New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Don'ts in New York City

Don'ts in New York City

Anstarren

New York ist ein Schmelztiegel mit vielen unterschiedlichen Menschen. Ihnen werden eine Menge Leute begegnen, die in einem bayerischen Dorf eine größere Menschenansammlung verursachen würden. Von der supereleganten Lady mit $$$$-Pelzmantel, über den Punk, der an Stellen gepierct ist, von denen Sie gar nicht wussten, das man da überhaupt piercen kann, bis zum abgerissen Bettler.

Anstarren Die New Yorker sind cool und würden niemals jemanden anstarren, nicht mal wenn ihm ein drittes Auge gleich unter dem Haaransatz mitten auf der Stirn wachsen würde. Anstarren gilt geringstenfalls als uncool, manchmal als unhöflich und ab und zu auch als Provokation.

Deshalb wird Sie der Polizist, den Sie nach dem Weg fragen, vielleicht nicht anschauen. Genauso wenig wird die Security Person bei Tiffany's auf freundliche Anlächelversuche reagieren. Auch bei Benutzung von Subway oder Bus schaut man gepflegt gelangweilt an seinen Mitmenschen vorbei oder steckt die Nase gleich ins mitgebrachte Buch. Machen Sie es genauso!



Tourist?

Es gibt einige todsichere Wege, die Sie als Tourist in New York outen:

Mindestens eine Foto- sowie eine Videokamera um den Hals hängen haben und in aller Seelenruhe und öffentlich im Reiseführer blättern.

Unentschlossenheit beim Schlangestehen, d. h. in Lokalen mit Theke (Pizza, Eis, McDonald's etc.) alle anderen aufhalten, indem man sich für nichts entscheiden kann.

Alle drei Meter stehen bleiben, den Kopf in den Nacken werfen und "Aahhh und Ohhhh" rufen. Zwischen den Aahhh- und Ohhh-Rufen unvermittelt abbremsen und wieder stehen bleiben.

Don't walk Bei roten Fußgängerampeln stoppen und auf Grün warten. Kein Einheimischer würde sich je von einer roten Ampel aufhalten lassen und ahndet Ihr Verhalten mit einem genervtem "Can't we just go?". Übrigens kostet dieses "Jaywalking" eigentlich Strafe, aber wir kennen niemanden, der dies jemals bezahlen musste...

Wenn Sie einen Passanten fragen "Do you know what time it is?". Damit machen Sie zwar Ihren Englischlehrer glücklich, die New Yorker lieben es aber kurz fragen daher schlicht "You got the time?".

Nennen Sie nie Manhattan "The Island" - damit ist immer "Long Island" gemeint, genau wie "over there" für die New Yorker der Nachbarstaat "New Jersey" ist.

Sprechen Sie den Namen der "Houston Street" nie wie die Stadt in Texas aus ("Justen"), sondern "Hausten".

Ähnlich verhält es sich mit "Greenwich", das sich "Grennich" ausspricht.

Staten Island Ferry Ein weiteres Beispiel wäre "Staten Island", bei dem das "Staten" nicht etwa wie bei "State" lang gezogen, sondern ganz kurz (Stetten) ausgesprochen wird.

Oder "Roosevelt" (zum Beispiel in "Roosevelt Island" oder "Roosevelt Hotel") spricht sich "Rusewelt" und nicht etwa "Ruswelt".

Die New Yorker nehmen die Millionen Touristen, die jedes Jahr in ihre Stadt stürmen, sehr gelassen hin. Es gibt nur eine Sache (abgesehen von der Trinkgeldfrage), die sie wirklich nervt. Das ist das eben schon genannte ständige "im Weg stehen" der Touristen. Man hat es in Manhattan nun mal immer eilig und muss immer irgendwo pünktlich sein. Entweder Sie rasen mit oder Sie suchen sich zum Verweilen ein Eckchen aus, in dem Sie nicht stören. Dann sind beide Seiten zufrieden. Ansonsten versuchen Sie, mit dem Strom zu schwimmen.

Auto mieten, um die Stadt anzusehen

Dafür gibt es überhaupt kein vernünftiges Argument. Sie werden nur im Stau stehen, von verrückten Cab-Drivern gejagt und das Auto nirgendwo abstellen können. Parkplätze sind rar und Parkgebühren astronomisch (pro Stunde $ 15 und mehr sind die Regel).

Besuch bei der Statue of Liberty

Statue of Liberty Klar, die Freiheitsstatue gehört zu jedem New York Besuch. Aber: Bei gutem Wetter kann einen dieses Vergnügen schon einmal einen halben Tag kosten. Vor den Zugängen zu den Fähren bilden sich endlos lange Schlangen und wenn man es endlich auf eines der überfüllten Boote geschafft hat, dann ist die Freude inzwischen lange vorbei.

Ersparen Sie sich das und fahren stattdessen mit der kostenlosen Staten Island Ferry, die ganz nahe an der Freiheitsstatue vorbeifährt.

Fotografieren & Filmen

Natürlich dürfen und sollen Sie auch fotografieren und filmen, allerdings gibt es ein paar kleine Dinge zu beachten.
  1. Sie sollten nicht Banken, Behörden, sicherheitsrelevante Unternehmen etc. filmen oder fotografieren. Dies gilt ab dem 11. September und es wird durch eigene Security auf den Straßen kontrolliert. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie ein solcher Security-Mensch ansprechen wird, wenn Sie auch nur in der Nähe solcher Gebäude eine Kamera zücken und Sie freundlich aber bestimmt bittet, den Bereich zu verlassen. Dabei ist es oft sehr schwierig für Touristen zu wissen, welche Gebäude unter diese Regelung fallen und auch wir werden regelmässig angesprochen, weil wir die Kamera im Anschlag hatten.

  2. In Museen dürfen Sie nicht mit Blitz fotografieren. In einigen Museen wie dem Gugenheim ist das Fotografieren von Ausstellungen (das Museum selbst darf man aber von Innen ablichten) ganz verboten - das MoMA wiederum erlaubt es, Bilder zu machen, aber eben ohne Blitzlicht!

  3. Orthodoxe Juden sollten Sie ebenfalls nicht fotografieren oder filmen. Eine solche "Eitelkeit" kollidiert mit dem strengen Glauben dieser Menschen.

Kutschenfahrt Central Park

Pferdekutsche Das lehnen wir einfach aus persönlichen Gründen ab. Wir bedauern die Pferde, die nie anderes sehen, als ihre immer gleich Route durch den Central Park. Sie warten inmitten des tosenden Verkehrs auf Kundschaft und das tagaus und tagein. Deshalb boykottieren wir dieses zweifelhafte Vergnügen.

Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, der sollte sich auf jeden Fall die Internetseite von ASPCA ansehen. Dort findet man Informationen dazu, unter welchen Bedingungen die Pferde auch bei extremer Hitze und im hektischen und gefährlichen Straßenverkehr New Yorks arbeiten müssen und wie dürftig sie in kleinen Boxen untergebracht sind, in denen sie sich kaum umdrehen können. ASPCA versucht, die gesetzliche Situation in New York zu Gunsten der Tiere zu ändern.

Silvester am Times Square

Times Square Sie wollen Silvester in New York feiern? Wunderbar! Auf dem Times Square? Vergessen Sie es, wenn Sie Hände und Füße nicht an Erfrierungen verlieren wollen! Wir waren bisher dreimal zu Silvester in New York. Die Situation war jedes Mal gleich, wobei sie natürlich beim Millenium (1999/2000) am schlimmsten war.
  1. Der Times Square war ab nachmittags dicht und bereits mit Tausenden von Menschen bevölkert.
  2. Das Wetter war so eiskalt mit Minusgraden, dass es unvorstellbar war, bei diesen Temperaturen stundenlang im Freien zu stehen.
© 2000-2017 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
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