New York Reiseführer - NYC-Guide.de | New York ein Kinderspiel? | Teil 1

New York, ein Kinderspiel?

Vorwort & Flug

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von Marko Reichelt

Am 17.02.2005 war es endlich soweit: Mein erster Trip außerhalb Europas stand auf dem Programm. Ziel war die Stadt der Städte: NEW YORK CITY. Früh um sieben ging es mit einem Lufthansa Cityjet von Leipzig nach Frankfurt und von dort aus mit einer Boing 767-400 der Continental Airlines nach Newark.

Das Flugzeug war top-modern ausgestattet und auch das Personal, welches zwar einen recht hohen Altersdurchschnitt hatte, war sehr freundlich und zuvorkommend. Auch das Entertainmentsystem mit Filmen, US-Serien, Musik und AirTV konnte überzeugen.

Um 14 Uhr Ortszeit erfolgte dann die Landung in Newark - der geplante schnelle Weitertransport zum Hotel, hatte sich aber erledigt, als mein Gepäck auch nach 30 Minuten noch nicht auf dem Band aufgetaucht war. Also ging es auf zur Continental Gepäckermittlung. Dort konnte mir dann zum Glück verkünden, dass mein Gepäck zumindest schon einmal in Newark war - allerdings hing es wohl in einer Sonderuntersuchung des Zolls fest. Mit einer Sondergenehmigung des wachhabenden Beamten durfte ich in einem Sonderbereich zwischen Gepäckausgabe und Zoll dann auf mein Gepäck warten. Nach gut 90 Minuten tauchte dann auch endlich in einem abgesperrten Bereich ein Trolly auf, auf dem sich unter anderem meine Reisetasche befand (zusammen mit einem Kanister der eine gefährlich aussehende Flüssigkeit enthielt). Erhalten habe ich meine Tasche dennoch erst einmal nicht - es wurde noch die Unterschrift eines zweiten Zollbeamten benötigt, der leider in der Pause war. Nach weiteren 60 Minuten Warten, hatte ich dann endlich meine Tasche. Aus Bequemlichkeitsgründen entschied ich mich dann für den etwas bequemeren Weg mit dem Olympia-Bushshuttle zur Grand Central Station.

Von dort aus waren es nur noch wenige Blöcke zu meinem Hotel, dem Radison Lesington (Lexington Ave. at 48th Street). Das Hotel war sehr angenehm, die Zimmer sauber und ordentlich ausgestattet. Nach kurzem Aufenthalt ging es dann zu einer ersten Erkundungstour los.

1. Tag (17.02.2005)




Empire State BuildingErstes Ziel meiner Erkundungstermin war das Empire State Building, welches ich nach ca. 30 Minuten Fußmarsch erreichte, Nach ca. 20 Minuten Zeit für Ticketkauf, Sicherheitskontrollen und Aufzugfahrt, stand ich nun auf dem Observatory und war wirklich zutiefst beeindruckt und bewegt.

View from ESBDer Ausblick war wirklich atemberaubend und einfach nur noch schön.

Nachdem ich mir jedes Detail angeschaut hatte und unzählige Fotos geschossen hatte ging es wieder auf dem Weg nach unten.

Nachdem Besuch des ESB ging es dann von der 34. Straße wieder in Richtung 42. und dann an Time Square und Broadway vorbei zum Hotel. Ein anstrengender Flug und ein langer erster Fußmarsch durch den Theater District forderten ihren Tribut und so fiel ich gegen 21 Uhr völlig erschöpft in mein Bett und konnte auch schnell einschlafen.

2. Tag (18.02.2005)




Anscheinend hat mich dann doch ein leichter Jetlag erwischt und ich war bereits um 6 Uhr morgens wach. Auch egal - also fertig gemacht und am frühen Morgen die Erkundung von Downtown Manhattan begonnen.

Nach einem leckeren Bagel mit Ei und Bacon, ging es mit der U-Bahn zur Brooklyn Bridge - den Aufgang fand ich recht schnell, da er direkt am Ausgang der U-Bahn Station anfing.

Brooklyn BridgeZu Fuß ging es dann erstmal in Richtung Brooklyn, wo gerade die Sonne aufging. Nach ungefähr der Brückenhälfte machte ich mich auf den Rückweg und konnte die atemberaubende Skyline Manhattans bewundern. Jogger traf ich zu dieser Zeit aber noch keinen an, war ja auch erst gegen 7 Uhr.

Skyline DowntownNach dem Besuch der Brooklyn Bridge, ging es zu Fuß weiter, vorbei an der streng gesicherten City Hall in Richtung World Financial Center. Am Ufer des Hudson River konnte ich dann zum ersten Mal die Statue of Liberty am Horizont erkennen.

Weiter ging es dann zu Ground Zero. Vor den Tafeln mit den fast 3.000 Namen der Getöteten hatte sich gerade ein Schulchor einer Schule aus Texas positioniert und sang neben der Nationalhymne auch noch ein weiteres, sehr bewegendes Lied.

In diesem Moment gingen mir so viele Bilder vom 11. September durch den Kopf, dass ich schlichtweg überwältigt war und die ein oder andere Träne floss.

Ground ZeroEinige in der Nähe stehende Amerikaner "erwischte" es heftiger und man konnte sehr viele Tränen fließen sehen. Nach diesen unglaublich tief berührenden Gänsehaut-Momenten, schaute ich mir noch ausgiebig die Infotafeln und die neue "World Trade Center Path Station" an. Danach ging es zur nahe liegenden Trinity Church, in der in sehr bewegender Art und Weise die Ereignisse von 9/11 und die Geschichte dieser Kirche dabei dargestellt wurden. Auch hier konnte man viele zutiefst berührte Touristen und Amerikaner sehen. Nach diesem sehr aufwühlenden Teil meines Tagesprogramms, ging es zu Fuß in Richtung Staten Island Ferry.

Miss LibertyDie Fähre ist ein wirklich toller Tipp, um die Miss Liberty von nahen zu sehen ohne die teure Fähre zu ebendieser nehmen zu müssen. Direkt nach der Ankunft auf Staten Island wo alle die Fähre verlassen mussten, ging es schnellen Schrittes gleich wieder auf die gleiche Fähre auf den Weg zurück nach Manhattan. Nächstes Ziel sollte nun Chinatown sein. Auf dem Weg zur U-Bahn-Station kam ich noch an der streng gesicherten Börse vorbei, die ja seit dem 11.9.2001 leider nicht mehr besichtigt werden kann.

In Chinatown angekommen, taucht man in eine völlig andere Welt ein. Man muss sich wirklich immer wieder verinnerlichen, dass man wirklich noch in New York ist. Die vielen Stände für Souvenirs, Frischfisch, Obst und Gemüse könnten wirklich auch in Hongkong oder Shanghai sein. Selbst im McDonald's sind die Angebotskarten auf Mandarin geschrieben.

Am Abend ging es dann noch einmal zum Time Square, wo ich die unglaubliche Leuchtreklamenberieselung auf mich wirken lies. Selbst die US Army Rekrutierungsstelle und die Polizeiwache des NYPD machen hier mit bunter Leuchtreklame auf sich aufmerksam. Nach etwas Umherlaufen fiel mir dann das wirklich gigantische Toys 'R' Us auf.

NASCARIn dessen Foyer steht ein riesiges, funktionierendes Riesenrad, welches von den vielen Kindern auch ausgiebig genutzt wurde. Das dreistöckige Spielwarengeschäft ist ein wirkliches Paradies für große und kleine Kinder.

In der Nähe des Toys 'R' Us standen dann auch noch einige NASCAR Rennwagen samt Crew, die auf die TV-Übertragung des NASCAR Rennens am gleichen Wochenende aufmerksam machten.

Nach einem anstrengend Tag ging es dann gegen 21 Uhr ins Bett.
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© 2000-2018 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
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