New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Hochzeit in Manhattan | 1. Teil

Hochzeit in Manhattan

1. Teil

Zurück | Weiter

von Dirk Beckers

Am Freitag den 1.10.2000 ging um 8:30 Uhr unser Flug ab Frankfurt. Endlich! Es ging los und wir hatten es geschafft, unseren Plan vor aller Welt geheim zu halten. Die Anzeige in der Zeitung war für Samstag geschaltet und wir waren weg...

Wir hatten aufgrund der frühen Abflugzeit in der Nähe des Flughafens übernachtet. Sehr zu empfehlen: das Hotel "Astron". 210,-- DM die Nacht im Doppelzimmer plus 35,-- DM für bis zu 2 Wochen PKW parken im hoteleigenen Parkhaus. Mit dem Shuttleservice ist man in 5 Minuten am Flughafen.

Der Flug war wie immer besch...eiden. Wenig Platz, leider ausgebucht und die ach so berühmte Singapore-Airways kann ich nicht empfehlen! Von wegen prima Service. Nach 2 Stunden habe ich um ein Getränk bitten müssen, es kam einfach nichts... Vielleicht sollte man wirklich konsequent einen Bogen um LH und ihre Partner machen! Und doch mal Business-Class buchen.

Bei der Ankunft in JFK war gerade vorher eine Maschine aus Seoul gelandet, was zu einem Mega-Stau bei der Einreise führte! Und wir hatten den Zeitdruck im Nacken, da wir ja noch am Ankunftstag - Freitag - unsere Heirats-Lizenz für Montag beantragen mußten.

Endlich draussen vor dem Flughafen die erste, langersehnte Zigarette nach rund 9 Stunden! Human ist Fliegen wirklich nicht... Zum Ausgleich dafür war's ungefähr 30° C warm und erdrückend feucht in der Luft.

Der Transfer zum Hotel war vorgebucht und funktionierte einwandfrei - wenn man vom üblichen Vormittagsstau in Queens einmal absieht. Ich glaub', da hilft nur ein zwölfspuriger Ausbau der Straße.

Kaum angekommen im Hotel Crowne-Plaza-Manhattan traf uns an der Rezeption beinahe der Schlag: der von uns geplante Hochzeitstermin am Montag (4.9.2000) war ein treffsicherer Griff ins Klo: wir hatten "souverän" einen der wenigen amerikanischen Feiertage erwischt - Montag war Labour-Day. Und nun? Das komplette Rahmenprogramm war von Deutschland aus per Telefon und Internet für den 4.9. gebucht.

Jammern half erstmal nicht, kurz die Koffer ins Zimmer gebracht (auch das Zimmer war nicht ok, aber das konnten wir ja immer noch tauschen) und mit dem ganzen Papierkram raus ins Taxi und downtown zur City-Hall. Die Zeit drängte und der Stau war Manhattan-like mächtig. Also raus aus dem Taxi und die letzten 8 Blocks zu Fuß durch die schwüle Mittagshitze Manhattans.

In der City-Hall habe ich dann erst mal den Metalldetektor am Eingang ausgelöst. Meine Taschen waren komplett leer, ich war kurz davor, die Hose auszuziehen, weil anscheinend meine Jeans-Knöpfe dieses amerikanische Meisterwerk der Ingenieurskunst zur Alarmauslösung motivierten. Und der dunkelhäutige Security-Mensch wurde auch immer unhöflicher. Letztendlich hat er dann doch eingesehen, dass er vielleicht mal sein Gerät überprüfen sollte und wir waren endlich drin!

Als wir die Tür zum Zimmer für die Beantragung der Lizenz öffneten, traf uns der nächste Schlag: offensichtlich hatte halb Manhattan beschlossen, dass dieser Freitag ein besonders hübscher Freitag ist, eine Heiratslizenz zu beantragen... Riesige Schlangen vor allen Schaltern! Wir haben kurz gecheckt, ob die Preise noch stimmen und sind dann wieder raus, um uns Money-Orders zu besorgen.
Zurück | Weiter

© 2000-2018 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
Bookmark and Share


Amazon