New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | Swabians im Big Apple | 2. Tag (1.1.2005)

Swabians im Big Apple

2. Tag (1.1.2005)


von Stefan Müller

Um 07.00 Uhr klingelte unser Wecker, man will ja was vom Tag haben. Also, ab unter die Dusche und raus ins Leben. Da wir uns ja schon Wochen lang auf unseren Trip vorbereitet hatten, (Reiseführer, Stadtplan und die CD-Rom vom NYC-Guide) bestand unser zweiter Tag aus folgendem Programm: Unserer ersten Fahrt mit der Subway, Ground Zero, der Brooklyn Bridge, der Wallstreet, dem Civic Center und der City Hall und dann immer den Broadway lang Richtung Uptown zum Hotel.

Wer aber noch nie in New York war und an einem Feiertag morgens um Halbacht mit der Subway fahren möchte, braucht schon ein wenig Mut. Denn als wir unten an der Station ankamen, waren wir alleine, bis auf zwei Schalterbeamte, die sich in ihrer Unterhaltung durch nichts unterbrechen ließen. Das ganze Szenario hatte schon ein wenig das Feeling von Schweigen der Lämmer.

Egal, ran an den Automaten 5 $ reingeschoben, aber nichts passierte. Das Ganze noch mal von vorne. Aber es passierte wieder nix. Wir also frustriert wieder nach oben und von der 50th Straße den Broadway runter in Richtung Ground Zero zu Fuß. Leider kamen wir nicht weit, denn ohne Frühstück läuft es sich nicht gut. Also in ein Europa Cafe und mit Händen und Füssen, Pancakes mit Bacon und ein Rührei bestellt.

Frisch gestärkt wieder los bis zur 23th Straße. Denn vor lauter Staunen und Fotografieren waren wir einwenig mit der Zeit in Verzug und wir merkten schon da, dass unseren Füßen jede Erholungsphase gut tun würde.

Also, Arm rausgestreckt, Taxi angehalten und sich zum Ground Zero chauffieren lassen. Respekt vor unserem Taxifahrer, da muss sich unser Schumi warm anziehen, um da mitzuhalten.

Aber kaum ist man an der Stelle, wo einst die Zwillingstürme standen, überkommt einen eine gewisse Beklommenheit. Es ist ein nicht zu beschreibendes Gefühl von Ohnmacht, Trauer und Wut, wenn man die Baustelle sieht. Die gesamte Stimmung rund um Ground Zero ist der totale Gegensatz zum restlichen Manhattan.

Von dort aus ging es ins Financial Center und zum R. F. Wagner Jr. Park, wo man einen herrlichen Ausblick auf den Hudson River hat. Unser Programm trieb uns weiter zur Wall Street und dann runter zum South Street Seaport, wo wir am Pier 17 die obligatorischen Postkarten für die Verwandten daheim besorgten.

Vom Pier 17 aus sieht man schon die gigantische Brooklyn Bridge, die unser nächstes Ziel sein sollte. Nur wo ist der Aufgang zu der blöden Brücke?? Zwei dumme Touris irren durch die Gegend und wissen nicht weiter. Bis uns wieder einmal eine sehr nette Polizistin ungefragt den kürzesten Weg zum Aufgang zeigte. Thanks. Oben auf der Brücke hat man einen gigantischen Ausblick. Und selbst die Konstruktion der Brooklyn Bridge mit ihren Stahlseilen, ist atemberaubend.

Nach einem langen Brücken-Spatziergang bei herrlichstem Sonnenschein, gönnten wir uns eine kurze Pause beim Mc Doof. Aber Hallo, der Big Mäc schmeckt wirklich besser als in good old Germany.

Nun war es Zeit für den Rest unseres Programms. Zur City Hall und zum Civic Center. Und dann ab zum Broadway. Shoppen wollten wir eigentlich erst an unserem letzten Tag. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Kaum den Broadway betreten und schon ging das Hardcore Shopping los bis die Kreditkarte glühte und die Füße ihren Dienst versagten.

Ein Drittel dieser von uns am meist gehassten Straße haben wir noch geschafft, doch dann wurde es wieder Zeit für ein Rettungs-Taxi. Im Hotel angekommen war dann nur noch Füße pflegen und Tüten auspacken angesagt.

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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