woche gegen 22:00 Uhr und am Wochenende gegen 23:00 Uhr schließen.

Die Musik

Wenn Sie in einem Restaurant speisen, in dem es eine kleine Musikkapelle oder ähnliches gibt, werden Sie auf der Rechnung einen Betrag mit Namen "Music Charge" finden, der als Entlohnung für die Musiker zu verstehen ist - unabhängig davon, ob Ihnen die Musik gefallen hat.

Die Getränke

In New Yorker Restaurants ist es üblich, zum Essen ungefragt und in wirklich reichlichen Mengen Eiswasser zu servieren. Sie müssen dieses natürlich nicht trinken und brauchen sich bei Ihrer Getränkebestellung von diesem Umstand auch überhaupt nicht beeinflussen zu lassen.

Kaffee Wenn Sie sich Wein bestellen, sollten Sie einmal kalifornischen versuchen Für Biertrinker empfiehlt sich auf den Zusatz "on tap" zu achten, was so viel bedeutet wie "frisch gezapft". Sehen Sie den Hinweis "BYO" oder "BYOB", sitzen Sie in einem preiswerterem Restaurant, das keine Lizenz für den Alkoholausschank hat und Sie daher auffordert "buy your own" bzw. "bring your own bottle" (also in etwa: "Bringen Sie Ihre eigene Flasche mit!"). Kaffee wird in der Regel übrigens so lange Sie wollen kostenlos aufgefüllt ("free refill").

Gespräche mit dem Kellner

Der Kellner fragt - je nach Art der Bestellung - ein paar Dinge, auf die Sie sich einstellen sollten:
  • "How do you like your eggs?" bezieht sich auf die Zubereitungsart der (Frühstücks-)Eier: "Eggs over easy" (beidseitig gebratene Spiegeleier) oder zum Beispiel "Scrambeld eggs" (Rühreier).

  • "Freshly ground pepper?" ist einfach die höfliche Nachfrage, ob der Kellner mit einer Pfeffermühle wiederkommen soll.

  • Bestellen Sie einen Salat, so fragt Sie der Kellner nach dem Dressing: "What kind of dressing would you like for your salad?". Falls es "Oil and Vinegar" (Essig und Öl) nicht geben sollte, halten Sie sich an "Italian", das trifft den europäischen Geschmack wohl am ehesten.

  • Wird Brot bestellt, werden Sie manchmal mit der Frage "White, whole wheat or rye?" konfrontiert. Einen großen Unterschied haben wir allerdings nicht wirklich schmecken können...

  • Bei Fleisch gibt es neben den Zubereitungsarten "raw" (blutig), "medium" (rosa) und "well-done" (durchgebraten) die gängigen Fleisch-/Zubereitungsarten:

    • Prime Cut - sehr gute Fleischqualität, mit ganz kleinen Fettadern durchzogen.

    • New York Cut - ein Rumpsteak oberhalb der Rippe.

    • Sirloin - ein New York Cut mit der Rippe.

    • T-Bone-Steak - ein Steak mit einem T-förmigen Knochen und einem Fettrand.

    • Tenderloin - ein Filetsteak.

  • Möchten Sie nach der Toilette fragen, verwenden Sie bitte die Begriffe "restroom" oder "bathroom", nie aber das im amerikanischen Sprachgebrauch unfeine "toilet"!

  • Mit der Phrase "The check, please!" verlangen Sie nach der Rechnung.

Die Aufenthaltsdauer

Nach dem Servieren des Desserts bzw. beim dankenden Ablehnen eines solchen wird Ihnen meist unaufgefordert die Rechnung gebracht und dies empfinden Europäer oft als rüde und ungemütlich. Nehmen Sie es nicht persönlich, das wird immer und bei jedem so gemacht, damit man den Tisch mehrmals am Abend vergeben kann.

Doggy Bag

Oft werden Sie in New Yorker Restaurants "ordentliche" Portionen erleben, die Sie gar nicht auf einmal essen können. Abhilfe schafft hier ein "Doggy Bag", in dem Sie übrig gebliebenes mit nach Hause nehmen können. Diese Praxis ist durchaus gebräuchlich und wird manchmal auch direkt vom Kellner angeboten.

Das Trinkgeld

In Restaurants erhält die Bedienung immer Trinkgeld und zwar völlig unabhängig, ob der Service gut ist oder nicht - das sind die Regeln und Sie sollten sich daran halten, da in New York das Trinkgeld (anders als bei uns) keine anerkennende Geste ist, sondern wirklich der Lohn der Bedienung, der auch noch komplett versteuert werden muss. Die dortigen Grundlöhne für Personal sind so niedrig, dass man alleine damit nicht überleben könnte.

Achtung:

Geben Sie kein oder zu wenig Trinkgeld, könnte es sein, dass Ihnen die Bedienung bis auf die Straße nachläuft, um das Trinkgeld doch noch einzufordern. Wenn Sie solch einen peinlichen Auftritt vermeiden möchten, geben Sie Tip wie es die Amerikaner auch tun oder gehen Sie in Fast Food Restaurants, da stellt sich diese Frage nicht.
Wundern Sie sich übrigens nicht, wenn die Rechnung bereits einen eingedruckten Betrag an Trinkgeld aufweist. Dies hat nichts mit Geldgier sondern eher mit Erfahrung im Verhalten von Touristen zu tun - oft erleben die Bedienungen, dass Touristen einfach kein Trinkgeld geben und greifen daher präventiv zu solchen Mitteln. Dies kann entweder pauschal bei jedem Gast auf der Rechnung stehen oder per Hand eingetragen werden (wenn Ihr Englisch "furchtbar" ist oder Sie sich für die Bedienung hörbar in einer anderen Sprache unterhalten).

Achten Sie also bei der Gabe von Tip darauf, dass das Trinkgeld nicht schon im Endbetrag der Rechnung - wie oben kurz erwähnt - berücksichtigt wurde, andernfalls zahlen Sie das Trinkgeld zweifach.

Wenn Sie eigentlich nicht mit der Leistung zufrieden waren, sollten Sie dennoch das absolute Minimum von 15 % der Summe mit einplanen. War der Service gut, liegt es bei ihnen, den Prozentsatz nach oben zu erweitern.

Bei Barzahlung wird das Trinkgeld auf dem Tisch zurückgelassen - beim Bezahlen mit Kreditkarte tragen Sie das Trinkgeld im Kreditkarten-Formular in die Rubrik "Tip" ein.

Der Endpreis

Beachten Sie, dass in den meisten Fällen die Preise auf der Speisekarte Nettopreise sind. Insgesamt (Steuer in Höhe von 8,25 % zuzüglich Tip) entstehen also um ca. 25 % höhere Kosten, als in der Speisekarte abgedruckt.

© 2000-2017 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
Bookmark and Share


Amazon