New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | The Guys from the Picture | Dienstag, 18.11.2003

The Guys from the Picture

Dienstag, 18.11.2003


von Marion und Thomas Reichwein

Der Tag begann mit etwas Nebel, aber die Temperaturen waren sehr mild und es war trocken.

Path Station @ WTCNach dem Frühstück beim schönen Brot und "Take out"-Coffee (aus Sicherheitsgründen nur für Marion), sind wir Richtung Ground Zero und haben uns die neue Path Station des World Trade Centers angesehen, die am kommenden Wochenende eingeweiht werden sollte.

Durch das World Financial Center führte unser Weg dann in den legendären Winter Garden, der nicht nur Shopping- und Restaurant-Bereiche beinhaltet, sondern unter seiner Glaskuppel auch wunderschöne Palmen und Bänke zum Ausruhen bietet.
Als neues Ziel für den Tag hatten wir uns zuerst den Barnes & Noble an der Lexington Avenue und für später dann das Plaza Hotel ausgesucht, an dem wir immer liebend gerne rumsitzen und rätseln, ob in den diversen wegfahrenden und ankommenden Limousinen denn irgendwelche Promis sitzen. Als uns nach diversen Stunden im Barnes & Noble die Füße abfielen, haben wir uns im Public Space des CitiCorp Buildings ausgeruht und eine leckere Pizza verdrückt, bevor es weiter zum Plaza Hotel ging.

In Memoriam Als Highlight des Tages wollten wir heute zu "Tiffany's & Co.". Marions Uhr, die Thomas ihr dort zum dreißigsten Geburtstag gekauft hatte, brauchte unbedingt ein neues Leder-Armband. Wie immer drückten wir uns an der Auslegeware die Nase platt, aber wo schon kein Preisschild drauf ist... Natürlich entdeckten wir auch eine ganz neue Tiffany's-Uhr, die noch schöner für Marion gewesen wäre, aber das komplette Budget (inkl. der Flüge) des Urlaubs aufgebraucht hätte... Also blieb es bei der höflichen Frage nach einem neuen Armband. Der sehr freundliche Herr von Tiffany's wies uns den Weg in den sechsten Stock zum "Customer Service". Wir machten uns also auf in den Aufzug, in dem ein sehr freundlicher Mensch die Highlights jeder Etage verkündete, auf der der Aufzug gerade hielt. Also etwa wie "Mieder, Wurstwaren und Gehacktes" – gut, es klang im englischen Original ein wenig besser und eleganter und vielleicht war der Warenkorb auch ein anderer...

Anyway, wir kamen im sechsten Stock an und liefen auf ein großes halbrundes Pult hinter dem eine kleine Frau (nein, nicht Marion) hauste, die uns freundlich nach unserem Begehren und unserem Namen fragte. Nach ein paar Eingaben in einem Computer wurden wir weiter um die Ecke in den Wartebereich geschickt, wo zahlreiche Kundinnen aus dem Geldadel und aufbewahrte Männer auf riesigen, Sofas warteten. Kaum gesetzt, wurde auch schon unser Name "Richwine" aufgerufen. Wir wurden zu einem der am äußeren Rand des Warteraums gelegenen Schalter gebeten. Ein unglaublich netter Mann ("Cosmo") nahm sich unserer an und versuchte, das passende Armband zu ermitteln (Marion wollte nämlich eines in dark blue, was nicht so einfach war). Mit der Ankündigung, extra ein Armband für uns zu bestellen, konnten wir uns nicht anfreunden, da die Lieferzeit 6 Wochen betragen sollte...

Über das Armband kamen wir ein wenig ins Gespräch und es stellte sich raus, dass er Freunde in Darmstadt hat, die bei Adidas arbeiten und ihn eingeladen hätten, Deutschland zu besuchen. Wir haben es ihm allerdings wieder ausreden können, weil Darmstadt verglichen mit New York eher... wie sollen wir sagen... "klein" ist... Er hat es dann auch gleich eingesehen und wollte dann nach Frankfurt, wovon wir ihn ebenfalls mit dem Satz "Frankfurt? Oh, it's a kind of Wall Street" abbringen konnten... (Alle Darmstädter und Frankfurter mögen uns verzeihen!)

Wir wurden noch einmal kurz in den Wartebereich geschickt, um ein paar Minuten später erneut von "Cosmo" aufgerufen zu werden und weiter zu plaudern. Am Ende des Plauschs war er ein wenig informierter über Deutschland und wir hatten ein neues Armband. Was für ein Erlebnis. Man wurde wirklich wie ein König behandelt und das, obwohl wir keine Brillianten trugen...

Zur Erholung sind wir in den Trump Tower gegangen und wollten einen Kaffee bestellen. Eine Bedienung mit einer Kopfbekleidung, die aus einer Mischung von Mars-Antennen und silbernen Cheerleader Poms bestand, versuchte uns erfolglos zu belehren, dass "small" bei Starbucks "tall" sei.

Weihnachtsbaum @ RockefellerAm Rockefeller Center konnten wir endlich mal sehen, wie der gigantische Tannenbaum nach dem Aufstellen geschmückt wird – es wird einfach ein riesiges Gerüst drum herum gebaut! Clever...

Außerdem konnten wir jede Menge Ginger Rogers- und Fred Astaire-Nachfolger on Ice bewundern (in T-Shirts... real New Yorker halt...)...

Zurück ging es mit dem Bus Richtung South Street Seaport, wo wir am Pier 17 bei unseren Japanern unser traditionelles "Chicken Teriyaki – very good, yummy, yummy – Menu number one" gegessen haben.

Pier 17Das ist – wie immer – so unglaublich lecker und reichhaltig, dass man es kaum gegessen bekommt... Wenn man mit seinem Teller dann in den Sitzbereich wandert und beim Essen Brooklyn, die im Dunkeln beleuchtete Brooklyn Bridge inkl. des "River Cafe" sieht, ist das wie Weihnachten... Wir konnten uns nur sehr schwer losreißen... Am coolsten sind die Liegestühle wie auf einem Kreuzfahrtdampfer, auf denen man sich gemütlich flätzen und in das Lichtermeer sehen kann...

Im East River angeln doch glatt noch Fischer? Und das, obwohl es eigentlich verboten ist. Tz tz tz.

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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