New York Reiseführer - NYC-Guide.de | The Guys from the Picture | Sonntag, 16.11.2003

The Guys from the Picture

Sonntag, 16.11.2003


von Marion und Thomas Reichwein

St. Paul'sAm nächsten Morgen überraschte uns ein angenehmer Tag mit warmen Temperaturen und grau-blauem Himmel. Nach dem die ersten Lebensfunktionen wieder zurückkehrten (wach werden), hieß es erst einmal frühstücken! Fast noch im Gebäude befindet sich ein "Au bon pain" oder wie wir immer zu sagen pflegen, "das schöne Brot". Die Auswahl an Bagels und Doughnuts (oder "Donuts", wie wir sagen) war grandios und der Duft... Außerdem gab es noch jede Menge Cookies (die zum Essen, nicht die im Browser).

TrashEinige Bagels mit Creamcheese und Donuts später, sind wir dann in die John Street bzw. die Fulton Street abgebogen und wollten ein wenig Ausschau nach den benachbarten Supermärkten "Jubilee" und "Zeytuna" machen. Thomas hatte sich vorgenommen einmal genau so cool durch die schon weihnachtliche geschmückten Straßen zu gehen, wie ein echter New Yorker, was darin gipfelte, dass der zu diesem Zwecke lässig in der Hand gehaltene Kaffee sich beim Gehen glatt mit der Oberfläche seines Sweatshirts verbunden hatte.

Subway Fulton StreetNachdem sich Thomas versicherte, dass er sich nicht vor lauter Freude, endlich wieder in New York zu sein, selber angepullert hatte, ging wieder ein wenig des bekannten Gefluches los, das Marion aber schnell niederlächeln konnte...

Übrigens gibt es in der Fulton Street eine unglaublich schöne Subway-Station, die allerdings nur von Montag bis Freitag (jeweils in der Rush hour von 4:30pm bis 6:30pm) auf ist.


ZeytunaAls wir Zeytuna (59 Maiden Lane) aufgetrieben hatten, konnten wir es kaum glauben. Der Laden ist für New Yorker Verhältnisse recht groß (vielleicht vergleichbar mit Zabar's) und wird von türkischem Personal geführt. Die Auswahl an Lebensmitteln ist einfach gigantisch. Von frischem Obst bis hin zu Sushi gibt es da alles in rauen Mengen und extrem lecker, wie wir später noch feststellen konnten. Das Ganze wirkte fast wie ein Großmarkt und wir haben uns gefragt, was denn mit den Unmengen an Fisch, Fleisch, Obst etc. passiert, wenn der Laden abends schließt?

Das kann unmöglich alles verkauft werden!? Wir waren übrigens fast jeden Tag bei Zeytuna und haben immer nur ganze frische Ware in extrem guter Qualität angetroffen. Übrigens bekommt man hier auch Nutella, Kinder Schokolade und sogar Brand-Zwieback! Außerdem gibt es noch ein angrenzendes Sushi-Restaurant mit Stühlen zum draußen sitzen.

Red Nose Ale-PubWeiter ging es durch die kleinen Straßen des Fulton Markets, die teilweise an Süd-Frankreich erinnern, entlang des "Red Nose Ale"-Pubs zum South Street Seaport (Pier 17), in dem sich Shoppingmöglichkeiten und natürlich auch ein Food Court (also 'ne Fressmeile) befinden, in dem man sehr lecker und für New Yorker Verhältnisse auch preiswert satt werden kann. Ach und es gibt natürlich noch eine wunderschönes Aussicht auf die Brooklyn Heights und auf die Brooklyn Bridge, die Manhattan Bridge, das Municipal Building, die alten Segelschiffe (inkl. Museum) etc.

GebäudereinigerNach einem Abstecher zu Strand Books (eight miles of books) zurück in der Fulton-Street ging es kurz zurück ins Apartment, wo wir zwei Gebäudereiniger am Woolworth Building beobachtet haben, die in schwindelerregender Höhe nur durch zwei Seile an ihrem "Korb" gehalten wurden...

Auf dem Weg zum Union Square haben wir erst einmal im City Hall-Park ein Kunstwerk von Roy Lichtenstein bewundert.

Roy LichtensteinWenig später haben wir doch tatsächlich das erste Mal Filmaufnahmen gesehen – allerdings wollten die uns nicht dabei haben...

Wir waren schon fast durch, da sind wir mit einem freundlichen aber bestimmten Tonfall vertrieben worden. Bei Passanten haben wir dann belauscht, dass es sich wohl um die Produktion eines neuen Musikvideos handelte... Also, wieder keine Stars für die Reichweins in New York...

WerbungIm K'Mart am Astor Place gab es erst einmal ein paar neue Accessories für Thomas (die traditionellen Hausschuhe und T-Shirts). Anschließend sind wir weiter zum Union Square Park (ein wenig Füße erholen) und haben den Eltern beim Umgang mit ihren Kindern und Hunden beobachtet, wobei grundsätzlich kein großer Unterschied auszumachen war. Beide haben ein eigenes, abgezäuntes Areal, in dem sie spielen und jagen dürfen und beide hören nicht auf die fancy names, die ihnen gegeben wurden...

Starbucks? Wo?Der Gewaltmarsch endete dann im Starbucks am Bryant Park, in dem wir uns – ebenfalls schon traditionell – niedergelassen haben, um die Menschen und die Touristen zu beobachten...

Mit der Subway ging es dann total erschöpft zurück ins Apartment. Wir kauften diesmal bei "Oliva", einem neuen und hippen "Deli" auf dem Broadway (schräg gegenüber der City Hall) ein. Dieses verdient ein klares: "Don't go there!"


Die Präsentation und auch die Waren sind appetitlich und frisch, aber es war das teuerste Deli, das wir je betreten haben und Thomas nannte es von diesem Tag an nur noch "Hans Eichel-Inn"...

© 2000-2018 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
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