New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Zwei Höxteraner im Big Apple | Tag 1

Zwei Höxteraner im Big Apple

Freitag, 5. September 2003

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von Markus Finger

Der Wecker klingelte um 1:45 Uhr oder wie ich in den nächsten 10 Tagen sagen würde um 1.45 AM. Jetzt war es also endlich soweit. Nach wochenlanger Vorfreude und einigen Vorplanungen (unter Zuhilfenahme der Informationen aus dem NYC-Guide, Danke!! :-) ) ging es endlich los. 10 Tage New York City. 10 Tage Sightseeing in einer faszinierenden Stadt die ich bisher nur aus Filmen und Berichten sowie unzähligen Fotos kannte. Völlig verschlafen aber mit großer Vorfreude machte ich mich reisefertig und verabschiedete mich von meiner Freundin Katharina. Pünktlich um 2:30 Uhr standen dann Torsten und der Ösi (unser Flughafenchauffeur, Danke schöööön ÖSI) vor der Tür. Nach einem starken JACOBS-Krönung Kaffee aus Mutterns Kaffeemaschine hieß es dann, Koffer im Ösi-Mobil verstauen und ab Richtung Frankfurt/Main.

Der Grund für meine Reise über den großen Teich ist ganz einfach zu erklären. Der Wunsch nach einem Trip in die Staaten war schon immer da. Auslösender Punkt warum es jetzt nach New York ging war Denise. Denise ist eine gute Freundin die sich noch bis Dezember 2003 in White Plain, einem New Yorker Vorort als Au-Pair aufhält. Also, wenn nicht jetzt wann dann?! Mit mir Unterwegs Torsten (28) seines Zeichens Versicherungsvertreter und langjähriger Kumpel. Ich hätte nie gedacht, dass es noch irgendwann einmal klappen würde, mit ihm in den Urlaub zu fahren. Da er jedoch auch immer daran interessiert ist, die Welt kennen zulernen (war schon in Australien und Neuseeland) war er für die Reise leicht zu begeistern.

Nach ca. dreistündiger Autofahrt und interessantem Smalltalk erreichten wir Frankfurt und konnten die Skyline von Mainhattan im Morgengrauen bewundern. Da wir alle in einer sehr ländlichen Gegend leben, waren wir schon von diesem Anblick äußerst beeindruckt. Wie würden wir erst reagieren wenn wir der Skyline von Manhattan entgegen fliegen?

Nach einem letzten Milchkaffee auf deutschem Boden hieß es, den Ösi verabschieden und ab in den Flieger Richtung Paris. Von dort aus sollte es dann mit Air France direkt nach New York gehen. Gegen 1.00 pm landeten wir nach einem angenehmen Flug und bei wunderbarem Sonnenwetter auf dem Airport in Newark/ New Jersey. Nachdem in Deutschland immer wieder über Probleme bei der Immigration berichtet wurde, haben wir unsere Einreiseformulare ordnungsgemäß in Druckbuchstaben und mit viel Liebe ausgefüllt. Nach ca. 45 Minuten anstehen zückte der freundliche?!?! US-Beamte ohne weitere Kommentare seine Stempel und wir waren drin! Also, alles halb so wild!

Mit dem Olympia Shuttle Bus ging's dann für 19 $ (Hin- und Rückfahrt) nach Manhattan. Unser Hotel sollte in der 45. Straße/Madison Ave. liegen. Also, an der Grand Central Station ausgestiegen und schon lag es vor uns. Das Roosevelt Hotel New York. Bisher alles besser gelaufen als gedacht, wenn jetzt noch das Zimmer in Ordnung ist, sind die Grundvoraussetzungen für einen angenehmen Urlaub gegeben. Und ich kann nur sagen, Sie waren es. Zwei große King-Size Betten, Fernseher, Play Station, sauberes Bad mit Wanne das alles im 6. Stock und täglich 'ne Tageszeitung vor der Tür. Das Hotel aus dem 19. Jahrhundert mit wunderschöner Empfangshalle, einem tollen Ambiente und einer super zentralen Lage. Das alles, also Flug und 9 Übernachtungen bei www.expedia.de für 850 € geschossen. Wenn man bedenkt das mir mehrere Reisebüros für denselben Zeitraum, mit Übernachtungen im Pennsylvania (was ja bei den Hotelkritiken nicht so gut abschneidet) die Reise für ca. 1.100 € verkaufen wollten, kann man nur sagen: "Alles Richtig gemacht!"

Nach einer kalten Dusche ging's dann auf erste Erkundungstour im näheren Bereich unseres Hotels. Erschlagen von der Größe der Wolkenkratzer und dem Treiben auf der Straße kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eben noch in einem kleinen ostwestfälischen 700 Einwohner Dorf namens Bosseborn und jetzt in einer 8 Millionen Metropole in den USA. Nachdem wir unsere ersten Eindrücke gesammelt hatten, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Gegen 8.00 pm hatte sich Denise angekündigt, um uns am Wochenende den Einstieg in New York so leicht wie möglich zu machen. Auf dem Rückweg hielten wir an einem Deli an um uns Wasser zu kaufen. Also, Flasche ausgesucht und ab zum Bezahlen. Als uns der nette Asiate hinterm Tresen dann den Preis für diese 1 Liter Flasche an den Kopf warf, wären wir bald umgefallen. 3 Dollar! Ich habe gehört das NY teuer sein soll, aber als ich diesen Preis hörte, war ich doch sehr geschockt. Zwar haben wir später auch Läden gefunden, wo dieselbe Flasche nur 99 Cent kostet, jedoch bleibt's dabei, dass man für allgemeine Lebensmittel in Manhattan tief in die Tasche greifen darf. Egal, ist ja schließlich Urlaub.

Mit etwas Verspätung konnten wir dann unsere Freundin Denise im Roosevelt begrüßen. Nach den obligatorischen Begrüßungszeremonien und der Aushändigung diverser Mitbringsel aus Deutschland (Ü-Eier, Knorr-fix für Salatkrönung, Bodylotion??????!!!!!) legte Sie uns den Plan für den heutigen Abend vor. Ab nach Greenwich Village in Bars und danach tanzen. Das alles zusammen mit ihrer holländischen Freundin Barriet, ebenfalls als Au-Pair in New York. Der Flug machte sich jedoch mittlerweile bei Torsten und mir bemerkbar, und so mussten wir bei diesem Programm passen. Als Abschluss des ersten Tages ging's dann noch in ein amerikanisches Restaurant, was auch in Deutschland seit Jahren an jeder Ecke zu finden ist und ein gelbes M als Markenzeichen hat. (Ihr wisst Bescheid!!) Unser erster und definitiv nicht letzter Burger auf unserer New York Reise. Gegen 10.00 pm fielen wir dann völlig erschöpft aber sehr glücklich in unsere King-Size Betten und schliefen mit Vorfreude auf die nächsten Tage ein.
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