New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | Yadayadayada oder addicted to Pete | Samstag, 22.03.2008
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Yadayadayada oder addicted to Pete

Samstag, 22.03.2008


von Marion und Thomas Reichwein

Der Tag fing fast so an, wie der gestrige Tag - früh. Mit dem entscheidenden Unterschied, wir waren in New York. Als nahezu erste Amtshandlung an diesem Morgen versuchten wir zu zweit die Dusche in Gang zu bringen. Dies gestaltete sich recht schwierig, da alle üblichen Tricks, das Wasser nicht aus dem Wasserhahn unten, sondern an der Brause oben umzuschalten. Nachdem wir beide beinahe die Verankerung der Dusche aus der Wand gerissen hatten, fand Marion die Lösung: man musste wirklich den goldenen Zierring um den Wasserhahn unten rausziehen, damit oben der Brausenkopf Wasser spendete.

Nach dieser ersten erfolgreichen Aufgabe galt es sich jetzt bei strahlendem Himmel an die Nahrungsbeschaffung zu machen. Bei Pete’s Grill zwei Häuser weiter - 39-14 Queens Blvd - sollte der Plan in die Tat umgesetzt werden. Es war recht voll dort, so dass wir nur einen Vierertisch in zweiter Reihe ergatterten. Wir bestellten "Egg on a roll with bacon" und Kaffe bzw. Tee, wobei wir jeder noch ein frisch gepresstes Glas complementary Orangensaft bekommen haben. Das Essen war wirklich super lecker und mit weniger als $9 für uns beide zusammen sehr günstig!

Blick vom Jacobs Javits Convention CenterWeiter ging es mit dem Q32-Bus Richtung Manhattan. Bei der Endstation 34th Street/Penn Station sprangen auch wir raus und machten uns weiter Crosstown zum Jacob K. Javits Convention Center weil es dort die New York Auto Show gab, von der wir uns erhofften, dass es dort auch Outdoor etwas zu sehen gab. Das hielt sich allerdings in Grenzen, so dass wir die Westside am Hudson River ansteuerten. Dort schlenderten wir am Wasser entlang zum VIP Heliport, weiter zum Hudson River Park (um die Wasserrad-Skulptur von Paul Ramirez Jonas und die "Two Too Large Tables" von Allan und Ellen Wexler zu sehen) bis hin zu den Chelsea Piers.

Blick auf das ESB von der WestsideWieder zurück Crosstown ging es dann entlang der 14th Street durch den Meatpacking District, einen kleinen Abstecher zum MacBook Air im Apple Store machen und Famke Janssen (z. B. Nip/Tuck oder Hide and Seek) treffen, bis hin zum Union Square Park, an dem wir in den Au bon pain einkehrten, weil Thomas sein Steakhouse Sandwich haben wollte, von dem er bereits seit dem 31. Dezember 2007, 16:22 Uhr träumte. Dummerweise war Steakhouse aus, so dass Thomas beleidigt war und Marion ihr Portobello and Goat Cheese-Sandwich alleine im Union Square Park mümmelte. Um 15:00 Uhr ging dann im Park die große Kissenschlacht los - unter dem Motto "Pillows statt Weapons".

Kissenschlacht @ Union Square ParkTotal eingefedert schlenderten wir über den Green Market, um ein paar Kekse zu kaufen. Die Beute schleppten wir dann zum einzigen Privatpark New Yorks, dem Gramercy Park. Leider hatten wir auch keinen Schlüssel, so dass wir die Keks im Madison Square Park knabbern mussten und dabei die Schlange vor Shake Shack beobachteten, wo es angeblich die besten Burger New Yorks gibt. Die Schlange war allerdings in der Tat so lang, dass wir auf einen Test diesmal verzichteten.

Midtown von der Subway 7 Station 40 StreetZu Fuß schlugen wir uns die 5th Avenue rauf und bogen Richtung Greeley Square Park ab. Dort stiegen wir in dem Q32, der uns gegen 17:30 Uhr beim Hotel absetzte. Heute Abend stand das Beacon Theater mit "Greatest love story ever told" (u. a. mit Tatyana Ali von "Prinz von Bel Air" in der Hauptrolle) an. Nach dem Umziehen fuhren wir also mit der 7 und der 2 zur 72nd Street. Pünktlich um kurz vor 19:00 Uhr waren wir am Will Call und haben kurze Zeit später unsere Karten bekommen. Da wir noch fast eine Stunde Zeit hatten, bummelten wir noch ein wenig den Broadway rauf und vielleicht noch etwas zu Essen suchen. Das Projekt scheiterte allerdings, da alle Restaurants rund um das Theater ziemlich voll waren und wir damit rechnen mussten, dass das Essen nicht mehr just in time erschien.

Beacon TheaterAlso gingen wir schon einmal ins Beacon Theater. Wir kauften uns dort noch einen Drink und etwas zu knabbern. Die "Lobby" des Theaters war schon so sehenswert, dass wir dort staunend (und knabbernd) eine gute halbe Stunde verbrachten. Als wir dann zu unseren Plätzen (Balcony, allererste Reihe!) gingen, staunten wir nicht schlecht. Die Inneneinrichtung des Theaters, die auch schon als Kulisse von Scorseses Konzertfilm "Shine a light" diente, ist wirklich unglaublich schön. Dies konnte man von dem Stück aber nicht so recht behaupten. Es fing schon damit an, dass der Balcony zu Zweidritteln leer war - das hatte einen Grund... Die Story war relativ lahm und man schleppte sich so durch den Abend. Zudem wurde auch noch ab und zu gesungen (es war ja eigentlich kein Musical), was eine Dame hinter uns mit "Oh no, no more singing!" kommentierte. Marion wollte in der Pause eigentlich gehen, aber Thomas überredete sie noch zu bleiben, was sich aber im Nachhinein nicht wirklich lohnte. Manchmal sitzt man im Bus eben ganz hinten.

Nach mäßigem Applaus ging es dann wieder zurück mit der 1 und der 7 Richtung Hotel. Der Rückweg gestaltete sich allerdings ein wenig schwieriger als erwartet. Die Subway 7 war ein Express Train (wir brauchten den Local) und normalerweise sind um diese Zeit (ab 22:20 Uhr) nur noch Locals unterwegs. Also stiegen wir "Queensboro Plaza" aus, um in den nächsten Local zu wechseln. Ein freundlicher Herr der MTA sagte uns aber, dass nur noch Express Trains unterwegs seien. Also hieß es, den Rest zu Fuß zugehen. Da es inzwischen aber recht kühl wurde, entschieden wir uns nach einigen Minuten Fußmarsch durch das Dunkel von Queens dazu, den nächsten Q32 zu nehmen. Wir warteten fast 10 Minuten auf unseren Bus, als sich die Alternative, der Q60, erbarmte und uns die beiden jetzt noch fehlenden Stationen mitnahm.

Als letztes Abendmahl stolperten wir noch über unseren 24h-McDonald’s und Thomas bestellte eine Flasche Wasser, Cheeseburger und Chickenburger. Eine Bestellung, die ja normalerweise keine größeren Probleme bereiten sollte, aber was war heute schon normal? Thomas musste seinen Wunsch mehrfach wiederholen, bis denn alles angekommen war. Das ist nicht weiter merkwürdig, dass während der Wartezeit dann eine Gruppe Halbstarker mit dem furchtbarsten und unverständlichsten Akzent ever dann eine ganze Litanei von Burgern und Getränken bestellte, die dann ohne Rückfragen ausgeliefert wurden, schon - das tat weh. "Weischt du, gibssu mir Börger Dings"...

So geschmäht und mit dem ersten Stirnsonnenbrand dieses Urlaubs ließen wir uns gegen 0:30 Uhr dann ins Bett fallen...

© 2000-2010 by Marion Reichwein


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