New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | Oi, joi, joi oder wie viele Füchschen sind ein Dollo? | Freitag, 18.05.2007

Oi, joi, joi oder wie viele Füchschen sind ein Dollo?

Freitag, 18.05.2007


von Ingrid und (in den Mund gelegt von) Thomas Reichwein

Das Guggenheim MuseumLiebes Tagebuch, wieder wurde ich beim Frühstück künstlich knapp gehalten und musste mir noch Obst stehlen, damit ich satt wurde. Inzwischen war ich mangels anständiger Nahrung so entkräftet, dass ich mich nicht mehr wehren konnte. Ich wurde mit der 7 zur Grand Central gebracht und anschließend mit der 5 zum Guggenheim Museum. Leider war die Ausstellung wegen der gerade stattfindenden Renovierung stark eingeschränkt. Statt großer Meister musste ich mir das Gekrakel von kleinen Kindern reinziehen - ich dachte die Phase hätte ich überstanden, nachdem mein zu keinen Hoffnungen Anlass gebender Sohn mit 21 die Schule verließ... Wir begannen unsere Besichtigung also oben in der Kuppel mit der Ausstellung "A Year with Children 2007" und gingen über die sich nach unten schlängelnde Rampe. Viele Galerien waren leider geschlossen und wir bekamen nur wenige Werke von bekannten Künstlern zu sehen.

Wir erholten uns anschließend im Central Park, den wir bis Central Park West durchquerten, um im Time Warner Building den Whole Foods zu stürmen. Bei den vielen leckeren Sachen hier hätte ich sogar meine Identität als Vegetarier aufgeben können. Ich könnte es ja immer noch auf den Stofflöwen schieben, den ich gestern zur Aufzucht aufgenötigt bekommen hatte.

Da wir noch einen Theaterabend vor uns hatten, fuhren wir spät mittags wieder zurück ins Hotel, um mich etwas auszuruhen - schließlich musste ich ja noch mit Löwen singen. Ich war etwas erstaunt, dass Marion und Thomas den Bus nach Manhattan um 04:30 p.m. nehmen wollten, obwohl die Vorstellung doch erst um 08:00 p.m. beginnen sollte. Bestimmt war das wieder eine Falle. Zugegeben, es waren die bestellten Karten noch an der Theaterkasse abzuholen und wir mussten ja auch noch einen Happen essen, aber ich fand 04:30 p.m. doch reichlich früh.

Wahrscheinlich haben die beiden damit gerechnet, dass während der Rush Hour der Bus nur im Stau stand und nur für die Strecke durch den Lincoln-Tunnel 1 Stunde brauchte. Der Busfahrer stellte uns nun frei, ob wir Fahrgäste nun schon aussteigen und zu Fuß unser Ziel erreichen wollten, oder ob wir die Reststrecke wegen des Verkehr noch eine weitere Stunde bis zum Port Authority in Kauf nehmen wollten. Wir und die meisten anderen Fahrgäste verließen daraufhin den Bus und eilten zu Fuß zunächst zur 45th St zum Minskoff Theatre, wo Marion die vorbestellten Karten abholte.

Ausblick aus dem ViewInzwischen war es für mich erst kurz vor 6 p.m. und ich wunderte mich immer noch über die Eile meiner Kinder. Ich ahnte immer noch nichts, als wir das gegenüber gelegene Marriott Hotel betraten und mit dem Aufzug in die 48. Etage hochschossen. Die Aufzugfahrt war schon ein Erlebnis, weil er aus Glas bestand und sich außerhalb befand, so dass man bei der Fahrt nach oben freie Sicht auf die einzelnen Etagen des Hotels hatte. Die Überraschung war gelungen... in der 48. Etage befand sich das Aussichtslokal "The View", wo ich zum Buffet eingeladen wurde. Die hatten wohl Schiss, dass ich denen sonst zu teuer wurde...

Ich und der Dussel im Lion KingClever, aber nicht clever genug. Ich tat so überwältigt, dass ich ein paar Tränen verdrückte. OK, vielleicht war die eine oder andere echte Träne dabei, schließlich hatte man von hier eine wunderschöne Aussicht über die Dächern von New York. Die Plattform dieser Etage drehte sich in einer Stunde um 360 Grad, so dass sich der Ausblick auf die Sehenswürdigkeiten ständig veränderte.

Schade, dass unsere Zeit hier so begrenzt war... Aber ein zweiter Höhepunkt des Abends stand uns noch bevor, mein Auftritt mit den Löwen. Im Theater hatten wir super Plätze, von denen wir das Musical hätten genießen können, wenn nicht diese ganzen Tiere permanent gesungen hätten. Man konnte mich ja gar nicht mehr hören... Echt doof... Enttäuscht brachte uns der 320er zurück nach Secaucus...

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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