New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | Zwei Höxteraner im Big Apple | Tag 3

Zwei Höxteraner im Big Apple

Sonntag, 7. September 2003


von Markus Finger

Es ist 7 Uhr in der Früh. Ein ohrenbetäubendes Klingeln reißt uns aus dem Schlaf. Was war los? Wo waren wir? Ich brauchte einige Sekunden um zu kapieren, dass das unsere zwei Zimmertelefone waren, die uns nach dieser kurzen Nacht weckten. Wer zum Teufel kann das sein? Um diese Uhrzeit!? "Ja I bin's! Der Hermann!", ruft's freudig vom anderen Ende der Leitung. Es war Hermann Pichler. Den meisten New York Kenner nur als "Onkel Hermann" bekannt. Wir hatten mit ihm einen Termin für den morgigen Montag ausgemacht um einer seiner legendären alternativen Touren durch Brooklyn zu folgen. Nun rief er in aller Früh an um uns mitzuteilen, dass er den Termin gerne auf Mittwoch verschieben möchte. Mittwoch?! Aber, da wollten wir doch zu Denise Familie nach White Plain! Als ich ihm also mitteilte, dass wir uns am Mittwoch schon etwas vorgenommen haben, kam nur die Antwort: "Ja, Ja! I nehm' mir auch jeden Tag was vor! Also bleibt's bei Mittwoch!" Und damit war das Thema gegessen! Wer Hermann Pichler kennt, der wird jetzt über die typisch forsche Hermann Art schmunzeln.

Nach ein paar weiteren Stunden schlaf rafften wir uns mit einem ordentlichen Kater auf, um unseren dritten Big Apple Tag anzutreten.

Central ParkWie erwartet sollte sich dieser Tag unserem Gemütszustand anpassen. Wir entschlossen uns also, bei wiederum herrlichem Wetter, den Central Park zu erkunden.

So ein Sonntagmorgen (wohl eher Mittag) in New York hat einiges zu bieten. Bevor wir den Park betraten, konnten wir den Zieleinlauf eines Marathons miterleben und ganz nebenbei unseren Nachdurst mit Gratisgetränken stillen (den Läufern haben wir noch was übrig gelassen).


Anschließend kamen wir bei einer Open-Air TV Produktion vorbei. Um was ging's? Natürlich Sport! Die Football Saison hatte begonnen und das Sportstudio mit seinen irgendwie schmierigen Moderatoren hatte den Platz vorm Central Park eingenommen! Wir taten es also den Amis gleich und ließen uns vom Einpeitscher einheizen um beim vorbeischwingen der Kamera in völliger Ekstase zu verfallen.

Nachdem unser Nachdurst mittlerweile verflogen war, machte sich ein leichtes Hungergefühl bei uns breit. Also, super Gelegenheit einen original amerikanischen Hotdog zu probieren. Im Central Park steuerten wir als gleich einen derartigen Stand an. Ein netter Chinese (mit seiner Laune wäre er sogar bei Mc Donald's rausgeflogen) servierte uns also unseren ersten American Hotdog. Wie schon alle? Das war's? Das soll also das Lieblingsessen der Amerikaner gewesen sein? Eines ist sicher. Meines wird es nicht. Ein labbriges Würstchen in einem ebenso labbrigen Brötchen mit klebrigem Etwas oben rüber. Das alles für einen stolzen Preis! Wie liebe ich Dich du deutsche Bratwurst!!!

Times Square @ NightDen restlichen Tag ließen wir uns im Central Park treiben, schauten den New Yorkern beim Baseball zu, genossen die Darbietungen der Kleinkünstler am Straßenrand und waren von der Vielseitigkeit und Schönheit des Parks beeindruckt. In Nähe einer Burg ließen wir uns zwischenzeitlich ins Gras fallen. Ob man es glaubt oder nicht, das Gras in NY ist grüner und weicher, als bei uns in Deutschland. Am Himmel zeigte sich dann wieder das typische America (höher, größer, weiter, ausgefallener) 4 Düsenflugzeuge malten in riesigen Buchstaben die Worte für irgendein Produkt oder Veranstaltung in den Himmel über New York. Was für eine Werbeidee! Und das lustigste! Die Aktion muss ein Vermögen gekostet haben, aber wir haben so lange gerätselt und konnten doch nicht lesen was da am Himmel stand (That's America).

Auf dem Rückweg schlenderten wir mit einem Eis am Guggenheim Museum und MoMA vorbei zurück zu unserem Hotel. Nachdem wir Denise zum Bahnhof gebracht hatten, hieß es für uns "endlich" was gescheites Essen! Wir machten uns startklar und entschlossen uns noch einmal das Greenwich Village zu besuchen!

In einem original Amerikanischen Diner wurden wir dann bei einem riesen Burger mit Pommes satt. Anschließend schlenderten wir durchs Kneipenviertel bis wir die Christopher Street erreichten. Moment mal! Da war doch was! Christopher Street! Hier sind wir falsch sagten wir uns und gingen zurück zum Hotel.

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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