New York City Reiseführer - NYC-Guide.de | Hochzeit in Manhattan | 2. Teil

Hochzeit in Manhattan

2. Teil


von Dirk Beckers

Die Wechselstube, in der wir die Money-Orders dann endlich bekamen (versucht bloß keine normalen Banken, die stellen nur Money-Orders an ihre Konto-Kunden aus!), war ja auch nur 2 Blocks weiter. 30° C, 80% Luftfeuchte, 9 Stunden Flug und im Schweinsgalopp durch Manhattans Straßen! Ich hatte so langsam das ungute Gefühl, dass meine Frau gleich kampflos aufgibt und die Aktion abbricht. Sie kann feuchte Hitze gar nicht vertragen...

Nach dem abenteuerlichen Besuch in der Wechselstube - man dreht sich darin schon mehrfach um, bevor man sich traut, die Scheine zu zücken - wieder zurück mit den frischen Money-Orders zur City-Hall. Kurz den Metalldetektor überlistet - man kannte mich ja nun schon - und brav in der Schlange eingereiht. Ich dachte eine Weile darüber nach, wie man wohl als Europäer eine Ausgabestelle für Money Orders in der New Yorker City-Hall einrichten könnte.

Wir hatten jetzt genug Muße, das Formular auszufüllen. Dazu sollte man allerdings ein paar elementare Brocken von Amts-Englisch beherrschen. Ansonsten hilft ein Blick in das Formular eines anwesenden Einheimischen.

Als wir dann nach knapp 2 Stunden endlich an der Reihe waren, mußte ich leider feststellen, daß meine sorgfältige Druckschrift für amerikanische Augen offenbar eher Gekritzel ist. Also hab ich jeden Eintrag nochmal buchstabierend diktiert. Man lernt halt wieder das englische Alphabet. Allerdings war die Dame am Schalter sehr geduldig mit mir!

Hinderungsgründe lagen bei uns ja nicht vor und all unsere internationalen Urkunden (Geburtsurkunden und auch noch eine internationale Heiratsurkunde mit Scheidungseintrag, da ich schon mal verheiratet gewesen bin) waren schlicht überflüssig: der Reisepass hat gereicht. Nur noch kurz in die "Bezahlen-Schlange" und dann, rund 3 Stunden später um 15:30 amerikanischer Ortszeit war die Lizenz gedruckt und in unseren Händen! Die erste Hürde war genommen.

Taxi retour ins Hotel - der übliche Freitagnachmittag-Stau in Manhattan. Ist ja auch klar, bei den Parkplatzpreisen kann sich das Parken keiner leisten, also fahren (oder besser: stehen) alle, die ein Auto haben, auf der Fahrbahn rum.

Im Hotel haben wir erst einmal das Zimmer getauscht, was problemlos ging. Die Mitarbeiter an der Rezeption des Crowne-Plaza waren übrigens alle ausnahmslos sehr freundlich.

Nun kam die nächste Hürde: umbuchen des Rahmenprogramms von Montag auf Dienstag. Ein umschaltbares Handy für amerikanische Frequenzen hatte ich mir vorher besorgt und das Einbuchen bei Omnipoint klappte auch problemlos. Ein paar Telefonate später hatten wir dann endlich unsere Hochzeit für Dienstag vorbereitet! Feierabend für heute, nur noch ein bischen Bummeln und essen gehen.

Am Montag bekam ich dann endlich die Fotografin ans Telefon. Sie war noch "kurz" zu einem Fototrip irgendwo in den Staaten unterwegs gewesen. Es konnte also losgehen.

© 2000-2012 by Marion & Thomas Reichwein
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