New York Reiseführer - NYC-Guide.de | Atlantic City

Atlantic City

Taj MahalAls Erstes fallen einem beim Begriff "Atlantic City" natürlich die Spielcasinos ein. Dann kommen einem vielleicht noch einige Boxkämpfe oder Musikkonzerte in den Sinn, die dort regelmäßig stattfinden und als letztes vielleicht noch die Miss America-Wahlen. Darüber hinaus hat Atlantic City aber noch einiges mehr zu bieten und ist durchaus mehr wert, als nur einen Tagesausflug. So existieren einige interessante Museen (Hist. Museum & Cultural Center, Bird Observatory, Cape May Lighthouse etc.) und im Umland zahlreiche historische Weinbaubetriebe, die es sich lohnt zu besuchen.

Das CaesarsDas auf Absecon Island liegende Atlantic City befindet sich zwar nicht im Staat New York, sondern in New Jersey, aber es ist dennoch ganz hervorragend an New York City angebunden. Im Port Authority Bus Terminal an der Ecke 42nd St. und 8th Ave. (wo die Busse dann auch abfahren) kann man die Bustickets nach Atlantic City kaufen. Dabei gibt es viele verschiedene Anbieter wie zum Beispiel die New Jersey Transit (also praktisch die öffentlichen Verkehrsbetriebe) bis hin zu dem klassischen Greyhound.

Das Taj Mahal uund das Hard Rock CafeEine Übersicht der verschiedenen angefahrenen Casinos samt des eingeräumten Bonus findet man hier. Jedes dieser Casinos stattet einen beim Verlassen des Busses in Atlantic City mit einem Bonus aus, der in Form von Bargeld oder in Spiele-/Essensgutscheinen ausgeteilt wird. Dazu gibt man dem bereits an der Bustür wartenden Casinomitarbeiter seinen Bonus Coupon ab und erhält dann das Geld oder den Gutschein. Verrechnet man also den Bonus mit den Fahrtkosten von etwas über 30 Dollar (Roundtrip - Hin- und Rückfahrt), so erhält man Teile des Fahrgelds indirekt wieder.

Leider ist es uns persönlich im Vorfeld nicht gelungen, einen solchen Bonus Coupon zu erwerben. Dies mag daran liegen, dass wir die Fahrscheine des Greyhound-Busses an einem herrenlosen Ticketautomaten im Port Authority Bus Terminal gekauft haben, statt uns an der riesigen Schlange vor dem menschenbesetzten Ticketschalter anzustellen. Sollte also jemand herausbekommen, wie man zu seinem Fahrschein auch den Bonus Coupon bekommt, wären wir für jeden Tipp dankbar!

Pizzeria am BroadwalkBei der durchaus interessanten Fahrt über Highways kommt man nicht nur direkt an dem Newark Liberty International Flughafen vorbei (samt der fast schon in griffweite landenden Flugzeuge), sondern auch am aus dem Vorspann der Sopranos bekannte New Jersey Turnpike samt der weißen Industrie-Tanks mit der Aufschrift "Drive Safely" (rechts im Bus sitzen).

Schon bei der Einfahrt nach Atlantic City kann man die verschiedenen Hotel-/Casinokomplexe wie das Taj Mahal oder die diversen Trump-Erungenschaften sehen. Wer jetzt aber glaubt, hier stehen nur Hotelkomplexe nebeneinander, der irrt. Man sieht durchaus das ein oder andere typische amerikanische Wohnhaus, Pizzerien, Läden etc.

Der Strand am BoardwalkSchlägt man sich vom Casino, bei dem man mit dem Bus anlegt, durch zur Promenade, erwartet einen eine Disneyland-ähnliche Kulisse. Die Hotels und die unzählichen Geschäfte sehen zu "verzaubert" aus, als wären sie einer Filmkulisse aus Holywood entsprungen. Bei den Läden an der Promenade handelt es sich größtenteils um 99-Cent-Läden, Andenkengeschäfte, Klamottenläden und natürlich jede Menge "Schnellrestaurants".

Im "The Pier Shops at Caesars" gibt es nicht nur einen richtigen Apple Store und tolle Restaurants, man hat auch einen unverbauten Blick auf den Boardwalk und den Atlantik. Überhaupt gehört ein Schlendern über den 1870 erbauten und frisch renovierten Boardwalk (übrigens die älteste Meeresprommenade der Welt) zu einem Pflichtprogramm. Es ist eine wirklich tolle Atmosphäre und man beschreibt das Szenario am besten mit "Las Vegas mets Coney Island".

Johnny RocketsIn den Casinos zeigt sich dann ein ganz anderes Bild: Gigantische Räume nach Raucher und Nichtraucher unterteilt sind vollgestopft mit unendlich vielen blinkenden, (wirklich) laut piepsenden und um Dollars und Aufmerksamkeit schreiende elektronischen Etwassen - man hat das Gefühl, man ist auf der Kommandozentrale der U.S.S. Enterprise und man wartet nur darauf, dass einem Spock ein "Faszinierend" ins Ohr flüstert.

Die Klientel, die dort an einem normalen Wochentag zumindest über den Weg läuft, besteht fast ausschließlich aus älteren Menschen, die voller Freude und mit wirklich viel Stil ihre Rente verzocken. Wenn Sie keine Ahnung haben, wie die ganzen Automaten funktionieren, don't worry, ein unsicherer und zögernder Blick von Ihnen und Sie haben mindestens einen dieser älteren Herrschaften an der Seite, der Ihnen mit einer Engelsgeduld das System erklärt - welcome to America!

Selbst wenn Sie kein geborener Spieler sind, Sie das Zocken überhaupt nicht interessiert, der Faszination dieses Szenarios kann man sich unmöglich entziehen. Ach und kaufen Sie auf jeden Fall die lokale Süßigkeiten-Spezialität: "Salt Water Taffy" - am günstigsten übrigens in einem der dortigen 99-Cent Stores.

© 2000-2017 by Marion Reichwein & Thomas Reichwein
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