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Swabians im Big Apple

1. Tag (31.12.2004)

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von Stefan Müller

Nachdem ich im Sommer die Idee hatte, meiner Freundin ihren Kindheitstraum (einmal nach New York) zu verwirklichen, ging am 31.12.2004 die Aktion Traumerfüllung los. Von Frankfurt aus flogen wir um 08.20 Uhr mit Singapore Airlines in Richtung JFK, wo wir pünktlich um 10.53 Uhr landeten. Nun stand uns die Immigrations-Hürde bevor. Dank dem Anschauungsmuster auf dem Frankfurter Flughafen, hatten wir unser grünes Einreise-Formular und das weiße Zoll Formular im dritten Versuch perfekt ausgefüllt und wurden sofort zum Immigrations-Beamten durchgelassen.

Aus den vielen Informationen, die wir vorher gesammelt hatten, wussten wir das "Nicht-Familienangehörige" nur einzeln an die Schalter treten durften. Wir haben es aber doch zusammen versucht, da das Schulenglisch meiner besseren Hälfte etwas eingerostet war. Und siehe da, null Problemo. Der Beamte war sehr nett und geduldig, so dass wir keine 5 Minuten später schon am Baggage Claim waren und unser Gepäck in Empfang nahmen. So nun noch kurz zur Zollbeamtin unser weißes Formular abgegeben und dann raus auf die Straße endlich eine rauchen.

Vom Ausstieg aus dem Flieger bis zur Zigarette waren keine 40 Minuten vergangen. Direkt vor unserer Nase stand eine Armada von Yellow Cabs, da war die Entscheidung schnell gefallen, wie wir den Transfer zum Skyline Hotel nach Manhattan bewerkstelligen würden. Für 52 $ incl. Gebühren + 20 % Tip. Von der berühmten New Yorker Rushhour ist mittags um 12 noch nicht viel zu merken. So waren wir schon um halb eins an unserem Hotel. Bis hier klappte alles wie am Schnürchen.

Doch jetzt kam's, man konnte erst um 15.00 Uhr einchecken. Und da wir keine Lust hatten, unsere erste Erkundungstour mit Gepäck zu machen, ließen wir uns in der Hotel Lobby nieder und bestaunten das bunte Treiben auf New Yorks Strassen durch das Fenster. Nach einer kleinen Ewigkeit konnten wir unser Zimmer beziehen. Ein riesen Zimmer, wirklich nur zu empfehlen. Telefon, Safe, zwei großen Betten, Föhn, Bügeleisen mit Bügelbrett, TV mit Nintendo und Internet. Geil und das für 1.558 € für 7 Tage mit Flug für zwei Personen. Jetzt ging's aber endlich los, ab zum Times Square und Silvester feiern.

Der erste Eindruck ist der Hammer, schon alleine das Gehupe, die Sirenen, der Gestank der Hot Dog-Stände, die Häuserschluchten, man saugt es auf wie ein trockener Schwamm. An jeder Ecke standen 5-6 Cops, die alle sehr Respekt einflössend aussahen. Aber alle ohne Ausnahme waren äußerst nett und zeigten einem den Weg, wie man zum abgesperrten Times Square gelangte.

Bis wir endlich am Ziel waren, wurden wir 4-mal durchsucht. Also auch in punkto Sicherheit, alles erste Sahne. Die einzige Gefahr, die auf uns lauerte, war dass alle bei roter Ampel weiter gingen, aber immer wenn wir das nachmachen wollten, wurden wir prompt angehupt. Als wir uns dann so nah wie möglich an das Zentrum der Feierlichkeiten ran gekämft hatten, gab es kein zurück mehr und es hieß noch 6 Stunden warten. Und das nachdem wir um 02.30 zu Hause aufgestanden waren und wir dank der Zeitverschiebung auch noch 6 Stunden mehr vom Tag hatten. Dafür waren die Temperatur mit 48 Fahrenheit (ca. +8 Grad Celsius) sehr erträglich.

Viele lustige Amerikaner hielten uns wach und irgendwann war es dann soweit. Eine Million Menschen zählten den Countdown herunter, der "Ball" senkte sich und ein Konfettiregen brach los. Und es gab nur noch drei Worte: Happy New Year, und das unzählige male. Feiern ohne Ende, bis unsere letzten Kraftreserven aufgebraucht waren.

Gegen 01.30 Uhr fielen wir endlich in unsere Betten total fertig aber unendlich glücklich.
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