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Das Maikäfer-Treffen | Die Reichweins

Sonntag, 19. Mai 2002


von Ingrid, Marion und Thomas Reichwein

Union SquareWir kamen diesmal - trotz unserer guten Vorsätze - später als gestern zum Frühstück, was uns merkwürdigerweise einen vollen Frühstückstisch einbrachte!? So gestärkt ging es mit der Subway zum Union Square, wo es an diesem Sonntagmorgen eine Performance-Aktion mit zahlreichen Künstlern gab. Wie immer bei solchen Aktionen, muss man ein wenig Verständnis aufbringen, um die Beweggründe nachzuvollziehen, warum man ein Auto mit einem riesigen weißen Ballon füllen muss, um dies dann als Kunst zu verkaufen.

Aber vielleicht lag es ja nur an uns und der Wagen hatte nur einen Unfall, bei dem dann der Airbag geplatzt war?

Es zog uns bei strahlendem Sonnenschein wieder Downtown - diesmal mitten durch Chinatown, wo zu dieser Zeit Himmel und Menschen unterwegs waren. Da wir nach einiger Zeit genug von dem Gedrängel hatten, beschlossen wir, einen Abstecher zum Washington Square zu machen, um uns dort ein wenig zu setzen und die Menschen beim Entspannen, Lesen, Hunde ausführen oder Performen zu beobachten.

Anschließend führte uns unser Weg zum Gebiet rund um die City Hall, wo Ingrid endlich in den Genuss ihres ersten 99-Cent-Stores kam. Nach Stunden der Herumstöberei verließen wir glücklich (Marion und Ingrid) und genervt (guess who) den Laden wieder und machten uns daran, vor dem Municipal Building die gerade erworbenen Billig-Cerealien von zweifelhafter Herkunft und mit alter Postleitzahl zu vernichten (das war Thomas Job, der bis dato nicht wusste, dass auch Schokolade irgendwann kontaminiert, da es bis jetzt noch kein zuckerhaltiges Produkt geschafft hat, länger als 3 Stunden in einem Haushalt mit ihm zu überleben...).

Jack's 99c Store Am späten Nachmittag wartete noch der absolute kulinarische Traum auf uns: Das "Food Festival" in unserem Block! Leider war es sehr voll, aber es war schon ein echtes Abenteuer, an den unzähligen Ständen vorbeizuziehen und an jeder Ecke eine andere Spezialität zu riechen... Echt irre !!! Ingrid schleppte Thomas dann zu einem Stand, wo es Falafel gab und Thomas musste bestellen. Da er aber keine Ahnung von dem englischen, vegetarischen Sprachschatz hatte, rette er sich mit "I would have exactly the same." und zeigte auf das Essen des Vorgängers. Ja, man muss sich eben zu helfen wissen. Dumm nur, wenn die quengelnde Mutter dann noch Stress macht, "Da war aber nicht dass drauf und dies fehlte!" - überflüssig zu erwähnen, dass sie zum Schluss alles in ihrem Falafel hatte, was es gab (zum Amüsement des Verkäufers, der die hitzige Diskussion auf deutsch richtig interpretierte und meine sprachlichen Grenzen schnell erkannte). Im Patio haben wir dann unsere Beute mit Heißhunger verdrückt...

Abends haben wir uns mit Elke und Oliver getroffen und sind nach einem Spaziergang durch Downtown bei "Nice Guy Eddie's" eingekehrt, wo es wirklich ganz hervorragende Burger gibt! Außerdem konnten die Mädels rauchen, was natürlich immer ein riesiger Pluspunkt ist! Nachdem die Kellnerin mit Freund aus "Mönchengladbach" (die Welt ist klein) Ingrid als "Bad Girl" bezeichnete, nur weil auf ihrer Zigarettenschachtel "Quickies" stand (die Bezeichnung kennen die Amerikaner nur in ganz anderem Zusammenhang), war der Laden endgültig uns!

Nach weiteren einem Spaziergang durch Downtown und einem Absacker in einer Bar verabschiedeten wir uns bis Mittwoch und machten uns auf den Weg zum Hotel.

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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