New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Austrian girls in New York | Freitag, 4.1.2002

Austrian girls in New York

Freitag, 4.1.2002

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von Heidi Fast

Am 3.1.2002 brachen meine Tochter Julia (16) und ich (mein Mann blieb daheim, irgendwer muss schließlich die Dollars für diesen ziemlich teuren Trip verdienen) Richtung USA auf, um dort Lisa, meine Tochter (bzw. Julias Schwester), die in New Jersey au pair ist, zu besuchen. Drei Tage wollten wir zu dritt in New York verbringen, ehe wir in Red Bank bei der Gastfamilie eingeladen waren.


Ankunft:

Nach einem recht komfortablen Flug mit British Airways (beim Umsteigen in London wurden wir sogar mit einem Flughafentaxi von einem Terminal zum anderen befördert, weil der Flug von München Verspätung hatte) kamen wir um 17.00 Uhr Ortszeit in NY (JFK) an. Schon beim Einchecken hatten wir Glück gehabt und waren die Ersten, auch in der Schlange beim Immigration-Schalter mussten wir nur kurz warten, nach uns war die "line" um etliches länger.

Der erste Kulturschock war schon mal die Toilette bzw. "restroom" auf dem Flughafen. "Sch..., verstopft" dachte ich, als ich auf die halbvolle Toilettenschüssel hinunterschaute und war dann froh, als die Bescherung mit viel Getöse schließlich doch runtergespült bzw. abgesaugt wurde. Dass hier alle Toiletten so aussehen, merkte ich dann erst später.

Ich hatte inzwischen auch festgestellt, dass ich sowohl den Lageplan samt Adresse des Hotels, als auch die Reservierungsbestätigung daheim liegen gelassen hatte. **ups**

Ein freundlicher Mann schien schon am Flughafen in NY hilfsbereit, als er uns den Stadtplan studieren sah. Es stellte sich aber leider heraus, dass er ein Taxifahrer war, der uns keilen wollte.

Mit dem kostenlosen Bus zur Subway-Station und der Subway gelangten wir schließlich gut und billig ($1,50 pro Nase) nach Manhattan und dann begann die Suche nach dem Hotel.

Empire State Building @ nightAuf dieser wirklich einmalig guten Homepage hatte ich das Red Roof Inn gefunden, noch zum derzeit moderaten Preis ($ 99,90 + Tax) ein Zimmer mit zwei Doppelbetten reserviert, ich wusste auch noch, es liegt in der 33. oder 32. Straße und so machten wir uns (schwer beladen) auf die Suche. Wir marschierten die 33. Straße hinunter und plötzlich meinte Julia: "da ist das Empire State Building!". "Quatsch" sagte ich, "bei 'Schlaflos in Seattle' schaut der Eingang ja ganz anders aus", und meine Tochter deutete nur nach oben und da sah ich es auch schon, weihnachtlich grün und rot beleuchtet hoch über uns aufragen.
Noch war kein Hotel in Sicht, also "parkte" ich die müde Julia samt Gepäck in einem Starbucks-Cafe und suchte alleine weiter und siehe da: um die Ecke wurde ich auch schon fündig.

Das Hotel und Zimmer entsprach meinen (durch die Berichte hier geschürten) hohen Erwartungen vollauf, gemütlich und schön eingerichtet, ein großer Kühlschrank, Mikrowellenherd und Kaffeemaschine, Riesenfernseher mit Nintendo und Internetzugang.

Beim Einchecken bekam ich ein Fax der Big Apples Greeter überreicht (die Adresse dazu fand ich beim Stöbern in Franks Reisebericht "Nur 28 Dollar"). Darin stand, dass Mrs. Jeanne Lewis mit uns eine Tour durch Manhatten machen würde und wir sie anrufen sollten.

Die Big Apples Greeter sind eine Non-Profit-Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Besuchern "ihr" NY näher zu bringen. Ehrenamtliche FührerInnen nehmen sich Zeit für Einzelpersonen, Kleingruppen (auch auf Behinderte wird eingegangen) und führen kostenlos (sie dürfen nicht mal Trinkgeld nehmen) durch bestimmte Gebiete von NY.

Julia @ the hotelInzwischen war auch unsere Lisa zu uns gestoßen, die Wiedersehensfreude war groß und nachdem die Weihnachtsgeschenke nachgereicht wurden und wir mit Jeanne einen Termin für morgen früh ausgemacht hatten, ging es (gemäß eurem Tipp, wegen der Zeitverschiebung nicht schlafen zu gehen) nach einem Rundblick von der Dachterrasse des Hotels im 17. Stock, ab in Richtung Times Square. Da es unser erster Besuch in NY war, waren wir natürlich überwältigt, all das, was wir nur aus Berichten oder Filmen kannten, in natura zu sehen.

Lisa, die ihre freien Sonntage mit den anderen deutschsprachigen au pairs gerne in NY verbringt, führte uns in ein typisch amerikanisches Lokal am Times Square, wo wir gut und relativ günstig ($ 35 inkl. Tipp aber ohne Getränke, wir tranken das Wasser, das überall unaufgefordert auf den Tisch gestellt wird) aßen.

Dann wankten wir zurück ins Hotel (bei uns daheim war es ja immerhin schon 4.00 Uhr morgens), wo ich, kaum dass ich das Kissen berührt hatte, auch schon einschlief.
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