New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | Zwei Wochen alleine in New York | Montag, 26.06.2006

Zwei Wochen alleine in New York

Montag, 26.06.2006


von Florian Kollmann

Um 05:00 Uhr starten wir Richtung Wien-Schwechat mit dem Auto, meine Eltern bringen mich zum Flughafen. Bereits nach 2h Fahrt sind wir dort angekommen, es ist ein sehr schöner Tag – blauer Himmel, Sonnenschein, angenehm warm. Da noch eine Zeit lang zu warten ist, sehen wir uns schon mal nach den Checkin-Schaltern der British Airways um. Da schon einige Personen in der Warteschlange stehen, beschließe ich, schon einzuchecken, das ging ganz einfach am Online-Checkin-Schalter. Danach heißt es rund 1,5h vor dem Abflugbereich warten, bis es dann soweit ist. Bargeld von der Bank musste ich mir noch holen, eine Kreditkarte hatte ich zudem auch mit. Der Augenblick des Abschieds von meinen Eltern ist gekommen, durch die Schleuse und rein in den Terminal.

Dort am Abflugschalter angekommen erstmal durch die Sicherheits- und Passkontrolle. Danach warte ich gerade mal ca. eine halbe Stunde bis zum Transfer zum Flugzeug, einem Airbus A-319 der British Airways, der schon am Vorfeld geparkt ist. Sofort einsteigen, und den Platz in der vorletzten Reihe sichern, neben mir sitzt ein älteres Ehepaar aus Niederösterreich. Fast pünktlich um 11:40 Uhr heben wir ab Richtung London. Der Flug dauert rund 1,5h und verläuft sehr angenehm. Zu Essen gibt es Gervais-Sandwich und Getränke. Um ca. 13:15 landen wir am Flughafen London-Heathrow, das Verlassen des Flugzeugs, der Weg durchs Terminal (man braucht es nicht zu wechseln) und die Sicherheitskontrollen verlaufen allesamt ohne Probleme.

Nach gut 1h geht es dann zum Abflugterminal, die Boeing 747 steht schon am Gate, dann nach ca. 30min Warten geht es ins Flugzeug. Mein Sitzplatz liegt wiederum in der vorletzten Reihe, neben mir diesmal wieder ein junges Paar aus NÖ. Die beiden machen zum ersten Mal eine größere Rundreise durch die USA. Abflug Richtung JFK ist mit ca. 15min Verspätung um 15:40 Uhr. Der Flug ist sehr angenehm, zum essen gibt es Huhn mit Kartoffeln, Pilzen und diverse kleinere Snacks. Vor der Landung kommt noch ein Schinkenweckerl. Der Flug selbst ist keinesfalls langweilig, draußen gibt es in den Küstenregionen genug zu sehen, in den Vordersitzen sind die Entertainment-Systeme eingebaut, in denen Filme usw. laufen. Rechtzeitig vor der Landung werden noch für die Non-US-Citizens die Immigration- und Zollformulare ausgeteilt, jeder ein grünes und weißes Zettelchen. Das wird nach bestem Gewissen ausgefüllt, bei mir durch meine Behinderung muss ich entgegen aller anderen die Frage "Leiden Sie an einer ansteckenden Krankheit? Sind Sie körperlich oder geistig behindert? Betreiben Sie Missbrauch mit Drogen oder sind sie drogenabhängig?" mit Ja beantworten.

Die Frage, in der hier drei Arten Mensch in einen Topf geworfen werden, ist eigentlich abartig. Es erinnert mich noch an den Immigrationschalter im Jahr 2004, als ich dem Beamten klarmachen wollte, dass ich diese Frage nur wegen meiner Körperbehinderung mit "Ja" ankreuzte und ganz einfach ohne jeglicher Absicht über seinen einfachen offenen Tresen griff und auf die Frage zeigte – er schnellte zurück, hielt die Hand auf seine Pistole und sagte "Do you see this? So don't touch over the Desk".

Aber gut, zurück zum heutigen Tag. Es ist soweit, um 18:20 Uhr setzen wir am JFK-Airport auf, gekommen sind wir über die Long Island Route. Das Verlassen des Flugzeugs und wiederum die Sicherheitskontrollen verlaufen reibungslos. Ein "Problem" gibt es dann am Immigration-Schalter, da man dort anscheinend noch nie den Fall hatte, dass jemand mit einer Hand wie ich nur einen Fingerabdruck hergeben kann. Der Beamte ist jedoch freundlich, fragt seinen Chef und lässt mich durch, ohne Fingerabdruck. Beim Zoll sagt man mir, dass mir ein Stempel fehlt, also nochmals retour zum Immigration-Schalter, wiederum ist dort ein anderer Beamter sehr freundlich und stempelt das Formular ab. Dann nach 45 Minuten geht es zur Gepäckausgabe, meine Tasche kommt auch schon heraus, nun nichts wie ab nach draußen. Beim Terminal-Ausgang wird man fast erschlagen von der Luftfeuchtigkeit, die hier herrscht, knappe 85%. Das Wetter ist herrlich, strahlender Sonnenschein und Temperaturen von rund 30° C.

QueensIch mache mich nun erstmal auf zum Airtrain, der mich zur Howard Beach Station bringt, von wo die Subway wegfährt. Dort angekommen, gleich mal eine Fahrkarte für Airtrain und Subway gekauft. Nach kurzer Fahrzeit rund um den Flughafen (falsche Richtung erwischt, daher eine kurze Extrafahrt rund um den Airport) bin ich nach rund 30 Minuten auch schon bei der mächtigen erst kürzlich neu eröffneten Howard Beach Station, von wo die Züge nach Long Island und die Subway abfahren. in die Subwaylinie A eingestiegen, und auf ging's in der Dämmerung rund 1,5h quer durch Queens und Brooklyn nach Manhattan, wo ich an der Station "Broadway-Nassau" auf die Linie 6 umstieg, die mich direkt zur 23rd Street brachte.

Ich muss dazusagen, dass ich die Fahrten allesamt sehr gut geplant hatte, schon zuhause hab ich mir einen kleinen laminierten Subway-Plan in die Tasche gesteckt, rückseitig mit allen wichtigen Flugzeiten, Adressen und Telefonnummern. An der 23rd Street angekommen ist es schon finster draußen, und noch immer sehr heiß, müde bin ich auch schon und die schwere Tasche zieht schon ordentlich.

Dann um 21:45 Uhr kam ich beim "American Dream Hostel" in der 24th Street zwischen der Lexington und 3rd Avenue an. Das Einchecken läuft schnell, das Zimmer wird mir kurz gezeigt und ich lege erst mal alles an Gepäck ab. Nach etwas Verschnaufpause drehe ich noch ein paar Runden ums Hotel, sehe die erste Müllberge und eine Ratte und versuche bei einigen Telefonen, Phil noch anzurufen du ihm zu sagen, dass ich angekommen bin. Jedoch hatte ich Pech, zuerst hatte ich die falsche Vorwahl und dann war das Telefon kaputt. Ich bin dann schon sehr müde und komme mit einem etwas mulmigen Gefühl schon bald wieder zurück, nichtwissend, ob Phil morgen zum Treffpunkt kommen wird oder nicht.

"Zuhause" habe ich dann noch das Bett gemacht, am Boden musste ich eine Decke auslegen, da der cm-hohe Teppich doch etwas unhygienisch aussah. Im Zimmer habe ich dann noch eine Klimaanlage, einen Spiegel, Waschbecken, Fernseher mit Kästchen und eine Garderobe. Alles in allem ok für meine Bedürfnisse, wenn auch etwas renovierungsbedürftig. Um 22:45 Uhr falle ich dann ins Bett.

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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