New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Dos in New York City

Dos in New York City

Knigge


Es gibt nur eine Verhaltensregel, die zu beachten ist. Die New Yorker sind zwar eigentlich immer in Eile, aber ansonsten freundlich und höflich (wenn man ihnen nicht gerade im Weg steht). Wenn man selbst genauso freundlich und höflich ist, steht dem Beginn einer entspannten Beziehung nichts im Weg.



Sie werden sich wundern, wie viele Menschen Anteil an Ihrem Befinden nehmen. Ununterbrochen schallt Ihnen ein freundliches: "How are you?" entgegen. Natürlich will kein Mensch wirklich wissen, wie es Ihnen geht. Also antworten Sie nicht mit: "Oh, mir geht es heute wirklich schlecht. Meine Migräne bringt mich um und der Hund hat schon wieder Durchfall!" Der Durchschnittsamerikaner holt dann den nächsten Police Officer, um Sie verhaften zu lassen.

Rolltreppe


Wenn Sie sich auf einer Rolltreppe befinden und darauf - wie bei uns üblich - auch stehenbleiben wollen, halten Sie sich bitte auf der rechten Hälfte der Stufe. New Yorker haben es immer sehr eilig und benutzen in der Regel die linke Hälfte der Stufen um selbst auf der Rolltreppe noch die Stufen zu gehen - gerade in Subway Stationen. Beachten Sie dieses Verhalten, so werden Sie garantiert nicht angerempelt und erhalten als Belohnung ein kurzes "Thank you"...

Trinkgeld


Trinkgeld (Tip) Leider ist das ein Thema, mit dem gerade wir Deutschen immer wieder unangenehm auffallen. Im Gegensatz zu unseren Landessitten ist hier Trinkgeld grundsätzlich nicht verhandelbar!

Trinkgeld ("Tip") wird bei jeder erbrachten Dienstleistung gegeben. Service ist z. B. in Restaurants prinzipiell nie inbegriffen und muss separat gezahlt werden.

Nachstehend die Richtwerte:

Dienstleistungsbereich Mindesttrinkgeld
Bedienungen in Cafés/Restaurants 15 - 20% (Sales Tax verdoppeln)
Taxifahrer/Fahrer von Shuttle-Bussen 15 - 20%
Garderobenfrauen (auch im Restaurant!) $ 1 pro Kleidungsstück
Bellboy/Hotelpagen/Portiers $ 1 pro Gepäckstück
Zimmermädchen $ 2-$ 3 pro Tag
Schaffner/Fahrer bei Pauschalreisen $ 10 pro Tag von der ganzen Reisegruppe
Concierge (Theater-/Musicalkarten, Restaurant etc.) Ab $ 10 aufwärts (je nach Aufwand)
Barkeeper $ 1 pro Drink
Platzanweiser in Theatern wird nicht erwartet
Fast-Food Restaurants/Delis (ohne Bedienung) Kein Trinkgeld
Fast-Food Restaurants/Delis (Hinweis "Service included") Kein Trinkgeld

Es gibt Restaurants, bei denen das Trinkgeld schon in der Rechnung enthalten ist. Wie das kommt? Wahrscheinlich haben Sie sich klar als Touristen geoutet und am Tisch deutsch gesprochen. Die Bedienungen machen das aus Erfahrung, da europäische Touristen gern ohne Zahlung eines (ausreichenden) Trinkgeldes ausbüxen. Wenn das der Fall ist, werden natürlich nicht noch zusätzlich 15 - 20 % auf den Betrag addiert. Sie sollten dieses Verhalten nicht persönlich nehmen, das passiert manchmal auch Leuten, die schon jahrelang in New York leben.

Wichtig: Bitte geben Sie das Trinkgeld niemals, wirklich niemals in Münzen. Man könnte auf den Gedanken kommen: "Wieso, es ist doch auch Geld?" Ja, aber das wird trotzdem als ganz, ganz schlechter Stil angesehen. Überflüssiges Kleingeld lieber in die Spendenbox für Kinder im nächst gelegen McDonald's werfen.

Redaktionstipp:

Versuchen Sie nicht, sich vor der Zahlung eines ausreichenden Trinkgeldes zu drücken. Die eben noch so freundliche Bedienung wird ihnen evtl. bis auf die Straße nachlaufen, damit Sie Ihrer "Pflicht" nachkommen.
Es gibt hier und da in Reiseführern den Tipp, das Trinkgeld für das Zimmermädchen in einem Gesamtbetrag gleich zu Beginn des Urlaubs herauszulegen. Das ist Unsinn, denn in jedem auch nur mittelgroßen Hotel sind täglich andere Zimmermädchen eingeteilt. Das bedeutet, dass die von Ihnen Beglückte eventuell nur einmal im Einsatz ist.

Besser ist es, jeden Morgen das Trinkgeld auf dem Kopfkissen zu hinterlassen oder einen kleinen Zettel mit dem Verwendungszweck zu schreiben. Ein gutes Zimmermädchen (und das sind die aller-, allermeisten) wird nämlich herumliegendes Geld ohne weitere Aufforderung auf keinen Fall mitnehmen.

© 2000-2017 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
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